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Pokémon GO: Corona doch kein Todesurteil – Spiel bricht Umsatzrekorde

  • Adrienne Murawski
    VonAdrienne Murawski
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Eigentlich hätte die Corona-Pandemie das Todesurteil für Pokémon GO bedeuten können. Doch entgegen allen Erwartungen bricht das Spiel sogar Umsatzrekorde.

  • Pokémon GO ist seit der Veröffentlichung in 2016 nach wie vor sehr erfolgreich.
  • Während der Coronapandemie hat sich Niantic spezielle Boni einfallen lassen, damit das Spiel auch mit Abstand und von Zuhause spielbar ist.
  • Nun hat Pokémon GO trotz der Coronapandemie einen absoluten Umsatzrekord aufgestellt.

San Francisco, KalifornienPokémon GO schlug bei seiner Veröffentlichung in 2016 ein wie eine Bombe. Kaum ein Spiel war so beliebt und ließ Fans in Scharen zusammen treffen, um Pokémon im echten Leben fangen zu können. Für viele wurde ein Kindheitstraum wahr, denn dank Augmented Reality (AR) konnte man nun in der Nachbarschaft Pokémon sammeln und endlich zum wahren Pokéemontrainer werden. Doch dann kam Corona.

Datum der Erstveröffentlichung6. Juli 2016
EntwicklerNiantic
Aktuelle VersionAndroid: 0.195.0; iOS: 1.161.0; (17. Dezember 2020)
TeamsTeam Instinct, Team Mystic, Team Valor
GenresErweiterte Realität, Location-based Game
SeriePokemon

Pokémon GO: Abstandsregeln halten Fans nicht vom Spielen ab

Das Spielprinzip von Pokémon GO basiert darauf, dass die Spieler sich draußen bewegen müssen, um Pokéstops zu entdecken, in Arenen zu kämpfen, gegen andere Trainer zu kämpfen oder eben wilde Pokémon zu fangen. Daher lag es nahe zu vermuten, dass Niantic während der Coronapandemie Einbußen kassieren würde – schließlich gab es in zahlreichen Ländern Ausgangssperren, Restriktionen und natürlich Abstandsregeln. Da man zum Kämpfen oder Tauschen von Pokémon recht nah beieinander stehen muss und Fans sich während Events zuhauf an einem einzelnen Punkt getroffen haben, war das konventionelle Spielen von Pokémon GO nicht mehr möglich.

Doch wo ein Problem, da auch eine Lösung. Das dachte sich wohl auch Niantic und passte kurzerhand sein Gameplay in Pokémon GO einfach an. So wirkt das Rauch-Item, ein Item das Pokémon anlockt, nun öfter, sodass alle 30 Sekunden ein Pokémon auftaucht anstatt nur jede Minute, und länger, nämlich eine ganze Stunde anstatt nur 30 Minuten. Auch Raids waren bzw. sind dank des Fern-Raid-Passes möglich, ohne dass man sein Haus oder seine Wohnung verlassen muss. Zudem setzte Niantic die Distanzen für das Schlüpfen von Pokémon Eiern herunter, ließ das Kumpel-Pokémon mehr und öfter Geschenke bringen und erweiterte den Tausch-Radius, sodass die Abstandsregeln in jedem Fall eingehalten werden können.

Pokémon GO: Absoluter Umsatzrekord – Pikachu und Co. trotzen Corona

Pokémon GO: Coronapandemie erhöht Handynutzung

So konnte Niantic bereits im November die Umsatzmarke von über einer Milliarde US-Dollar erwirtschaften. Damit hat Niantic den Umsatz des Vorjahres sogar nochmals um 378 Millionen Dollar übertroffen – trotz Coronapandemie. Natürlich spielen dabei Niantics Gameplay-Lösungen eine entscheidende Rolle, aber auch generell wurde das Handy von den meisten Menschen dieses Jahr häufiger genutzt. So stieg die Handynutzung um circa 23 Minuten pro Tag, schließlich wurde es nun noch viel häufiger genutzt, um Kontakt zu halten oder eben auch um sich abzulenken und Mobile Games wie Pokémon GO zu spielen. In China, wo Internetcafés sehr beliebt sind, nutzten die Menschen ebenfalls häufiger ihr Handy, da Internetcafés natürlich geschlossen waren.

So verwundert es nicht, dass Niantic diesen enormen Umsatzrekord in 2020 erwirtschaften konnte und damit zu den Top 5 Spielen gehört, die mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz in 2020 erreicht haben. Dabei ist Pokémon GO tatsächlich das tödlichste Spiel der Welt, wie eine Studie kürzlich herausfand. Wer Zuhause noch mehr Pokémon zocken möchte, kann sich vermutlich bald auf ein neues Spiel freuen, denn ein Leak sagt ein Sinnoh-Remake voraus.

Rubriklistenbild: © Game Freak / Niantic / Pixabay (Montage)

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