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Saints Row Preview: Leuchtfeuer oder Blendwerk? So gut ist das neue Action-Game

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Von: Janik Boeck

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Am 23. August erscheint nach neun Jahren das neue Saints Row. Hat es zündendes Potenzial oder verpufft es? Das Preview gibt die Antwort.

Hamburg – Nach neun Jahren der Abwesenheit von der großen Bühne ist es bald wieder so weit. Am 23. August erscheint ein neues Saints Row für PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X|S und PC. Es soll den Markt und die Herzen der Spieler gleichermaßen erobern. Der Zeitpunkt dafür ist denkbar günstig: Während die halbe Welt GTA 5 nicht mehr sehen kann, weil sie auf GTA 6 wartet und nach Watch Dogs ohnehin kein Hahn mehr kräht, soll Saints Row die Massen begeistern. Die Polygon-gewordene Persiflage aufs harte Gangster-Leben kommt da genau richtig. Ob Saints Row allerdings tatsächlich das Zeug zum Kracher hat, oder doch nur wie ein Luftballon an zu viel Druck zerplatzt, verrät die Preview – Explosion!

Titel des SpielsSaints Row
Release (Datum der Erstveröffentlichung)23. August 2022
PublisherDeep Silver Volition
SerieSaints Row
EntwicklerDeep Silver Volition
PlattformPS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, PC
GenreAction-Rollenspiel, Third-Person Shooter

Saints Row Preview: Zurück zu den Wurzeln – die Story

Worum geht‘s in Saints Row? Neun Jahre nach dem letzten Hauptteil der Saints-Row-Reihe bringt Entwickler Deep Silver Volition das Prequel. Im neuen Teil erleben Spieler die Entstehungsgeschichte der namensgebenden Gangster-Bande – den Saints. Als einer von vier aufstrebenden Gangstern in der Spätpubertät, sollen die Spieler in Saints Row eine neue mächtige Bande aus dem Boden stampfen und sich zum Oberboss aufschwingen.

Auf dem Weg an die Spitze der Schurken gibt es natürlich etliche Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Die Spieler müssen sich gegen die vier schon bestehenden Verbrecher-Syndikate durchsetzen. Wie für Saints Row typisch gilt dabei: Moral und Fairness sind zweitrangig, solange man alles mit einem flotten Spruch auf den Lippen in die Luft sprengen kann.

Vier Soldaten zielen auf eine Frau in Saints Row
Saints Row: Marshall ist ein Syndikat, das es zu besiegen gilt © Deep Silver Volition

Die Story gibt von Anfang an Vollgas. Allein in den ersten zwei Stunden schießt man Horden von Gegnern nieder. Ob von einem fliegenden Jet hängend, in Mad-Max-Manier über einen fahrenden Zug springend, á la Fast and Furious mit einem Container am Auto fahrend oder mit einer Minigun durchs Museum laufend – es wird alles niedergemacht, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Fairerweise würde das in Saints Row aber auch nichts bringen, weil man den dann einfach auch sprengen könnte. Mit anderen Worten: Es knallt gewaltig – Explosion!

Saints Row Preview: Der Teufel steckt im Detail – Gameplay

Wie spielt sich Saints Row? In den ersten Spielstunden von Saints Row wird sofort deutlich: Die Entwickler sind der Reihe treu geblieben, was das Gameplay angeht. Schon die ersten Schritte und Schüsse im Spiel fühlen sich an, wie nach einer langen Reise nach Hause zu kommen. Die Spieler können mit einem großen Arsenal hantieren, haben einige nützliche Fähigkeiten, die es freizuschalten gilt und natürlich gibt es auch wieder jede Menge Dinge, die in die Luft gesprengt werden wollen.

Eine Frau schießt auf einen Helikopter
Saints Row: Explosionen gibt es im Spiel mehr als genug © Deep Silver Volition

Auch das Fahren mit Fahrzeugen löst einen kleinen Kick Nostalgie aus. Neu ist beim Fahren allerdings, dass man eine Fähigkeit zum Rammen bekommen hat, um sich Verfolger effizient vom Hals zu halten. Weitere Funktionen, wie zum Beispiel der im Trailer gezeigte Wingsuit, waren in der Preview-Fassung noch nicht enthalten.

Die größte Open World der Reihe: Saints Row kommt mit der größten Open World der Serie daher. Spieler können Santo Ileso nach dem Tutorial frei erkunden und viele kleine Nebenmissionen und Herausforderungen absolvieren. Dadurch soll das Erkunden der Welt und ihrer Inhalte in Saints Row gefördert und abwechslungsreich gestaltet werden. Wer will, kann sich aber auch strikt an die Story halten, es gibt nämlich keine nervigen Levelgrenzen, die den Start von Missionen hinauszögern. In der Open World gibt es selbstredend jede Menge Dinge, die sich in die Luft sprengen lassen – Explosion!

