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Riot Games: Sexuelle Belästigung? CEO bekommt Gerichts-Urteil

  • vonMichael Warczynski
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Gegen den Chef von League of Legends Entwickler Riot Games gab es Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung. Nun erhält Nicolo Laurent vom kalifornischen Gericht ein Urteil.

Santa Monica, USA – Seit Monaten kursieren schwere Vorwürfe gegen Riot Games-CEO Nicolo Laurent in den sozialen Medien. Der Vorsitzende des Unternehmens soll die ehemalige Mitarbeiterin Sharon O’Donnell sexuell belästigt und diskriminiert haben. Nachdem die ehemalige Angestellte vor Gericht gezogen war, gibt es nun Neues im Streifall gegen den League of Legends-Boss.

OrganisationRiot Games
CEONicolo Laurent (seit 2017)
DachorganisationTencent (seit 2011)
Gründung31. August 2006, Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten
HauptsitzSanta Monica, Kalifornien, Vereinigte Staaten
GründerBrandon Beck, Marc Merrill

Riot Games: CEO von League of Legends verklagt – sexuelle Belästigung der Grund

Riot Games veröffentlichte nun einen detaillierten Überblick bezüglich der gesamten Untersuchung, sowie einen Brief von CEO Laurent. Darin ist erkennbar, dass der Riesenkonzern das zuständige Gericht gebeten hat, das Gerichtsverfahren für die eingereichte Klage zu beschleunigen. Der Entwickler hinter Spielen wie Valorant und League of Legends leitete nach O’Donnells Klage eine Untersuchung gegen den eigenen CEO ein. Die ehemalige Assistentin der Geschäftsleitung behauptete, Laurent habe sie durch sexuelle Bemerkungen und erniedrigende Kommentare zu ihrem Geschlecht belästigt.

League of Legends: Wegen sexueller Belästigung – CEO von Riot Games vor Gericht

Auf der Grundlage der bisherigen Erkenntnisse konnte das Gericht innerhalb der kurzen Zeit zu keinem Entschluss kommen. Aus diesem Grund wurde das Verfahren gegen den Riot Games-Vorsitzenden eingestellt. In einer Erklärung hieß es vom zuständigen Ausschus: „In diesem Fall konnten wir einfach keine Beweise finden, die eine Sanktion gegen Laurent rechtfertigen würden.“ Außerdem sieht der Sonderausschuss volles Vertrauen in die Führung von CEO Nicolo, somit seien keine Maßnahmen gegen ihn gerechtfertigt und er wird weiterhin als CEO fungieren. Neben der ehemaligen Mitarbeiterin setzte sich auch eine Twitch-Streamerin vor kurzem gegen sexuelle Belästigung zur Wehr.

Riot Games: Beweise gegen League of Legends-CEO reichen nicht – Fall soll erneut eröffnet werden

Nach dem Fall stellten die Ausschussmitglieder dennoch fest, dass sie den Fall erneut eröffnen würden, wenn neue Beweise vorliegen sollten. Bislang hat sich der Anwalt von O’Donnell bezüglich neuer Untersuchungsergebnisse noch nicht zu Wort gemeldet. Doch auch in der Vergangenheit gab es innerhalb des Unternehmens Riot Games Anschuldigungen über allgegenwärtige Diskriminierung und Belästigung im Studio. Der gesamte Shitstorm verleitete Riot Games nun dazu, sich zu entschuldigen und Änderungen zu versprechen. Auch Alienware soll nach den Vorwürfen die Partnerschaft mit dem Unternehmen aus Santa Monica beendet haben.

Nun gibt es auch eine offizielle Erklärung des Board Committees, bezüglich der Untersuchungen gegen CEO Nicolo Laurent. Darin wird versprochen, dass nun eine große Veränderung innerhalb der Kultur von Riot Games angegangen wird: „Obwohl wir in diesem speziellen Fall zu dem Schluss kommen, dass keine Diskriminierung, Belästigung oder Vergeltung stattgefunden hat, sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass wir als Ausschuss weiterhin voll in die Überwachung der Initiativen des Unternehmens investiert sind.“ Von nun an wird sich Riot Games verstärkt für Gleichberechtigung und Offenheit innerhalb des Unternehmens einsetzen: „Wir ermutigen jeden Mitarbeiter von Riot, der ein Fehlverhalten erlebt hat, sich sicher zu fühlen, dies zu melden.“ Leider ist das Thema Sexismus im Gaming-Bereich immer noch zu oft ein Thema, wie man auch anhand der neuen Seximus-Debatte auf Twitch feststellen kann.

Rubriklistenbild: © Twitter: niiicolo/Riot Games

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