Von Bisasam bis Coronospa

Pokémon-Karten Lexikon: Was sind Booster, Displays, Sets, und PSA-Wert?

  • vonLars Bendixen
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Was sind Booster, Displays, Sets und Co? Wir erklären alle Begrifflichkeiten zu Pokémon-Karten und beantworten eure Fragen zu den Sammlerstücken.

  • Der Pokémon-Hype boomt zurzeit.
  • Damit ihr ebenso mitfiebern könnt, haben wir euch die Begriffe: Sets, Booster, Display, Pack und PSA-Wert erklärt.
  • Außerdem: Warum sind die Pokémon-Karten so wertvoll und wie kam die Preisexplosion zustande?

Hamburg, DeutschlandPokémon-Karten feiern zurzeit eine echte Renaissance. Das haben wir vor allem YouTubern und Streamern zu verdanken, welche mit dem Öffnen der Pokémon-Karten Klicks im Millionenbereich machen. Besonders gefragt: Pokémon-Karten der ersten Generation (1st Generation). Denn diese bringen neben dem Kick der Nostalgie auch teilweise einen enormen Wert mit sich. Nicht selten fallen bei Videos und Gesprächen rund um das Thema Pokémon-Karten Begriffe wie: Set, Booster, Display, PSA und Weitere. Damit ihr nicht weiter planlos bleibt, haben wir nun alles Wichtige zusammengefasst, damit auch ihr im Hype versinken könnt.

NamePokémon-Sammelkartenspiel
Erste Veröffentlichung1996
Mindestalter10
SeriePokémon
HerausgeberNintendo, Wizards of the Coast, Hasbro
GenreSammelkartenspiel

Pokémon Lexikon: Wie ist der Pokemon-Hype entstanden und warum sind die Karten so wertvoll?

Fangen wir mit dem Einfachsten an: Wie erhält man Pokémon-Karten? Neue Pokémon-Karten können, wie früher, beim Kiosk in der Nähe erworben werden oder online auf unzähligen Seiten bestellt werden. Möchte man allerdings die eine bestimmte Karte haben, gestaltet sich das Unterfangen schon ein weniger schwieriger. Auch hier gibt es viele verschiedene Online-Shops auf welchen man fündig werden kann. Dabei nicht außen vor zu lassen: eBay. Auf eBay kann man tatsächlich recht faire Preise, auch für die teuersten Pokemon-Karten finden. Zwei weitere Fragen: Warum sind die Pokémon-Karten so begehrt und wertvoll geworden? Und was hat es mit den 1st Edition Pokémon-Karten auf sich?

Zu Ersterem: Nachfrage regelte schon immer den Markt. Bedeutet umso gefragter ein Produkt, desto höher auch das Angebot. Besonders, wenn das Produkt dann auch noch limitiert ist. Denn die wirklich wertvollen Karten werden nicht mehr gedruckt oder sind schon im Vorhinein nur an ausgewählte Personen verteilt worden – zum Beispiel beim Gewinnen eines Turniers im Jahr 1999. Zudem sind auch die neueren Pokémon-Karten durch die Situation unter Covid-19 und den Lockdowns schwierig zu erhalten und meist nur über Online-Shops zu kaufen, was den Preis auch nochmal in die Höhe schießen lässt.

Der aber wohl größte Punkt sind schlichtweg Influencer: Was sie streamen, worüber sie Videos machen, wird zum Trend. Was anfing mit dem YouTuber Logan Paul, schwappte nach Deutschland mit den Twitch-Streamern Papaplatte, Dhalucard und mittlerweile auch Trymacs . Zahlreiche Openings der teuersten Pokémon-Karten entfachten einen Hype, den ein Sammelkartenspiel in der Form noch nie gesehen hatte. Dies wirkte sich natürlich auch auf die Preise aus.

Häufig dabei im Fokus: Die bereits angesprochenen Karten der ersten Generation, genauer gesagt: Das 1st Edition Base Set. Dieses ist so wertvoll, da die Pokémon-Karten einerseits nicht mehr gedruckt werden und es das Erste aller Sets war. Sozusagen die grundlegende Serie. Hier sind zwar nur 102 der 151 Pokémon der ersten Edition vertreten, allerdings befinden sich in den Reihen des Sets meist die teuersten Pokémon-Karten, zum Beispiel das schattenlose Holo-Glurak oder auch Turtok.

Pokémon Lexikon: Was ist ein Display, Box, Booster oder auch Pack?

