Sauer auf Rezos Zerstörung?

Rezo: Laschet ließ Kanzler-Interview platzen – Streamer zerstört erneut

  • Noah Struthoff
    VonNoah Struthoff
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Der Streamer ReZo hatte vor ein Interview mit den jeweiligen Spitzenpolitikern der SPD, CDU und den Grünen auf Twitch zu veranstalten. Armin Laschet gab ihm jedoch einen Korb. Nun zerstört ReZo erneut die CDU.

Update vom 24.08.2021: Rezo hat nun sein neues Video auf YouTube veröffentlicht, indem er die Politik der CDU und insbesondere von Armin Laschet kritisiert. Im ersten Teil seiner Video-Reihe zur CDU-Politik geht er insbesondere auf Widersprüchliche Aussagen von Politikern ein, wie zum Beispiel in der Landwirtschaft oder dem Thema Steuern.

Erstemeldung vom 18.5.2021: Aachen – Der YouTuber und Twitch-Star Rezo plante für die Bundestagswahl 2021 ein Kanzler-Duell, das auf YouTube und Twitch ausgetragen werden sollte. Das findet allerdings nicht statt, da ausgerechnet Armin Laschet und seine CDU das Angebot des YouTubers ausschlugen. Genau die Partei sagte ab, der Rezo in seinem YouTube-Video „Die Zerstörung der CDU“ aus 2019 fast eine Stunde lang Fehlverhalten vorwarf.

Name der StreamingplattformTwitch
GründungsdatumJuni 2011
Täglich aktive Nutzerüber 15 Millionen
Aktive Streamsüber 2 Millionen
Beliebtestes Game weltweitLeague of Legends

Bundestagswahl 2021: Kanzler-Duell auf Twitch abgesagt – Rezo ist enttäuscht

Bereits vor einigen Monaten hatte Rezo zusammen mit dem Journalisten Tilo Jung die Idee zu einem digitalen Kanzler-Duell, das live auf Twitch und YouTube übertragen werden sollte. Die Spitzenpolitiker:innen sollten dabei etwa 90 Minuten lang Fragen von jungen Zuschauer:innen beantworten. Die Idee kam bei YouTube selbst super an, weshalb Rezo daraufhin die drei Spitzenkandidat:innen anfragte.

Die Kandidat:innen von SPD und Grünen nahmen die Einladung von Rezo an, allerdings unter der Bedingung, dass alle drei Kandidat:innen teilnehmen würden. Rezo telefonierte deshalb mit dem CDU-Kandidaten Armin Laschet, der zunächst über den Vorschlag nachdenken wollte. Wenige Wochen später sagte der Politiker aber ab. „Damit war die Sache dann tot“, erkläre Rezo in einem Video auf YouTube.

Wie fr.de berichtet, wollte Rezo mit dem Kanzler-Duell auf Twitch und YouTube* vor allem junge Zuschauer ansprechen und ihnen die Politiker:innen näherbringen. Der YouTuber nannte ein solches Duell ein wichtiges Signal vor allem für die Generation unter 30. Er fügte hinzu: „Das wäre offensichtlich der richtige Schritt gewesen.“

Der YouTuber Rezo plante ein Kanzler-Duell auf Twitch und YouTube.

Bundestagswahl 2021: Kanzler-Duell fällt ins Wasser – CDU und Rezo haben umstrittene Vergangenheit

Im März 2019 veröffentlichte Rezo auf seinem YouTube-Kanal ein 55-minütiges Video über Probleme der CDU und anderer Altparteien. Dabei ging er auf diverse Themen ein, die die CDU in seinen Augen falsch behandelt hat und kritisierte die Partei stark. Das Video hat mittlerweile über 18 Millionen Aufrufe und zahlreiche Kommentare, die dem YouTuber zustimmen.

Nun gibt es die nächsten Unstimmigkeiten zwischen der CDU und Rezo. Während die SPD und die Grünen der Einladung des YouTuber nachkamen, lehnte ausgerechnet die Partei ab, die ohnehin schon in der Kritik von Rezo stand. Nun kommt es wohl nicht zum großen Kanzler-Gipfel auf Twitch und YouTuber, sondern vermutlich wieder auf den altbekannten Plattformen, wie den öffentlich-rechtlichen Fernsehkanälen.

Dass Politiker:innen über Twitch und YouTube unzählige potenzielle Wähler ansprechen können, zeigt auch der US-Wahlkampf aus dem vergangenen Jahr. Dort streamte beispielsweise die Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez zusammen mit großen Twitch-Streamern einige runden Among Us. Dabei brach sie fast den Zuschauerrekord auf Twitch und begeisterte über 600.000 Zuschauer:innen. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hingegen wurde sogar auf Twitch gebannt.

Es bleibt offen, ob ein Kanzler-Duell auf einem deutschen Twitch- oder YouTube-Kanal ähnlich erfolgreich wäre. Es würde auf alle Fälle vor allem die jungen Wähler ansprechen, denn alleine 41 % der Nutzer:innen sind zwischen 16 und 24 Jahre alt. Die Politiker:innen hätten also dadurch vor allem Werbung bei dieser Wählergruppe machen können. *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © YouTube-Kanal Renzo | Erstmeldung vom 18.06.2021

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