Heikles Thema

Riot Games: Sexuelle Belästigung durch Firmen-Chef? Schwere Anschuldigungen

  • vonLars Bendixen
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Riot Games scheint ebenfalls Probleme mit sexueller Belästigung zu haben. Nun treffen den Firmen-Chef schwere Anschuldigungen einer Mitarbeiterin.

  • In der Gaming-Community kommt es immer wieder zu Sexismus-Debatten.
  • Und auch Riot Games ist kein unbeschriebenes Blatt.
  • Nun ist der CEO der League of Legends-Entwickler wegen sexueller Belästigung angeklagt.

West Los Angeles, Kalifornien – Eine Kündigung mit Folgen – Sharon O’Donnell, eine ehemalige Mitarbeiterin bei Riot Games ist vor circa 8 Monaten gefeuert worden. Wie sich nun allerdings herausgestellt hat, soll sie daraufhin Klage eingereicht haben. Denn: Sharon O’Donnell, welche 3,5 Jahre für den CEO Nicolo Laurent als „Executive Assistant“ gearbeitet hat, wirft diesem sexuelle Belästigung vor. Laut ihr soll Nicolo Laurent ihr unter anderem eine Affäre angeboten haben und die Assistentin, nach einer Absage, zuerst schlechter behandelt und anschließend gefeuert haben. Riot Games dementierte nun allerdings die Vorwürfe.

OrganisationRiot Games
CEONicolo Laurent (seit 2017)
DachorganisationTencent (seit 2011)
Gründung31. August 2006, Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten
HauptsitzWest Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten
GründerBrandon Beck, Marc Merrill

Riot Games: CEO von League of Legends-Entwickler wegen sexueller Belästigung verklagt

Wie sind die Vorfälle an die Öffentlichkeit gelangt? Sharon O’Donnell reichte am 07. Januar eine Klage wegen sexueller Belästigung bei einem Gericht in Los Angeles ein. In der Klageschrift wird Schadensersatz gefordert. Das amerikanische Lifestyle-Magazin Vice bekam Wind von der Sache und hat die Vorwürfe in die Öffentlichkeit getragen, sowie Riot Games zum Thema befragt. Folgende Vorwürfe stehen in der Klageschrift:

  • Die Arbeitskultur bei Riot Games sei von Männern dominiert. Weibliche Angestellte werden deutlich schlechter behandelt, teilweise diskriminiert und belästigt. Dies sei auch ein Grund, warum Riot Games wenig Frauen in Führungspositionen habe.
  • Laurent beschwerte sich über den Tonfall von O’Donnell, sie solle sich doch bitte „weiblicher“ verhalten.
  • Um den Stress mit Covid-19 zu umgehen, soll der CEO Mitarbeiterinnen dazu geraten haben, ein Kind zu bekommen.
  • Laurent teite ihr mit, dass seine Partnerin eifersüchtig auf wunderschöne Frauen sein soll.
  • Im Gespräch mit dem CEO soll dieser nach der Größe ihrer Unterwäsche gefragt haben.
  • Laut ihr hat der CEO, sie genau dann nach Hause eingeladen, als seine Frau außer Haus war. Anstatt den englischen Begriff „come over“ zu benutzen, soll er explizit „cum“ gesagt haben, damit sie wisse, was die Absicht der Einladung war.

Nach der Absage der Einladung soll der CEO sich ihr gegenüber immer merkwürdiger und feindseliger verhalten haben. Daraufhin seien auch ihre Aufgaben auf Andere verteilt worden. Zudem soll Laurent sie mehrfach angebrüllt haben. Letztendlich ist sie dann entlassen worden. O’Donnell ist der festen Auffassung, dass dies alles nur passiert ist, da sie keine Affäre mit dem CEO haben wollte.

Auch psychisch soll der Vorfall O’Donnell belastet haben. Nach ihren eigenen Angaben befindet sie sich deshalb nun in medizinischer Behandlung. Zeigt auch: Nicht jeder steckt solche Vorfälle einfach so weg. Die Täter sind sich oft nicht bewusst darüber, welche Folgen sie bei den Opfern hervorrufen (Unabhängig, ob sich dieser explizierte Vorfall wirklich ereignet hat oder nicht). Eine Twitch-Streamerin setzte sich nun gut gegen sexuelle Belästigung zu Wehr.

Riot Games: Vorwürfe zurückgewiesen – Doch es ist nicht der erste Vorfall

Bei Vice konnte sich nun auch Riot Games zum Thema melden. Derzeit würden sie die Vorfälle untersuchen, aber Laurent normal weiterarbeiten lassen. Da der CEO selbst in die Sache verwickelt ist, wird die Untersuchung des Falls von einer externen Kanzlei geführt und von einem extra Komitee beobachtet. Doch auch vor der Aufklärung ist sich Riot Games sicher: „Die Angestellte ist vor 7 Monaten entlassen worden wegen vielen gut dokumentierten Beschwerden von einer Vielzahl von Leuten“. Jegliche andere Behauptungen entsprechen Riot Games zufolge nicht der Wahrheit.

Riot Games: CEO von League of Legends-Entwickler wegen sexueller Belästigung verklagt

Wer hier die Wahrheit sagt und wer nicht, lässt sich aktuell schwer klären. Jedoch ist es nicht das erste Mal, dass Riot Games Mitarbeiterbeschwerden öffentlich austragen muss. Schon seit 2018 läuft eine Sammelklage gegen die Firma. Damals hatte Kotaku mehr als 20 Mitarbeiter befragt, welche den Ruf von Riot Games nicht wirklich förderten.

Es häuften sich Berichte über sexuelle Übergriffe und auch die Karrierechancen der Frauen sollen deutlich erschwert gewesen sein. Leider ist das Thema Sexismus weltweit und auch im Gaming-Bereich immer noch zu oft vorzufinden, wie man auch bei einer erneuten Seximus-Debatte auf Twitch feststellen kann.

Rubriklistenbild: © Riot Games

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