Gerade läuft vieles schief

Pokémon GO: 4 Verbesserungen die sich jeder Trainer von Niantic wünscht

  • Noah Struthoff
    VonNoah Struthoff
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Pokémon GO begeistert seit vielen Jahren die Fans. Doch es gibt 4 ganz bestimmte Dinge, die sich viele Trainer von Niantic schon lange als Verbesserung wünschen.

Hamburg Pokémon GO und ich. Das war Liebe auf den ersten Blick. Doch nach fast fünf Jahren fängt es an zu kriseln. Wie so oft sucht man die Schuld beim Anderen und genau das mache ich jetzt auch mit Pokémon GO. Die Corona-Zahlen sinken und die Ausgangssperren werden aufgehoben – ich bin eigentlich hoch motiviert und doch schafft es Pokémon GO aktuell nicht, dass ich stundenlang auf meinem Smartphone kleine Monster fange und durch die Straßen ziehe. Schuld daran sind für mich vier Gründe, die das Spiel total falsch macht.

Name des SpielsPokémon GO
Release (Datum der Erstveröffentlichung)06. Juli 2016
PublisherNiantic
SeriePokémon
PlattformenAndroid, iOS
EntwicklerNiantic
GenreAugmented Reality, Mobile

Pokémon GO zieht alles künstlich in die Länge und das stört extrem

Es war ein regnerischer Abend im Februar 2017, als ich meinen besten Moment in Pokémon GO erlebt habe. Mein Handy vibrierte und ich bekam die Nachricht, dass plötzlich neue Pokémon in der Wildnis auftauchten. Die 2. Generation ist da! Ich rannte wie besessen nach draußen und fing drei Stunden lang Monster wie Weberak, Ledyba und Hoothoot. Es gab endlich neue Pokémon und die Schatten der Monster in meiner Nähe wurden nicht weniger. Niantic hatte an dem Abend tatsächlich fast alle Pokémon der 2. Generation auf einmal veröffentlicht.

Achja, die guten alten Zeiten. Schaut man sich heutzutage die neuen Pokémon an, dann reicht es bei mir meist nicht mal mehr für ein müdes Lächeln. Niantic kam nämlich auf die tolle Idee, dass man neue Pokémon nicht mehr gesammelt veröffentlicht, sondern einzeln und am besten auch nicht gleich in der Wildnis.

2017 kam die 2. Generation fast vollständig auf einmal ins Spiel. Gen 3 und 4 wurden immerhin noch in Wellen veröffentlicht und es gab etwa 20 neuen Pokémon pro Welle zu fangen. Mittlerweile sind wir bei der 6. Generation angekommen und die Monster werden meist nur noch einzeln ins Spiel gebracht. Zuletzt kam Lin-Fu neu zu Pokémon GO. Ein Pokémon mit Entwicklung, was man aktuell ausschließlich aus der PvP-Liga bekommt. Ich kann euch schon mal spoilern, wie es weitergehen wird: In ein paar Wochen taucht Lin-Fu im Forschungsdurchbruch auf und in irgendeinem Event werdet ihr es dann an fast jeder Ecke finden.

Lin Fu und Wie Shu sind die neusten Monster in Pokemon GO.

Man hat einfach das Gefühl, dass Pokémon GO versucht, alles künstlich in die Länge zu ziehen. Ein Release von neuen Pokémon erfolgt nur noch einzeln, Community Days werden wiederholt und manche Pokémon tauchen gefühlt zum 20. Mal in einem Event vermehrt auf. Mir ist klar, dass Niantic auch neuen Trainer:innen die alten Boni geben möchte und das die Entwickler:innen am liebsten ewig neue Inhalte ins Spiel bringen wollen. Die Lösung ist dafür aber nicht, dass man alte Sachen wiederholt, jedoch neue Features nur im Schneckentempo einführt.

Pokémon GO: Die Events werden immer langweiliger

Jede Woche gibt es in Pokémon GO mittlerweile ein Event und das ist auch echt gut. Doch leider nimmt die Qualität der Events immer mehr ab. Events, die mich in den letzten Monaten nach draußen gelockt haben, kann ich an einer Hand abzählen. Dabei tauchen einfach Pokémon auf, die man schon durch zahlreiche Ereignisse zuvor ausreichend gefangen hat. Neue Shinys werden zwar hin und wieder eingeführt, aber nicht selten sind die hinter Eiern, Feldforschungen oder Raids versteckt.

So gab es beispielsweise ein Event rund um das neue Shiny Galar-Zigzachs. Das Pokémon bekam man aber nur aus Raids oder aus der Quest „Gewinne einen Raid“. Man wurde also gezwungen Raids zu machen, wenn man eine Chance auf Shiny Galar-Zigzachs haben wollte. Ähnlich lief es zuvor mit Galar-Ponita, was ebenfalls nur in Raids und Quests verfügbar war. Damals lief es noch schlechter, denn das Shiny war durch einen Fehler einfach mehrere Tage gar nicht verfügbar.

Ich möchte damit nicht auf den Fehlern rumhacken, die Pokémon GO definitiv hat. Mich stört es viel mehr, dass man neue Shinys komplett uninteressant macht, da man sie hinter einer Paywall wie Raids versteckt. Ich freue mich ganz kurz über ein neues Shiny, doch dann sehe ich, dass man es nur in Raids bekommen kann – meine Vorfreude darauf verschwindet blitzschnell.

