Damit konnte niemand rechnen

Nintendo Switch: Hacker FBI verhaftet – Fund auf Laptop schockiert Ermittler

  • Adrienne Murawski
    vonAdrienne Murawski
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Das FBI in den USA hat es nun endlich geschafft einen Nintendo-Hacker zu verhaften. Doch die Funde auf seinem Laptop schockierten die Ermittler.

  • Bereits als Jugendlicher konnte er sich in die Nintendo Server einhacken.
  • Damals veröffentlichte er unter anderem geheime Informationen zur nicht releasten Nintendo Switch.
  • Bei einer erneuten Hausdurchsuchung fanden die FBI-Beamten aber wesentlich Schlimmeres auf seinem PC.

Palmdale, Kalifornien – Bereits vor einigen Jahren machte ein junger Hacker dem japanischen Konzern Nintendo mächtig zu schaffen, da er geheime und vertrauliche Daten auf den Servern anzapfte und diese teilweise veröffentlichte. Dazu zählten auch Informationen zur dahin unveröffentlichten Nintendo Switch. Obwohl der Hacker Besserung gelobte, schlug er nun erneut zu. Bei einer Durchsuchung fanden FBI-Beamte jedoch nicht nur wertvolle Informationen zu Nintendo, sondern auch andere abscheuliche Dinge.

Name des UnternehmensNintendo Co., Ltd.
GründerYamauchi Fusajiro
Gründung23. September 1889 in Kyoto, Japan
CEOShuntaro Furukawa
FirmensitzKyoto, Japan
Umsatz12 Milliarden Dollar (Fiskaljahr 2019/2020)

Nintendo: Hacker bekennt sich schuldig

Ein amerikanischer, jugendlicher Hacker namens Ryan Hernandez hat Nintendo die letzten Jahre ganz schönen Ärger bereitet. So hat er sich bereits 2016 mithilfe einer Phishing-Software in die Nintendo Server eingeschleust und wertvolle Informationen zur Nintendo Switch und anderen unveröffentlichten Produkten gestohlen und in den sozialen Medien verbreitet. Nachdem er vom FBI im Oktober 2017 in seinem Zuhause interviewt wurde, versprach er diesen sich nicht mehr in die Nintendo Server einzuhacken und Daten zu stehlen. Leider hielt sich Hernandez nicht an sein Versprechen und hackte sich weiterhin in verschiedene Server von Nintendo, um Informationen über unveröffentlichte Spiele, Produkte, Konsolen und Entwicklertools zu erhalten.

Diese Informationen teilte er unter den Pseudonymen RyanRocks oder Ryan West auf Twitter und einem eigenen Discord-Channel, genannt „Ryan‘s Underground Hangout“. Dort stiftete er wohl auch andere dazu an, sich in die Nintendo Server einzuhacken und geheime Informationen zu leaken. Mehr als drei Jahre hackte sich Hernandez in die Server ein und wurde letzten Endes im Juli 2019 erneut vom FBI besucht. Während der Hausdurchsuchung sicherten die FBI-Beamte verschiedene elektronische Geräte, darunter eine externe Seagate-Festplatte, welche tausende geheime Nintendo Dateien bezüglich Spielen, Konsolen und Produkten enthielt, sowie ein Apple MacBook und zwei Nintendo Switch Konsolen. Insgesamt soll der Schaden für Nintendo bei über $5.000 liegen.

Nintendo: Haftstrafe für Hacker – doch FBI findet noch Schlimmeres

Nintendo: Hacker hatte nicht nur geheime Nintendo-Daten gespeichert

Doch bei der Durchsuchung der elektronischen Geräte kamen nicht nur tausende Nintendo-Daten ans Licht, die Hernandez niemals hätte besitzen dürfen, sondern auch anstößige Inhalte von Kindern und Jugendlichen. Laut den Angaben des Gerichtsbeschlusses (Triggerwarnung: sexueller Missbrauch) wurden geschätzte 669 Bilder und 968 Videos gefunden, die sexuelle (Miss-) Handlungen von Minderjährigen zeigen. Diese Dateien betitelte der Hacker sogar noch mit „Bad Stuff“ (zu Deutsch „Schlimme Sachen“) und in Unterordner mit den Bezeichnungen „cute“ („süß“), „okish“ („ganz okay“) und weitere sortiert. In einigen Fällen waren die dargestellten Kinder noch nicht einmal 12 Jahre alt.

Der Hacker, Ryan Hernandez, hat sich bereits zu allen Anschuldigungen als schuldig bekannt und erwartet nun eine Haftstrafe von drei Jahren. Das Gericht empfiehlt außerdem, Hernandez in einer Anstalt für Insassen mit kognitiven Problemen unterzubringen. Nach dem Verbüßen der Haftstrafe wird Hernandez als Sexualstraftäter registriert und für sieben Jahre unter Beobachtung gestellt. Außerdem muss er knappe 260.000 US-Dollar Schadensersatz an Nintendo zahlen.

Nintendo ist bekannt dafür, mit Hackern und Moddern kurzen Prozess zu machen – im Hernandez-Fall konnte Nintendo mit der Anklage womöglich noch Schlimmeres, als reines Hacking und Daten-Leaking, verhindern. Zuletzt wurde von Nintendo eine Collector‘s Edition zu Zelda Breath of the Wild 2 geleaked.

Rubriklistenbild: © Nintendo/pixabay (Montage)

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