Rückkehr der Videospielhallen

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Spielen macht oftmals zusammen mehr Spaß, weshalb es heut kaum mehr ein Spiel gibt, das ohne einen online Modus auskommt. Doch auch die Wettbewerbsspiele oder Sportspiele Szene boomt. Desweiteren gibt es auch für High-End Games Center besonders in Nord und Mittelamerika in fast jeder Einkaufspassage. So kommt man live mit Freunden zusammen und die PC stehen bereits vor Ort. Man kommt raus aus den vier Wänden und trifft neue Leute. Doch warum sieht man diese Kultur des Zusammenspielens außerhalb des eigenen Wohnzimmers derzeit nicht in Deutschland? Anfang der Achtziger Jahre begann die „Goldene Ära“ der Videospielhallen Es wurden Rennen gefahren, gekämpft, gespielt und so ein moderner Spielplatz für die Jugend der damaligen Generation geschaffen. Und selbst in Kino- und Kaufhauseingängen konnten Automaten finden. Mitte der Achtziger verschwanden diese Orte in Deutschland beinah gänzlich von der Bildfläche. Warum? Härtere Jugendschutzvorschriften stehen in Deutschland so mancher Weiterentwicklung im Wege. In Deutschland wurden in den Achtzigern die Bestimmungen des Jugendschutzes gegenüber Videospielhallen deutlich verschärft. Arcade-Automaten wurden seitdem als „Glücksspiele“ eingeordnet und der Zugang für Minderjährige eingeschränkt. Die Verfügbarkeit von leistungsstarken Spielekonsolen machen die Spielehallen nun unattraktiv. Lediglich teurere High-End-PC Anwendungen, die sich nicht jeder leisten kann bilden den Anreiz für Videospielehallenbetreiber. Das tatsächliche Zusammenspielen ist dem isolierten alleine Zocken zu Hause eindeutig überlegen. Für jüngere Menschen könnten Streetworker oder Pädagogen auf die Einhaltung jugendgerechter Spiele achten. Stattdessen wird in den Jugendhäußern anachronistisch zur technischen Entwicklung auf nicht virtuelle Spiele gesetzt und man findet so keine Interessenten am Jugendangebot der Städte. Zusammenspielen und dabei den High Scores knacken spornt an. Tipps und Tricks austauschen und so neue Freundschaften schließen, haben ein anderes Niveau, als die online Chat via Teamspeak. Auch in Japan gibt es nach wie vor eine Arcade-Kultur. Hier trifft man nicht nur auf Jugendliche, sondern auch auf Erwachsene und Familien. Mit dem damaligen Jugendschutzgesetz wurde das generelle Verbot von Spielautomaten auf Kindern und Jugendlichen zugänglichen öffentlichen Flächen zwar wieder aufgehoben und als nicht mehr zeitgemäß angesehen. Unter dem Namen „GameOn“ soll mitten in Berlin nun ein fünfstöckiges „Entertainment-Center“ entstehen. Neben den Klassikern soll es hier auch die neusten Innovationen der Arcade-Games, wie Achterbahn-Simulationen mit realen Überschlägen oder Flugzeugsimulationen mit echt wirkendem Cockpit als auch eine große E-Sport Area eingebaut werden.

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