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Netflix: Gratis Mobile-Games im Abo – Streaming-Anbieter hat große Pläne

  • Joost Rademacher
    VonJoost Rademacher
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Netflix will nun auch Gaming mit in ihr Angebot mit aufnehmen. Dabei will sich der Streaming-Dienst erst einmal auf Mobile Games konzentrieren und diese Gratis im Abo mit anbieten.

Los Gatos, Kalifornien – Streaminggigant Netflix will wohl sein Geschäft ausweiten. Filme und Serien sind der Plattform nicht mehr genug, in Zukunft will Netflix auch im Gaming Fuß fassen. Wer jetzt aber Aufpreise für das Abonnement oder so desaströse Verläufe wie bei Amazon Games befürchtet, darf vorerst beruhigt sein. Netflix hat erste Informationen über die hauseigenen Gamingpläne geteilt und die klingen gar nicht mal so furchtbar. Für den Anfang sollen Mobile Games groß im Fokus stehen.

Streaming-DienstNetflix
Monatliche Kosten7,99€ bis 17,99€
Gründung27. August 1997
Umsatz25 Milliarden USD (2020)
GründerReed Hastings, Marc Randolph
CEOTed Sarandos, Reed Hastings

Netflix: Erste Spiele kommen im nächsten Jahr – Start mit Mobile Games

Erst vor wenigen Tagen kam die erste Ankündigung, dass bald Videospiele mit Netflix in den Mainstream des Streaming-Marktes eintreten würden. Dazu gibt es prominente Unterstützung für die Streaming-Plattform. Netflix hat einen ehemaligen EA-Star mit an Bord, der dem Unternehmen aus Los Gatos beim Eintritt in den Spielemarkt die Hand halten soll. Genauere Angaben, wie das von Statten gehen sollte, gab es bisher nicht. Jetzt wissen wir, Netflix will nicht direkt in die Industrie mit AAA-Blockbustern á la The Last of Us einsteigen, sondern erst einmal klein anfangen.

Die ersten Spiele will Netflix schon 2022 in seinen Abo-Service aufnehmen. Im Laufe des Jahres sollen dann die ersten Titel zum Streaming verfügbar werden. Netflix setzt aber niedrig an und legt mit Mobile Games los, wie das Unternehmen in einem Investorentelefonat anmerken ließ (via Kotaku). Greg Peters, der Chief Product Officer von Netflix, hat das Vorgehen ein wenig genauer erklärt. Zunächst möchte das Unternehmen von Videospielangeboten oder Entwicklung gar keine Einnahmen machen. Das Angebot nur dazu dienen, den Mehrwert eines Abonnements anzuheben. Der Zugriff auf angebotene Spiele soll keine zusätzlichen Kosten verursachen.

Dann muss die Krux ja bestimmt in der Werbung liegen. Häufig finanzieren Mobile Games sich durch Werbung, die zwangsweise beim Spielen angezeigt wird, alternativ kommen die viel gehassten Mikrotransaktionen in den Sinn. Auch darauf hatten Greg Peters und Reed Hastings, der Chef von Netflix, während des Telefonats eine Antwort. Diese fiel überraschend nutzer- und entwicklerfreundlich aus.

Netflix: Mobile Games im Fokus – Gratis und ohne Werbung.jpg

Netflix: Unterstützung für neue Erfahrungen im Mobile Gaming-Bereich

Hastings gab in der Konferenz an, dass Netflix bereits das Geld seiner Nutzer:innen nehmen würde. Daher müsste das Unternehmen sich nicht darum kümmern, für Spiele noch mehr Geld zu nehmen, der monetäre Aspekt wäre daher zweitrangig, beziehungsweise egal. Greg Peters führte daraufhin weiter aus: „Wir glauben, dass unser Abo-Modell Gelegenheiten birgt, um Videospielerfahrungen zu unterstützen, die von vorherrschenden Monetarisierungsmodellen unterversorgt bleiben würden.“ Man müsste sich nicht um Werbung, In-Game-Käufe oder Monetarisierung kümmern. So wolle Netflix sich voll darauf konzentrieren, möglichst unterhaltsame Spielerfahrungen zu schaffen.

Im Bereich der Mobile Games wäre der Ansatz, den Netflix wohl verfolgen will, mit Sicherheit eine willkommene Abwechslung für viele. Gerade das Verzichten auf Mikrotransaktionen und Werbung dürfte das Spielen auf dem Smartphone um einiges stressfreier machen. Generell gibt es derzeit eine gewisse Bewegung gegen In-Game-Käufe, auch Microsoft begrenzt auf der Xbox Series X die Mikrotransaktionen. Ob und wie Netflix sich an seine Versprechen hält, kann sich allerdings erst im Laufe des nächsten Jahres zeigen.

Rubriklistenbild: © Davor Puklavec/PIXSELL/Imago Images/Netflix (Montage)

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