Nintendo: Analyst rät zu Veröffentlichung auf Xbox One und PlayStation 4

  • INGAME Redaktion
    VonINGAME Redaktion
    schließen

Michael Pachter, seines Zeichens Analyst, ließ es sich nicht nehmen erneut über den Misserfolg von Nintendos Wii U zu reden. Ginge es nach ihm, sollte der japanische Konzern darüber nachdenken seine Spiele auch auf Xbox One und PlayStation 4 zu veröffentlichen und dafür den Wii-Nachfolger einzustellen.

Unmoralische Angebote werden am laufenden Band ausgesprochen. Ob man nun anbietet eine Million Dollar für eine Nacht mit Diana zu zahlen,  Unsummen für Waffen und Panzer zu offerieren oder gewisse "väterliche" Angebote, die man nicht ablehnen kann und nicht ablehnen sollte. Auch Michael Pachter unterbreitete ein solches Angebot und rät Nintendo dazu, die eigenen Spiele auf den Plattformen der Konkurrenz zu veröffentlichen.

Zugegeben, die Wii U verkauft sich seit mehr als einem Jahr nicht sonderlich erfolgreich. Zugegeben, Nintendo rechnet nicht mehr damit, dass sich die Wii U in Zukunft besser verkaufen wird und gab bereits eine Gewinnwarnung aus. Doch deswegen gleich einen Pakt mit dem Teufel eingehen? Ich bin sehr zufrieden mit meiner Wii U und auch wenn es an hochkarätigen Spielen fehlt, hat sie durchaus ihre Existenzberechtigung. Das Teil hat immerhin ein Tablet-Gamepad! Ein Tablet Gamepad!!! Das muss doch einfach etwas wert sein. Und es hat Mario, Luigi, Link und bald auch die neue Bayonetta.

Ok, eigentlich wollte Nintendo bis zum Ende des Geschäftsjahres im März 9 Millionen Konsolen und 38 Millionen Spiele verkaufen. Dass solche Zahlen nicht unmöglich sind beweisen momentan die Konkurrenten von Microsoft und Sony und auch Nintendo selbst hat es mit der Wii bewiesen. Doch warum möchte kaum jemand ein Exemplar dieser tollen technologischen Errungenschaft in Besitz nehmen? An der schwachen Spielauswahl, dem zum Launch zu hohen Preis und dem technischen Rückstand gegenüber der Konkurrenz kann es ja wohl kaum liegen. Und kommt mir jetzt nicht mit dem Fakt, dass die Wii noch immer deutlich günstiger ist, mehr Spiele bietet und die Nintendo-Anhänger seit jeher nicht gerade die Grafik-Nerds sind. Oder das die Wii U immer noch nicht in der Lage ist CDs, DVDs oder Blu-Rays zu lesen. Firlefanz!

Jetzt rechnet Nintendo jedenfalls nur noch mit 2,8 Millionen Konsolen und 19 Millionen Spielen. Grund genug für Captain Foresight alias Michael Pachter seinen Umhang anzulegen und sich als Held zu inszenieren. Wenn der japanische Konzern nicht langsam mit Gegenmaßnahmen den Abwärtstrend aufhält, sieht die Zukunft schwarz aus. Und damit bezieht er sich nicht auf die Gewinnzahlen. Nintendo wäre ihm zufolge besser beraten, wenn sie die Unterstützung und Produktion der eigenen Konsole einstellen und stattdessen Spiele für die Xbox One und die PlayStation 4 entwickeln. Ähnlich also wie seinerzeit Atari und Sega. Das alte Geschäftsmodell einschließlich eigener Hardware die mit exklusiver Software gefüttert wird sei wirtschaftlich nicht mehr praktikabel.

"Nintendos Software wird zwar weiterhin erstklassig sein, aber die Konsolen-Hardware ist nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Wii U ist bei einem Vergleich mit der PS4 und Xbox One, die von Sony und Microsoft angeboten werden, under-powered. Und auch im Bezug auf den Preis, der mit den neuen Konsolen vergleichbar ist, ist sie nicht mehr konkurrenzfähig. Wir sind nicht der Meinung, dass sich Nintendo aus dem Konsolengeschäft zurückziehen sollte, aber sie sollten das Geschäft mit der Wii U überdenken und zurück zum Zeichenbrett gehen," so Captain Foresight.

"Sollte Nintendo die Wii U einstellen, würde das Unternehmen beim bisherigen Geschäftsmodell keine Software mehr verkaufen. Wir sind der Meinung, dass sie dieses Modell überdenken und zu dem Schluss kommen sollten, ihre proprietäre Konsolensoftware auf andere Plattformen zu bringen, bis sie in der Lage sind, eine neue Konsole zu veröffentlichen. Und sobald Nintendo eine neue Konsole auf dem Markt hat, dann würde es unserer Meinung nach Sinn machen, die PS4 und Xbox One nicht weiter zu unterstützen, um wieder ein proprietärer Software-Entwickler zu werden." Alles klar, Herr Pachter. Die netten Männer mit den weißen Kitteln sind gleich bei Ihnen.

Oder irre ich mich und ihr würdet dieses Experiment ebenfalls wagen? Habt ihr einen Ratschlag für Nintendo? Dann ab in die Kommentare damit!

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare