Schluss mit Hacks

Nintendo: Switch-Hacker und Modder sind ein Problem– FBI greift jetzt ein

Nintendo geht schon seit langem gegen Hacker und Modder ihrer Switch-Konsole vor. Nun greift sogar das FBI im Kampf ein und hilft dem japanischen Unternehmen.

  • Nintendo versucht schon seit Jahren, gegen Hacker und Modding auf seinen Konsolen und Spielen anzugehen.
  • Regelmäßig klagt das Unternehmen gegen Einzelpersonen, um Piraterie und illegale Hacks mit seinen Produkten zu verhindern.
  • Auch das FBI schaltet sich in Nintendos Kampf gegen Hacker ein – Und konnte jetzt ein paar wichtige Festnahmen machen

Kyoto, JapanNintendo versteht keinen Spaß, wenn es um Schindluder mit seinen eigenen Produkten geht. Seit Jahren geht das japanische Unternehmen rigoros gegen Hacker und Modder gleichermaßen vor. Seien es gemoddete Nintendo Switch-Konsolen, die Raubkopien wiedergeben können oder selbst entwickelte Versionen bekannter Nintendo-Spiele – der Spielehersteller schreckt selten vor einer Klage zurück. Bei seinen aktuellen Bemühungen bekommt Nintendo sogar Unterstützung vom FBI. Die Zusammenarbeit trägt nun schon Früchte und hat für erste Festnahmen gesorgt.

CEOShuntarō Furukawa
GründerYamauchi Fusajirō
Gründung23. September 1889
Umsatz1,309 Billionen JPY
ZentraleKyoto, Japan

Nintendo: Klagen gegen Switch-Hacker und Online-Verkäufer – FBI involviert

Schon 2007 hat Nintendo eine Großoffensive gegen Raubkopien für den Nintendo DS gestartet. Damals waren die R4-Karten weit verbreitet, auf denen eine Vielzahl raubkopierter Spiele gespeichert werden konnte. Infolgedessen wurden die Karten in vielen Ländern verboten und viele ihrer Vertreiber verklagt. Die Bemühungen Nintendos ziehen sich aber auch bis in dieses Jahr. Noch im Mai 2020 klagte das Unternehmen mit Sitz in Kyoto, Japan gegen Uberchips, einen Onlinehändler, der gemoddete Nintendo Switch-Konsolen verkaufte. Ende letzten Monats hat Nintendo die Klage gewonnen – und erhält 2 Millionen Dollar Schadensersatz.

Der Onlineshop von Uberchips ist seitdem ebenfalls geschlossen. Nintendo reichte das aber noch nicht und hat die Hacker hinter den gemoddeten Switch-Konsolen ins Visier genommen. Diese gehören zur Gruppe Xecuter, die früher schon unter anderen Namen wie Gateway 3DS, Stargate oder Classic2Magic agierten und hauptsächlich Produkte von Nintendo hacken. Kein Wunder, dass diese Gruppe dem japanischen Unternehmen ein Dorn im Auge ist, auch weil es derzeit möglicherweise an einer Pro-Version der Nintendo Switch arbeitet.

Nintendo: FBI liefert Unterstützung im Kampf gegen Hacker

In einem Versuch, die Mitglieder von Xecuter dingfest zu machen, hat Nintendo zudem Hilfe vom amerikanischen FBI und Homeland Security bekommen. Mit Erfolg – Das FBI konnte drei der Hacker festnehmen und vor Gericht stellen, berichtet das Department of Justice über Xecuter. In der offiziellen Meldung ist von zwei Festnahmen die Rede, seitdem wurde noch ein weiteres Mitglied von Xecuter ausfindig gemacht und angeklagt. Den Hackern werden 11 Vergehen vorgeworfen, unter anderem Überweisungsbetrug und Verbreitung von Mitteln zur Umgehung technologischer Maßnahmen. Zwei der Mitglieder wurden im Ausland gefasst.

Nintendo: FBI und Spielehersteller nehmen Hacker hoch

Es muss aber nicht immer Nintendo sein, das am längeren Hebel im Gericht sitzt. Immer wieder haben Fans der Nintendo Switch Probleme mit den Joy-Cons und dem berüchtigten Joy-Con Drift. Nintendo hat sich zwar offiziell entschuldigt, aber nachdem ein Switch-Spieler mehrfach seine Controller eingeschickt und trotzdem kaputt zurückbekommen hatte, ging er vor Gericht. Seine Geschichte hat der Kläger auf Reddit geteilt – und hat eine Menge Zustimmung vom Rest der Community erhalten. Ob Nintendo sich dem Problem auf einer eventuellen Pro-Version der Switch annimmt, bleibt abzuwarten. – JR

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke /dpa

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