Pokémon GO: Sammelklage gegen Niantic nach Fan-Fest-Fiasko

  • Christian Böttcher
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Nach dem Desaster namens Pokémon GO-Fest hat die empörte Spielerschaft reagiert und eine Sammelklage gegen Niantic eingereicht. Der Entwickler der Mobile-App hatte sich bereits öffentlich entschuldigt und Kompensation geboten, doch das war einigen Spielern wohl nicht genug. Die Forderung: Schadensersatz und Erstattung der Reisekosten.

Pokémon GO: Klage trotz Entschädigung

Am 22. Juli fand zum einjährigen Bestehen der beliebten virtuellen Monsterjagd ein groß angelegtes Fan-Event in Chicago statt. Dort angekommen, mussten sich tausende Fans jedoch schnell mit enormen Warteschlangen, erlahmenden Servern und einem hoffnungslos überlasteten Mobilfunknetz herumschlagen. Mit einem derartigen Andrang hatten die Gastgeber schlichtweg nicht gerechnet. Eigentlich sollten gemeinsam legendäre Pokemon gefangen werden, doch stattdessen endete die Veranstaltung in einem legendären medialen Fiasko. Obwohl Niantic den erbosten Spielern bereits die Eintrittsgebühr von 20$ erstattete und sie mit Ingame-Währung im Wert von rund 100$ entschädigte, haben sich bereits 20 Fans der Sammelklage des verärgerten Jonathan Norton angeschlossen.

Auf den Shitstorm folgt die Sammelklage

Den Angaben des in Chicago beheimateten Anwalts Thomas Zimmermann folgend, beziehe sich die Klage vor allem auf die entstandenen Reisekosten. Einige der Kläger sind extra aus Kalifornien angereist, um am Fan-Fest teilzunehmen und wurden bitter enttäuscht. Die Veranstalter haben ihre Ankündigungen und Versprechen bezüglich des Events nicht eingehalten und so fordern die "Geschädigten" nun Schadensersatz für die beschwerliche und sündhaft teure Reise. Inzwischen hat Niantic eine offizielle, doch leider sehr ernüchternde Stellungnahme zu den Anschuldigungen in Umlauf gebracht: Niantic does not commenct on pending legal matters. Um ein ähnliches Desaster zu vermeiden, hat der Entwickler bereits vor kurzem Fan-Feste in Kopenhagen, Stockholm und Prag verschoben. Für die Zukunft hoffen wir, dass Niantic besser auf die weiterhin beeindruckenden Spielerzahlen reagiert und entsprechende Funknetze und Lokalitäten zur Verfügung stellt.

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