Pokemon GO: Pikachu und Ash sind sauer.

Die Thematik rund um die Raids machen viele Events für mich einfach noch langweiliger. In den letzten Monaten gab es kaum noch Raid-Bosse, die wirklich spannend waren. So tauchten zuletzt zum wiederholten Mal die Regis in den Raids auf und nun haben wir mit Regigigas zwar ein neues Shiny, doch sonderlich nützlich ist das Monster nicht. Früher habe ich regelmäßig riesige Raid-Touren gedreht, doch aktuell sind die Raid-Bosse meist so ernüchternd, dass ich es nicht mal zur Raid-Stunde schaffe.

Besondere Events trieben mich 2019 und 2020 jede Woche auf die Straßen und ich wollte unbedingt die neuen Shinys fangen oder die seltenen Monster, die dank des Events erscheinen, jagen. Mittlerweile gibt es solche Ereignisse aber nur noch sehr selten. Stattdessen gibt es Wochen, in denen ich am liebsten gar kein Pokémon in meiner Umgebung antippen möchte.

Pokémon GO legt alles auf die PvP-Liga aus – Darunter leidet der Spielspaß

Seit Monaten ist in Pokémon GO ein klarer Trend zu erkennen: Fast alles wird auf die PvP-Liga ausgelegt. Event-Pokémon, neue Attacken oder Anpassungen bei den Boni – alles hat irgendwie positive Auswirkungen auf die PvP-Liga. Ich bin kein großer Fan der Liga, aber freue mich, wenn es dort Anpassungen gibt. Im Gegenzug sollte man aber nicht alle anderen Trainer:innen vergessen.

PvP Liga in Pokemon GO.

Ich kann nur schätzen, aber vermutlich wird ein Großteil der Spielerschaft kaum oder gar nicht in der PvP-Liga spielen. Es gibt nur wenige Trainer:innen, die daran richtig Spaß gefunden haben. In meiner Community spielen nur zwei Trainer aktiv in der Liga und auch in diversen anderen Communitys gibt es ein ähnliches Bild. Die PvP-Liga ist einfach unbeliebt und Niantic versucht offenbar mit aller Kraft dieses Feature in Pokémon GO zu pushen.

Dafür reicht ein Blick auf die vergangenen Community Days. Mit Ausnahme von Kaumalat gab es zuletzt vor allem Community Days, die passend für die PvP-Liga waren. Die Pokémon lernten Attacken, die stark in der PvP-Liga sind, jedoch in Raids eher keine Verwendung haben. Das Gleiche gilt für vergangene Events. Da tauchten Pokémon in der Wildnis auf, die vor allem für die PvP-Liga zu gebrauchen sind. Richtig starke Angreifer für Raids waren in der nahen Vergangenheit eher nicht verfügbar.

Pokémon GO streicht die Boni, die es 2020 so richtig stark gemacht hat

Der letzte Punkt ist besonders aktuell und stößt bei mir auf viel Unverständnis. Für mich wurde Pokémon GO zum Start der Corona-Pandemie nochmal um einiges besser. Ich hab zwar vorher schon echt viel gespielt, aber aufgrund der Corona-Anpassungen gab es Monate, in denen ich mehr als 20.000 Pokémon gefangen habe. Einige dieser Boni sollen in Pokémon GO nun wieder rückgängig gemacht werden und das besorgt mich.

Unter anderem soll der Bonus eingestampft werden, wodurch man PokéStops und Arenen in einem vergrößerten Radius drehen kann. Dadurch konnte ich im letzten Jahr umso leichter meine Item-Vorräte aufstocken und deutlich besser spielen. Nun soll es wieder unnötig kompliziert gemacht werden. Das ergibt für mich überhaupt keinen Sinn, denn diese Änderung war eine deutliche Verbesserung der Spielqualität und nun möchte man sie wieder wegnehmen, nur weil die Corona-Zahlen rückläufig sind?

Stattdessen erlässt man den Trainer:innen weiterhin gnädigerweise die nötigen Kilometer, die man eigentlich für die PvP-Liga laufen muss. Ich würde jetzt wieder ein Fass aufmachen, aber ich habe mich ja schon weiter oben über die Bevorzugung der PvP-Liga aufgeregt.

Diese geplanten Anpassungen regten zuletzt weltweit die Spieler:innen auf. Das ging sogar so weit, dass Mitarbeiter:innen von Pokémon GO beleidigt wurden. Das halte ich natürlich für absoluten Quatsch und den komplett falschen Weg, um seinen Unmut darüber zu verbreiten. Doch es zeigt auch, dass solche Entscheidungen von Pokémon GO einfach total falsch sind.

Ich kann nicht nachvollziehen, dass man den Trainer:innen einige Boni wegnehmen möchte, über die sich niemand beschwert hatte und sogar weltweit gelobt wurden. Damit schneidet man sich nur ins eigene Fleisch, denn meine und die Motivation vieler anderer Trainer:innen wird dadurch sicherlich nicht erhöht.

Rubriklistenbild: © Nintendo

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