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PS5: Sony lässt Publisher für Cross-Plattform-Titel blechen

  • Laura Gabbert
    vonLaura Gabbert
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Neue Dokumente im Prozess um Apple und Epic Games aufgetaucht: Der PS5-Hersteller Sony soll von Publishern Lizenzgebühren für plattformübergreifende Titel verlangen.

San Mateo, Kalifornien – Der Rechtsstreit zwischen Epic Games und Apple ist aktuell in aller Munde. Am Montag startete der Prozess. Apple legte seitdem einige vertrauliche Dokumente von Epic offen, die Zahlen und Vereinbarungen des Fortnite-Entwicklers zeigen. Auch Sony spielt eine Rolle in den veröffentlichten Schriften. In diesen wird deutlich, dass der PS5-Hersteller eine extra Vergütung für Cross-Platform-Play einforderte.

Name der KonsolePlayStation 5 (PS5)
HerstellerSony Interactive Entertainment (SIE)
TypStationäre Spielkonsole
Generation09. Konsolengeneration
SpeichermediumBlu-ray
Release19. November 2020

PS5: Dokumente sollen Sonys Einforderungen von Lizenzgebühren für plattformübergreifende Spiele bestätigen

Im Rahmen des Prozesses um den Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games tauchen weitere vertrauliche Dokumente auf. In diesem Fall handelt es sich um Unterlagen, die den Elektronikriesen Sony betreffen. Während Nintendo und Microsoft das Cross-Platform-Play schon vor längerer Zeit eingeführt haben, hatte Sony sich lange geweigert und Publisher am plattformübergreifenden Spiel mit PlayStation-Versionen gehindert. Im Jahr 2018 entschloss sich das Unternehmen aus San Mateo doch dazu, dem Ganzen nachzugeben. Epic Games hatte Sony einen umfangreichen Plan vorgestellt, der wesentliche Vorteile für den PS5-Hersteller vorsah, indem Spieler:innen den beliebten Battle-Royale-Titel Fortnite plattformübergreifend spielen konnten.

Allerdings soll die Zustimmung von Sony seither mit Kosten verbunden sein. Das Unternehmen verlangt laut den Unterlagen Lizenzgebühren von den Publishern, die auch bei PlayStation-Versionen ein plattformübergreifendes Spiel ermöglichen wollten. The Verge zeigte die Cross-Platform-Richtlinien, die Sony aufgestellt hatte und die zusammen mit anderen Dokumenten von Epic Games veröffentlicht wurden. Daraus geht auch hervor, dass sich Gebühren ergeben, sofern der Gameplay-Anteil der PlayStation 4 unter 85% liegt.

PS5: Im Prozess wurden bereits einige Zahlungen und Vereinbarungen aufgedeckt

Die veröffentlichten Dokumente im Rahmen des Prozesses legten außerdem offen, dass Epic Games für den Erfolg des hauseigenen Stores tief in die Tasche gegriffen hatte. Über eine Milliarde US-Dollar soll das Unternehmen allein 2019 für den Epic Games Store investiert haben. Mit dem Geld hat sich das Unternehmen Exklusivtitel gesichert, um Spieler:innen durch das Bereitstellen von kostenlosen Games den Store schmackhaft zu machen und den Umsatz zu steigern. Der Betrag bezog sich allerdings allein auf Ausgaben im Jahr 2019, mittlerweile könnte dieser sich noch deutlich erhöht haben.

PS5: Sony lässt Publisher für Cross-Plattform-Titel blechen.

Ebenfalls ein Teil der zugänglich gemachten Dokumente beinhaltete einen Schriftwechsel zwischen Tim Sweeney, dem Gründer und CEO von Epic Games, und Xbox-Chef Phil Spencer. Daraus wurde deutlich, dass Epic den Xbox Series X-Hersteller Microsoft zum kostenlosen Multiplayer überreden wollte. Die Konsolen sollten Spieler:innen nach Wunsch von Epic ursprünglich einen abonnementfreien Multiplayer pünktlich zum Start von Fortnite Season 14 im August 2020 ermöglichen. Allerdings kam Microsoft erst letzten Monat dazu, weil das Unternehmen wegen einer deutlichen Erhöhung des Abo-Preises für Xbox Live Gold in der Kritik stand.

Rubriklistenbild: © Sony/ Epic Games/ Apple (Montage)

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