Saints Row Preview: Gute Aussichten – Grafik

Wie gut ist die Grafik von Saints Row? Die Optik von Saints Row ist gewohnt knallig. Statt nur durch die nächtlichen Gassen einer Großstadt zu gaunern, geht es diesmal durch eine Wüstenlandschaft mit vielen kleinen und größeren Städten. Das neue Setting ist weniger düster als die urbanen Schauplätze der Vorgänger und wirkt dadurch insgesamt freundlicher.

Drei Gangster zielen mit Waffen in Saints Row
Saints Row: Auf dem Weg zur Spitze aller Gangster gibt es massig Gegenwehr © Deep Silver Volition

Mit einem Tag-Nacht-Zyklus sorgt Entwickler Volition für grafische Abwechslung beim Spielen. Das ist zwar alles sehr hübsch anzusehen, Bombast-Grafik sollte aber trotzdem niemand erwarten. Man merkt dem Spiel schon an den minimalen Systemanforderungen an, dass Saints Row auf wirklich jedem PC laufen soll. Das hat leider aber auch zur Folge, dass Saints Row grafisch hinter anderen modernen Spielen zurück bleibt. Nur beim Sprengen von allerlei Dingen muss sich die Grafik nicht verstecken. Die Licht- und Partikeleffekte sehen zu jeder Tag- und Nachtzeit bombastisch aus, egal, was gerade in die Luft fliegt – Explosion!

Saints Row Preview: Flüssig muss es sein – Performance

So gut ist die Performance: Genauso wie bei der Grafik, sollten Fans auch keine Monster-Performance von Saints Row erwarten. Das Spiel läuft je nach PC auf 30 FPS oder 60 FPS. In der Preview lief Saints Row allerdings – mit Ausnahme weniger Ruckler – angenehm flüssig. Gespielt wurde die Preview auf einem PC, während die Grafikeinstellungen alle auf die höchste Stufe gestellt wurden. Dem Spielspaß und den Knalleffekten tat dies jedoch kaum einen Abbruch – Mini-Explosion!

Saints Row Preview: Mehr ist immer besser – Verrücktheit

Wie viel Abgedrehtheit steckt im neuen Saints Row? Zuletzt die vermutlich wichtigste Frage überhaupt, wenn man über diese Reihe spricht: Wie abgedreht ist Saints Row? Im neuen Teil der Serie gehen die Entwickler einen Schritt zurück. Das enorme Ausmaß an Verrücktheit, das Saints Row 4 zuletzt an den Tag legte, werden Spieler im neuen Saints Row vergeblich suchen. Dennoch hat der Ableger den serientypischen Humor nicht verloren.

Menschen in purpurnen Anzügen stehen an einem Geländer
Saints Row: Die Idols verdeutlichen gut, wie abgedreht die Outfits werden können © Deep Silver Volition

Der Charakter-Editor toppt alles: An jeder Ecke knallt und kracht es, gefolgt von einem lockeren Spruch, der vor schwarzem Humor nur so trieft. Auch das neue Saints Row ist zweifellos überdreht und überzeichnet, vor allem, wenn man sich den Charakter-Editor einmal näher zu Gemüte führt. Hier lässt sich vom Outfit, der Muskeldefinition, über den Bart, das Gender und die ausgerüsteten Dance-Moves bis hin zur Größe der Brustwarzen und des Gemächts, sowie der Hautfarbe wirklich alles verändern – Farb-Explosion!

Saints Row Preview: Vorläufiges Fazit – gelingt der Sprung zurück ins Rampenlicht?

Das Gute an Saints Row: Nimmt man all das zusammen, ergibt sich ein insgesamt spaßiger Ersteindruck vom neuen Saints Row. Das Spiel besinnt sich auf die Gameplay-Stärken der Reihe, kommt aber dennoch mit kleinen Neuerungen um die Ecke, die frischen Wind bringen. Der Charakter-Editor bietet genauso viel Spielraum für Kreativität und Experimente, wie die Open World.

Ein Panzer flieht vor einem Helikopter und einer Explosion
Saints Row: Die Hoffnung bleibt, dass das Spiel noch weiter an Fahrt aufnimmt © Deep Silver Volition

Das weniger gute an Saints Row: Ein negativer Punkt, der im Preview von Saints Row auffällt; ist die fehlende Verrücktheit. Darüber hinaus hebt sich das Spiel technisch und grafisch nicht unbedingt von anderen modernen Spielen ab. Es besteht die Gefahr, dass dem Spiel hier ein Alleinstellungsmerkmal abhanden gegangen ist.

Was Hoffnung macht: Fans der Reihe sollten jedoch nicht den Kopf hängen lassen. Im Preview waren nur die ersten Stunden von Saints Row spielbar. Es ist also mehr als wahrscheinlich, dass die Skala der Abgedrehtheit in den Weiten der Open World von Saints Row noch einmal deutlich ansteigt. Zumindest das Erzähltempo der ersten Quests lässt darauf schließen, dass Saints Row im weiteren Spielverlauf durchaus weiß, die Fetzen fliegen zu lassen. Wir sind auf jeden Fall zum Zerreißen gespannt – Explosion!

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