Verbraucherzentrale Sachsen regelt

PS5: Saturn und MediaMarkt verklagt – Kunden mit PlayStation 5 in die Irre geführt?

  • Jonas Dirkes
    vonJonas Dirkes
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Die Händler Saturn und MediaMarkt müssen wegen dem Release-Verkauf der PS5 vor Gericht. Worden Kunden mit Angeboten in die irre geführt?

München – MediaMarkt und Saturn werden für ihre PS5-Praktiken von der deutschen Justiz in die Mangel genommen. Die Verbraucherzentrale Sachsen legte jetzt Klage beim Landgericht München gegen die MediaSaturnSaturn E-Commerce GmbH ein. Der Vorwurf: Die Unternehmen sollen bei den PS5-Bestellungen im November „irreführende geschäftliche Handlungen“, nicht wirksame Allgemeine Geschäftsbedingungen (also AGB) und „verbraucherschutzwidrige Praktiken“ angewandt haben und sollen deswegen zur Rechenschaft gezogen werden. 

Name der KonsolePlayStation 5 (PS5)
HerstellerSony Interactive Entertainment (SIE)
TypStationäre Spielkonsole
Generation09. Konsolengeneration
SpeichermediumBlu-Ray
Release19. November 2020

PS5 kaufen: Saturn und MediaMarkt müssen sich für November-Chaos vor Gericht verantworten

Beim Launch der neuen Konsolen ist eigentlich frei nach Murphys Law schiefgegangen, was schiefgehen konnte: Microsofts Xbox Series X kämpfte nach der Verschiebung von Halo Infinite um Kaufargumente und Sony-User überhaupt darum eine PS5-Konsole zu ergattern. Noch immer gibt es zu wenig Konsolen, um den Andrang nach der PS5 zu stillen. Für die Lieferengpässe werden derzeit Halbleitermangel der Industrie verantwortlich gemacht. Viele führte es bei der Suche nach einer Konsole zu den Online-Shops von MediaMarkt und Saturn. Beide Elektronikhändler gehören bekanntlich zum selben Mutterunternehmen und müssen sich jetzt gemeinsam für das PS5-Chaos im November verantworten.

PS5 kaufen: MediaMarkt & Saturn angeklagt – Irreführung an Kunden

Spieler und Spielerinnen orderten die Konsole bei den Shops. Anstatt aber eine Konsole am 19. November 2020 im Postfach vorzufinden, hieß es nur, dass es bei der Lieferung der Next Gen-Hardware zu Verzögerungen kommen könne. Dazu kam es bekanntlich auch. Diese Verspätung erstreckte sich für viele Käufer und Käuferinnen bis in den späten Januar oder frühen Februar. In der gesamten Wartezeit gab es keine weiteren Informationen von MediaMarkt oder Saturn zum Stand des Versands der Konsole. Die 399 Euro, beziehungsweise 499 Euro für die jeweilige Variante der PS5, wurden allerdings bereits im November eingezogen. Kunden und Kundinnen sollten also in Vorkasse für die Konsole gehen, obwohl es nicht einmal einen Anhaltspunkt gab, wann diese denn eintreffen würde.

PS5 kaufen: Verbraucherzentrale sieht eine Irreführung der MediaMarkt und Saturn-Besteller gegeben

Ein klarer Rechtsbruch, wenn es nach der Verbraucherzentrale Sachsen geht. Saturn und MediaMarkt verwirre Vorbesteller mit unwirksamen Allgemeinen Geschäftsbedingungen und „irreführenden geschäftlichen Handlungen“. Saturn argumentierte darauf, dass vor dem Versand der Ware, beziehungsweise einer Versandbestätigung noch gar kein Kaufvertrag zustande gekommen sei – auch nicht, wenn das Unternehmen bereits knapp 500 Euro vom Kunden eingezogen habe.

Gepaart mit der Verschwiegenheit bezüglich des PS5-Themas ist das eine offensichtliche Irreführung für die Verbraucherzentrale Sachsen. Daher mahnte man bereits im Januar ab und verlangte eine Unterlassungserklärung der Media-Saturn-Gruppe. Dazu kam es allerdings nicht, weshalb die Verbraucherzentrale Sachsen die Angelegenheit nun vor das Landgericht München bringt. Hier soll der Fall ein für alle Mal geklärt werden. Die Entscheidung des Landgerichts München könnte dabei als Signalurteil für andere Online-Händler gelten, die in der Vergangenheit mit ganz ähnlichen Praktiken auf sich aufmerksam machten. Die Mühlen des Staates mahlen aber wie immer recht langsam. Mit dem letztendlichen Prozess und so auch der finalen Entscheidung, ist erst in knapp einem Jahr zu rechnen. Auch danach wird das jeweilige Urteil höchst wahrscheinlich in Revision gehen. Bis der Rechtsstreit ein Ende findet, dürfte also noch einige Zeit ins Land ziehen. Der turbulente Release der Sony PS5 wird uns also auch noch in Zukunft weiter beschäftigen. 

Rubriklistenbild: © Sony/ingame

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