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NFT: Blizzard erteilt Krypto-Objekten eine saftige Absage

  • Jonas Dirkes
    VonJonas Dirkes
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Blizzard-Chef Mike Ybarra zeigt auf Twitter klare Kante beim Thema Krypto. Vor Kurzem fürchteten sich Spieler und Spielerinnen vor NFTs in Overwatch und Co.

Kalifornien – Krypto, NFT und Co. sind noch immer das Gesprächsthema der Stunde. Spieler und Spielerinnen sind im Allgemeinen aber nicht sonderlich gut auf die dezentralisierten Besitztümer zu sprechen. Dennoch reißen die Nachrichten über Publisher, die mit der Idee NFT liebäugeln, nicht ab. Nahezu wöchentlich gibt es neue Meldungen zu Zukunftsplänen in der Gaming-Branche, die NFT und Krypto beinhalten. Im Visier der misstrauischen Gamer war zuletzt Kultentwickler Blizzard. Nun gab Mike Ybarra, Blizzards aktueller Chef, aber erst einmal Entwarnung: NFT ständen nicht auf der Agenda des Entwicklers und Publishers.

Name des UnternehmensActivision Blizzard, Inc.
HauptsitzSanta Monica, Kalifornien, USA
Gründung09. Juli 2008
GeschäftsführungRobert Kotick
Mitarbeiterzahl9.200 (2019)
Umsatz8,09 Milliarden USD (2020)

Blizzard: Aktuell ist beim Entwickler wohl keine NFT-Einbindung in Planung

Warum glaubten Gamer, dass Blizzard bald auf NFT setzen könnte? Die Sorge um den Einzug von Blizzard in das Krypto-Geschäft war für Spielerinnen und Spieler nicht unbegründet. Vor Kurzem fragte der Entwickler aus Kalifornien seine Fans über eine Umfrage, wie sie zum heiß umkämpften Thema NFT stehen würden. Andere Fragen drehten sich in der Umfrage um Bereiche wie Virtual Reality, Crossplay oder Augmented Reality im Gaming. Auch kryptobasierte Play to Earn Games waren Teil des Fragebogens. Die Gaming-Gemeinde verfiel nach Bekanntwerden der Blizzard-Umfrage direkt in Panik. Für sie war klar: Blizzard testet wie die Spielerschaft zum Thema Krypto im Gaming eingestellt ist und überlegt schon bald NFT in ihre Spiele einzubauen.

Wird es bald NFT in Blizzard-Spielen geben? Derzeit sieht es so aus, als könnten Gamer erst einmal aufatmen. Allzu schnell dürften NFT nicht in Overwatch, World of Warcraft oder Hearthstone integriert werden. Blizzard scheint aktuell keine Pläne zu haben, in das Krypto-Geschäft einzusteigen. Das bestätigte nun zumindest Blizzard-Chef Mike Ybarra auf Twitter. Unter einer Story von VGCs Andy Robinson zur Krypto-Umfrage von Blizzard, postete Ybarra ein kurzes aber unmissverständliches: „Niemand macht NFTs.“ Damit scheint die Krypto-Panik um Blizzard fürs Erste einmal gebannt. 

Blizzard: Die Angst der Spieler und Spielerinnen vor Krypto und NFT

Warum hassen Gamer NFTs in Videospielen so sehr? Wie einst beim Einzug der berühmt-berüchtigten Mikrotransaktionen, fürchtet man eine zunehmende Kapitalisierung des Gamings, sollten NFT breitflächig in Videospiele integriert werden. Spiele könnten so möglicherweise nur noch in ihrem angedachten Zustand gespielt werden, wenn zusätzliche NFT-Items gekauft werden, die sich nicht alle Gamer leisten werden können.

Blizzard: Klare Abfuhr nach Krypto-Panik – „Niemand macht NFTs“

Bei Blizzard könnte das ein Stück Land in World of Warcraft oder eine besondere Karte in Hearthstone bedeuten. Nur wer massig Geld in ein Spiel wirft, könne so noch erfolgreich sein. Zudem besitzen NFT immer den Status eines Spekulationsobjekts, der mit seiner finanziellen Natur dem Gaming den Spaß und die Leichtigkeit nehmen könnte. Blizzard machte bei diesem Thema in der Vergangenheit bereits eigene Erfahrungen mit dem gescheiterten Echtgeldauktionshaus in Diablo.

Abseits dessen sind Technologien, die auf der Blockchain basieren, echte Dreckschleudern für die Umwelt. Allein der Energieaufwand für eine einzige Transaktion eines NFT ist enorm. Gamer beäugen den Einzug dieser „Zukunftstechnologien“ daher kritisch. Ein Dorn in vielen Augen ist bei einigen auch das Metaverse, mit dem sich derzeit viele Publisher beschäftigen. So soll Sony für ihre PS5 planen, einen leichten Einstieg ins Metaverse dank PSVR2 zu ermöglichen.

Rubriklistenbild: © Activision Blizzard/Pixabay

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