Wollen wir mit dem Großen Ganzem anfangen und uns ins Kleinteilige herunter arbeiten. Pokémon Displays sind eine Ansammlung von mehreren Boostern. Displays sind auch die deutsche Bezeichnung für Booster Boxen. Habt ihr daher den Begriff Booster Box in englischen Videos aufgeschnappt, könnt ihr diese Ansammlung genauso gut Display nennen. Die Displays sehen aber wahrlich auch boxartig aus und auf ihnen befindet sich meist ein oder mehrere Pokémon in coolem Artwork, welche das Display zieren und damit den Grundton der Box angeben. Daher sind auch nicht selten die besondere Pokémon des Displays auf diesem abgebildet, um die Fans zu locken. Auch der Name ist an diesen angepasst.

Zudem ergänzt das Display das Kartenset und stärkt eure ganze Kartensammlung. In einem Display befinden sich meistens 36 Boosterpackungen oder mehr, selten auch mal 18 oder weniger. Mit Displays hat man eine besonders hohe Chance auf seltene Karten. Einerseits durch die schiere Anzahl an Karten, andererseits dadurch, das eine bestimmte Anzahl an seltenen Karten garantiert enthalten ist. Zum Beispiel hat sich in jedem Display mindestens eine Holo-Karte, manchmal sogar eine holografisch Premiumkarte versteckt. Auch eine gewisse Anzahl an Topkarten sind immer in einem Display enthalten. Außerdem bereitet das Öffnen der Displays eine Menge Vergnügen und kann sehr spannend sein. So spannend, dass etliche von Fans ihren YouTubern und Streamern dabei fieberhaft folgen.

Displays bestehen also jeweils aus Boostern oder auch Packs (auch gerne Packungen genannt). In jeder dieser Packungen sind immer 10 Pokémon-Karten enthalten, davon sind 6 Common (Häufig), 3 Uncommon (Selten) und mindestens eine spezielle Karte, wie beispielsweise eine Holo-Karte. Jedes Boosterpack enthält zudem immer mindestens eine holografische Karte! Die Booster können Fans auch einzeln zu kaufen und besitzen meist das Artwork des Displays. Wer also nicht allzu viel Geld blechen will, sollte auf Booster zurückgreifen, anstatt ein ganzes Display zu kaufen. Dafür ist bei Boostern allerdings mehr Glück gefordert.

Pokémon Lexikon: Was sind Sets und wie erkenne ich die Rarität einer Karte

Ein Set enthält immer eine bestimmte Anzahl von Pokemon-Karten und steht im Kontext zu einem übergeordneten Thema (Theme). Sets sind nichts, was man gezielt kaufen kann. Sondern zu Sets gibt es Displays und Booster. Nehmen wir als Beispiel das Dschungel-Set der ersten Generation. Von diesem Set gibt es 64 Karten. Auch erkennbar an dem Setsymbol, welches bei ganz alten Pokémon-Karten direkt rechts unter dem Bild vom Pokémon liegt, bei Älteren ganz unten rechts in der Ecke und bei den neueren Karten unten links in der Ecke. Neben dem Setsymbol steht immer, welche Zahl der Karte im Set zu gesprochen worden ist und wie viele Pokémon-Karten es insgesamt im Set gibt. Im Beispiel von Dschungel-Goldini 53/64.

Neben dem Setsymbol ist außerdem ein weiteres Symbol abgebildet, welches die Rarität einer Karte anzeigt. Die Common-Karten sind mit einem Kreis markiert, die uncommon mit einer Raute und die seltenen, sowie Holos mit einem Stern. Auch andere Symbole können auf besonderen Pokémon-Karten auftreten. Zurück zu den Sets: Sets werden meist in sogenannten Zyklen releast, welche sich an den Generationen der Pokémon-Spiele und des Animes orientieren. So gibt es beispielsweise den Diamant & Perl Zyklus, welcher von 2007 bis 2009 releast worden ist – also zeitgleich mit den Spielen Pokémon Diamant und Pokémon Pearl aus der Sinnoh-Region. Eine Auflistung von allen Zyklen und Sets könnt ihr bei collect-id.de finden.

