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Stiftung Warentest: "Fortnite", "Minecraft" und Co. mit bedenklichem Kinderschutz.

Vorwurf: Mangelnder Kinderschutz

"Nichts für Kinder": Stiftung Warentest vernichtet "Fortnite", "Minecraft" und Co.

"Mehr als bedenklich": So lautet das vernichtende Urteil der Stiftung Warentest zu 14 der beliebtesten Smartphone-Spiele. Darunter "Fortnite", "Minecraft" und mehr.

Kindliche Klötzchenwelten und buntes Battle-Royale auf dem Prüfstand. In der aktuellen Ausgabe hat sich Stiftung Warentest 14 der beliebtesten Spiele fürs Handy zur Brust genommen und auf ihren Kinderschutz hin untersucht. Darunter fallen auch die beliebten Smartphone-Ableger von "Fortnite" und "Minecraft" sowie der Augmented Reality-Hit "Pokémon GO". Das Urteil fällt vernichtend aus. Keine der Spiele-Apps konnte überzeugen.

Beliebte Spiele fürs Smartphone: In sechs Kategorien von Stiftung Warentest geprüft

Die "Multimedia-Experten" von Stiftung Warentest wollten herausfinden, wie kindgerecht erfolgreiche Apps auf dem Smartphone sind. Tägliche Nutzer, Umsatzstärke und Downloadzahlen spielten für die Wahl der Applikationen eine Rolle. In Kooperation mit Jugendschutz.net wurden die Spiele anschließend in sechs Kategorien auf die Probe gestellt:

  • Kindgerechte Inhalte
  • Sichere Nutzung
  • Meldung von Verstößen
  • In-App-Käufe
  • Werbung
  • Datenschutz

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Durchgefallen: "Fortnite", "Minecraft" und Co. nicht kindgerecht

"Keine einzige App können wir empfehlen", lautet das erschütternde Fazit der Untersuchungen. Überraschend: "Fortnite", "Minecraft" und Co. weisen nicht nur massive Probleme mit dem Datenschutz auf, sondern zeigen darüber hinaus auch in unerwarteten Bereichen eklatante Mängel. Im Test stieß das Team etwa auf Mitspieler mit rechtsextremen Pseudonymen ("Judentöter, Siegheil") oder Verweisen auf pornografische Webseiten im Namen.

Die Möglichkeit, Verstöße beim Anbieter zu melden, gebe es zwar, doch sei sie alles andere als leicht zu finden, geschweige denn zu bedienen. Kritik hagelt es außerdem bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) und In-App-Käufen. Laut DSGVO müssen Datenschutzerklärungen für Dienste, die sich an Kinder richten, so formuliert werden, dass sie jedes Kind versteht. Im Test war dies nur bei 10 der 14 Apps der Fall. 

Außerdem "fordern etliche Spiele direkt zum Kauf auf – oder drängen indirekt", heißt es weiter. "Minecraft" mache sich beispielsweise durch intransparente Mikrotransaktionen schuldig. Das Fazit: 13 der 14 geprüften Smartphone-Spiele stufte Stiftung Warentest als "inakzeptabel" ein. Lediglich "Pokémon GO" vom kalifornischen Studio Niantic konnte sich auf den Status "bedenklich" retten.

Stiftung Warentest: Welche Spiele wurden geprüft?

Insgesamt umfassten die Untersuchungen 14 Apps, 13 davon sowohl auf iOS als auch Android zu finden. Einige der Spiele werden im entsprechenden Store für Kinder ab 0 Jahren angeboten, die höchste Altersempfehlung lag bei 12 Jahren.

  • "Angry Birds 2"
  • "Brawl Stars"
  • "Candy Crush Soda Saga"
  • "Clash of Clans"
  • "Clash Royale"
  • "Empires & Puzzles"
  • "Fortnite"
  • "Helix Jump"
  • "Homescapes"
  • "Minecraft"
  • "Pokémon GO"
  • "Roblox"
  • "Subway Surfers"
  • "Temple Run 2"

Welche Konsequenzen die Anbieter aus den Untersuchungen der Stiftung Warentest ziehen, bleibt vorerst Unternehmenssache. Im offiziellen Testbericht wird Eltern abschließend geraten, In-App-Käufe direkt über das Smartphone zu blocken oder auf Programme zur Kindersicherung zurückzugreifen.

"Fortnite" beispielsweise setzt weiterhin auf kindgerechte Optik und hat gerade eine neue Skin-Reihe zu einem der beliebtesten Superhelden gestartet. Wie Sie die garantiert jugendfreien Batman-Skins in "Fortnite" freischalten, erfahren sie im Guide zu den Aufgaben.

Ebenfalls spannend: "Fortnite": Das sind die 20 reichsten Spieler der Welt.

Von Christian Böttcher

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