Das falsche Euter gemolken.

New World: Kühle gemolken und Bann kassiert – Streamerin entschuldigt sich

  • Joost Rademacher
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Die Beta von New World zieht auf Twitch viel Aufmerksamkeit auf sich. Bisher größter Aufreger scheint der Bann einer Streamerin wegen Kühe melken zu sein.

Seattle, Washington – Online-Rollenspiele sind eine komplexe Angelegenheit. In den riesigen Welten, die Entwicklerstudios für die Tausenden Spieler:innen bauen, die sie bevölkern sollen, kann es gerne mal zu dem ein oder anderen Schluckauf der Spielsysteme kommen. Besonders in Testphasen während der Entwicklung gehen manche Dinge noch ein wenig durcheinander – so im Moment auch bei New World. Eine Streamerin auf Twitch hat in dem MMORPG von Amazon einen Permabann erhalten, nur weil sie eine Kuh gemolken hat.

Release (Datum der Erstveröffentlichung)31. August 2021
Publischer (Herausgeber)Amazon Game Studios
Serie-
PlattformWindows
EntwicklerAmazon Game Studios, Double Helix Games
GenreMMORPG

New World: Bann wegen Kuh – Holpriger Start in die Beta zeigt sich bei Twitch-Streamerin

New World ist das größte und im Moment wohl meisterwartete Projekt der neuen Amazon Game Studios. Die Gaming-Sparte des Riesenunternehmens aus Seattle hat bisher eher wenig Erfolg mit ihren Titeln gehabt, man denke nur mal an das gescheiterte Crucible. Vergangene Woche, am 20. Juli 2021 ist schließlich die Beta des seit mehreren Jahren in Entwicklung befindlichen MMORPG an den Start gegangen. Mit kleineren Fehlern ist für eine Betaphase natürlich zu rechnen, aber New World scheint noch in einem ziemlich groben Zustand zu sein. Bleibt abzuwarten, ob es Potenzial hat, einen Platz unter den 25 besten Rollenspielen aller Zeiten zu bekommen.

Twitch-Streamerin AnnieFuchsia hat ihre ersten Stunden in der Beta von New World live gestreamt und dabei kam das Chaos der Vorabversion richtig gut – oder in ihrem Fall schlecht – zum Vorschein. New World bietet seinen Spieler:innen die Möglichkeit, sich eine eigene Existenz aufzubauen, zum Beispiel eine Farm, und dort Kühe zu melken. AnnieFuchsia wollte so auch im Spiel während des Livestreams ihre eigene Kuh Bessie melken. Von der Aktion erhielt sie aber viel mehr als nur Milch. Aus einem unerfindlichen Grund verpasste das Spiel ihr nur wenige Sekunden danach einen permanenten Bann.

New World: Streamerin bringt urkomische Entschuldigung – Entwickler hebt Bann auf

Da saß AnnieFuchsia also, mitten in ihrem Livestream auf Twitch, und wurde gerade fürs Kühe melken von New World gebannt. Die Bann-Benachrichtigung alleine war so witzig wie irritierend. Als Grund für den Permabann gab die Benachrichtigung im Spiel nur „Du wurdest gebannt“ an, mehr über ihr Fehlverhalten erfährt die Streamerin nicht. Noch besser kommt es, als auffällt dass „Permanent Ban“ in der Benachrichtigung falsch geschrieben wurde. Stattdessen prangt in New World ganz dick „Permenant Ban“ auf dem Bildschirm von AnnieFuchsia.

Twitch-Streamerin melkt Kuh in New World: Permabann – Ihre Reaktion ist Comedy Gold

Die Streamerin, die auf Twitch über 290.000 Follower verzeichnet, hat den Permabann aus New World immerhin mit Humor genommen. Auf YouTube wandte sie sich später an ihre Zuschauer:innen sowie das Entwicklungsteam bei Amazon Game Studios. Sowohl die Situation mit der Kuh, als auch die klassischen Klischees einer „YouTube Apology“ nahm sie dabei auf herrlichste Weise aufs Korn. Ihre größte Waffe: Kuh-Wortspiele. „I udderly deserve the ban“ stieg AnnieFuchsia in das Video ein. „There‘s just too much at steak“ führt sie weiter aus und hängt noch viele, viele weitere Puns hinten dran. In ihrer Community kommt das Video natürlich super an.

Es hat sich für AnnieFuchsia und ihren Account für New World schließlich alles zum Guten gewendet. Twitch-Kollege und WoW-Ikone Asmongold hat vom kontroversen Kuh-Bann mitbekommen und sich an die Entwickler:innen der Amazon Game Studios gewandt. Der Bann des Accounts wurde daraufhin in kürzester Zeit wieder entsperrt. Da hat die Streamerin wohl tierisches Glück gehabt. Die Beta von New World läuft noch ein paar Tage und hat trotz Fehlern einige Zusprache von Spieler:innen erfahren. Anders getroffen hat es den Resident Evil-Multiplayer RE:Verse, der nach seiner Betaphase mehrmals verschoben wurde.

Rubriklistenbild: © Twitch: AnnieFuchsia/Amazon Game Studios (Montage)

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