Pokémon Lexikon: PSA Wert und Wert der eigenen Karten ermitteln

Wofür steht PSA? PSA ist die Abkürzung für „Professional Sports Authenticator“ und ist mehr oder weniger eine professionelle Bewertungsfirma. Das Unternehmen ist spezialisiert darauf, historische Artefakte zu untersuchen und zu bewerten. Und darunter fallen tatsächlich auch die modernen Pokémon-Karten. Wenn ihr eine Pokémon-Karte von PSA bewerten lassen wollt, wird diese in einen „Case“ (Hartplastikhülle) gesteckt, welcher die Pokémon-Karte davor schützt jeglichen Schaden zu erhalten. Damit ist der Zustand der Karte (PSA-Wert) für die „Ewigkeit“ gesichert. Solltet ihr eure Pokémon-Karten schon vor dem Bewerten schützen lassen wollen, kann es sich lohnen sogenannte Toploader (Kartenhüllen) zu kaufen und die Pokémon-Karte direkt nach dem Ziehen zu „versiegeln“.

Auf jedes Detail der im Case eingeschlossene PSA-Karte einzugehen, wäre für einen simplen Guide zu kompliziert. Alles, was ihr wissen müsst, daher einmal im Schnelldurchlauf: Über dem Case stehen immer nochmal alle Daten zu der Pokémon-Karte, wie Name, PSA-Wert, Erscheinungsjahr, Set und auch PSA-Registrierungsnummer. Mit letzterer könnt ihr die Echtheit der 9 überprüfen. Doch welche PSA-Werte gibt es und woran wird der Wert gemessen? Der höchste ideal zu erreichende PSA-Wert ist 10, auch Gen Mint 10 genannt. Von dort aus kann es nur noch in 0,5 Schritten nach unten gehen. PSA-Werte unter 8 sind allerdings nur sehr selten vorzufinden, da man natürlich auch nur die Pokémon-Karten einschicken sollte, die wertvoll sein könnten und sich im halbwegs guten Zustand befinden. Meint: Keine Eselsohren, keine Kratzer, keine leichten Einschnitte, im Idealfall sollte die Pokémon-Karte eben so aussehen, als würde sie gerade frisch gezogen werden.

Problem ist: Auch frisch gezogene Pokémon-Karten entsprechen nicht immer dem PSA-Wert 10, trotzdem solltet ihr die Karten stets behutsam aus den Boostern hervorziehen. Nach folgenden 4 Kriterien bewertet PSA die Karten:

  • 1. Card Centering (Zentrierung der Karte) – An diesem Zustand könnt ihr nichts ändern. PSA untersucht bei jeder Pokémon-Karte, ob die Kartenzentrierung gelungen ist. Sollte dies nicht der Fall sein erhält die Karte den Vermerk OC (Off-Centered, ungenaue Zentrierung). Allerdings versaut dies meist nicht großartig den PSA-Wert der Karte. Manche Sammler suchen sogar gezielt nach „OC“-Karten.
  • 2. Corners (Ecken) – Die Ecken der Pokémon-Karten können einen wichtigen Ausschlag über den PSA-Wert geben. Sind sie Beispielweise geknickt, geht es gleich mehrere Noten nach unten.
  • 3. Edges (Kanten) – In welchem Zustand sie die Kanten? Sind sie beschädigt, gibt es deutlich Abzüge. Lässt sich nur ein leichter silbernen Rand feststellen hat dies aufgrund der Druckqualität der älteren Karten keine große Auswirkung.
  • 4. Surface (Oberfläche) – Oberflächen sind bei PSA ein sehr sensibles Thema. Minimale Kratzer auf der Oberfläche werden knallhart bestraft und so sind manche verwundert, weshalb ihre nahezu perfekte Karte keine PSA 10 Gen Mint erhält. Besonders Holo-Karten werden hier bis ins kleinsten Detail kontrolliert.

Doch was bringt schlussendlich die ganze Bewerterrei von PSA dem Besitzer der Karten selbst? Zu einem ist die Pokémon-Karte dadurch authentifiziert und kann schneller an den Mann gebracht werden, zum anderen ist auch mit einer Wertsteigerung der Karte zurechnen. Für die reine PSA-Bewertung wird mindestens 20 Euro auf den Preis draufgepackt. Und Pokémon-Karten mit hohem PSA-Wert gehen für Einiges mehr weg, besonders was ohnehin schon seltene Karten betrifft. Ihr wollt den Wert eurer Pokémon-Karten auch schon ohne PSA-Bewertung ungefähr herausfinden? Wir zeigen euch, wie ihr den Wert eurer Pokemon-Karten selbst ermittelt.

Rubriklistenbild: © Pokémon Company / Lars Bendixen

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