Viel Stress in Pokémon GO

Pokémon GO: PokéStop-Änderungen lässt Fans ausrasten – Niantic reagiert

  • Noah Struthoff
    VonNoah Struthoff
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Pokémon GO hatte Corona-Boni erhalten, die Niantic nun wieder rückgängig machen möchte. Die Trainer sind wütend. Nun antwortet der Entwickler auf seiner Webseite der Community.

Update vom 06.08.21 um 10:00 Uhr: Mittlerweile ist viel Bewegung in die Geschichte gekommen. Nachdem Reversal mit dem Abbruch seiner Videos zu Pokémon GO gedroht hat, gab es nun zahlreiche weitere Content-Creator:innen zu Pokémon GO, die auf den Zug aufgesprungen sind. Sie verfassten einen Brief an Niantic, der forderte, dass der Radius zum Drehen von PokéStop dauerhaft erweitert bleibt. Insgesamt wurde der Brief von 28 Content-Creator:innen unterschrieben.

Zusammen mit dem Brief gab es einen großen Aufruhr in der Community. Zahlreiche Trainer:innen unterstützen die Aussagen des Briefs und fordern von Niantic eine Anpassung der veränderten Corona-Boni in den USA und Neuseeland. Einer der besten Trainer der Welt, Brandon Tan, kündigte bereits an, dass er kein Geld mehr in Pokémon GO stecken werde, solange es keine vernünftigen Anpassungen gibt.

Niantic antwortete auf ihrer Website recht schnell auf den Brief aus der Community und ging dabei auf die angesprochenen Probleme ein. So sagen die Entwickler:innen, dass sie den Interaktionsradius der PokéStops auf 40 Meter reduziert haben, weil sie wollen, „dass die Leute sich mit realen Orten in der realen Welt verbinden und Orte besuchen, die es wert sind, erkundet zu werden.“ Dennoch haben sie das Feedback der Community verstanden und wollen nun ein Team zusammenstellen, dass bis zum 1. September eine Lösung findet, was für alle Beteiligten zufriedenstellend ist.

Name des SpielsPokémon GO
Release (Datum der Erstveröffentlichung)06. Juli 2016
PublisherNiantic
SeriePokémon
PlattformAndroid, iOS
EntwicklerNiantic
GenreAugmented Reality, Mobile

Allerdings wird in der Antwort von Niantic nicht erwähnt, dass sie den Radius der PokéStops wieder vergrößern wollen. Die Lösung könnte also auch am 1. September für Unruhe sorgen. EnderWT schreibt auf reddit dazu: „Also nein, sie wollen die Interaktionsreichweite nicht wieder rückgängig machen“ und erhält viel Zuspruch. Es bleibt abzuwarten, wie Niantic am Ende tatsächlich auf die Forderung der Trainer:innen reagiert.

Originalmeldung: Arnheim – Der niederländische YouTuber Reversal aus der Stadt Arnheim gehört zu den größten Persönlichkeiten in Pokémon GO. Seit dem Release des Spiels lädt er regelmäßig Videos zu Pokémon GO hoch und hat sich mittlerweile über 379.000 Abonnent:innen erarbeitet. Nun droht er aber damit, dass er mit Pokémon GO komplett aufhört, wenn Niantic nichts ändert. Damit spricht er die aktuellen Corona-Boni an, die viel diskutiert werden. Seine Drohnung kommt bei der Community gut an.

Pokémon GO: Reversal droht mit Aufgabe – Niantic muss bis Ende August reagieren

Die Kritik von Reversal richtet sich an die Corona-Boni, die Niantic langsam entfernen möchte. In den USA und Neuseeland können Trainer:innen nur noch im halbierten Radius PokéStops drehen und erhalten andere Corona-Boni in Pokémon GO. Diese Änderung soll in ausgewählten Ländern getestet werden und anschließend weltweit eingeführt werden. Genau diese Anpassung kommt bei tausenden Trainer:innen nicht gut an. Auch der YouTuber aus Arnheim scheint damit seine Probleme zu haben. Auf Twitter richtet Reversal einen deutlichen Appell an Niantic. Er schreibt in mehreren Tweets:

 „Die Entfernung der doppelten PokéStop-Distanz ist nichts weniger als ein Schlag ins Gesicht gegenüber der Community von Pokémon GO. Ich werde realistisch bleiben und sagen, ich höre mit Pokémon GO auf, wenn sich nicht so schnell wie etwas ändert. Ich weigere mich über ein Spiel zu berichten, dass nicht das Beste für seine Spieler möchte. Ich liebe Pokémon GO wirklich sehr. Aber ich kann nicht akzeptieren, wie die Dinge aktuell bei Niantic laufen. Ich gebe ihnen noch bis Ende dieses Monats Zeit, um das zu klären, oder ich höre mit Pokémon GO endgültig auf. Ich habe es satt, dass die Community nicht gehört wird, ihr verdient es besser.“

Reversal auf Twitter

Damit findet Reversal sehr direkte Worte und kritisiert damit die aktuellen Maßnahmen von Niantic, die generell in der Kritik stehen. Viele Trainer:innen sind der Meinung, dass es das falsche Signal von Niantic sei, wenn sie Corona-Boni entfernen während die Pandemie noch im vollen Gange ist. Auf reddit und in zahlreichen anderen Foren fordern tausende Spieler:innen, dass die Corona-Boni weltweit erhalten bleiben und zumindest der erweiterte PokéStop-Radius auch nach der Pandemie erhalten bleibt.

Pokémon GO mächtig in der Kritik – YouTuber Spieletrend kündigt sogar die Partnerschaft

Aktuell gibt es viel Stress rund um Pokémon GO. Der größte deutschsprachige YouTuber, Spieletrend, hat sogar seine Partnerschaft mit Pokémon GO gekündigt. Das lag daran, dass er und zahlreiche andere Trainer:innen zu Unrecht in Pokémon GO gebannt wurden. Da Spieletrend mit der Kommuniktion mit Niantic unzufrieden war, folgte die Kündigung.

Relaxo ist sauer in Pokemon GO.

Es gibt aber auch viele andere Trainer:innen, die aktuell unzufrieden mit Niantic sind. Schuld daran ist vor allem die Intransparenz und Entscheidungen gegen das Wohl der Community. Das spricht Reversal ebenfalls in seinem Statement an. Nun bleibt abzuwarten, wie Niantic auf die Kritik reagiert und ob es tatsächlich weiterhin den reduzierten PokéStop-Radius ist ausgewählten Lädern gibt. Sollte das der Fall sein, können wir uns auf mehr Stress in Pokémon GO einstellen.

Rubriklistenbild: © Niantic (Montage)

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