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Attentat auf Shinzo Abe: Gaming-Kreativgenie plötzlich als Täter im Gespräch

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Von: Adrienne Murawski

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Das Internet war mal wieder am Werk und hat einen schlechten Scherz mit fatalen Folgen publiziert: Hideo Kojima wurde kurzerhand zum Mörder von Shinzo Abe.

Tokio – Am Freitag, dem 8. Juli, ging die schockierende Nachricht um die Welt: Japans Ex-Premierminister Shinzo Abe ist nach einem Attentat ums Leben gekommen. Der mutmaßliche Täter wurde nach kurzer Zeit von der japanischen Polizei gefunden und in Gewahrsam genommen. Nach den Angaben einiger japanischer Medien und der Polizei handelt es sich dabei um den 41-jährigen T. Yamagami, der früher Mitglied der japanischen Verteidigungsstreitkräfte war. Grund für das Attentat soll der Hass auf eine religiöse Organisation gewesen sein, die Abe unterstützt haben soll.

Internettrolle verwirren Politiker und Newsportale – Hideo Kojima plötzlich angeblicher Shinzo Abe Mörder

Nachdem der mutmaßliche Mörder von Shinzo Abe nach dem Attentat festgenommen wurde, wurden auch Bilder von T. Yamagami von offiziellen Medien geteilt. Daraufhin meinten einige Internettrolle, dass Yamagami wie der Videospiele-Entwickler Hideo Kojima aussehen würde, der unter anderem für Metal Gear, Silent Hill oder auch Death Stranding bekannt ist.

Videospieleentwickler Hideo Kojima mit fragendem Blick, daneben drei Fragezeichen.
Vom Internet getrollt: Newsportale nennen Hideo Kojima Shinzo Abe Mörder © IMAGO / ITAR-TASS (Montage)

Was als „Witz“ begann, gipfelte bald in der falschen Anschuldigung, dass Kojima der wahre Attentäter sei. Auf Twitter verbreitete sich der angebliche Scherz wie ein Lauffeuer und auch der französische, rechtsorientierte Politiker Damien Rieu sprang auf den Zug auf. In einem, mittlerweile gelöschten, Tweet teilte er Bilder von Hideo Kojima und schrieb: „Die extreme Linke tötet“. Auf den Bildern steht Hideo Kojima unter anderem neben einem Porträt von Che Guevara.

Neben dem französischen Politiker sprang aber auch mindestens ein weiteres Newsportal auf die angebliche Neuigkeit. So teilte ein griechisches Newsportal in einem Video mit, dass der Attentäter von Shinzo Abe zwar Tetsuya sei, zeigten dabei aber die Fotos von Kojima, die auch Rieu teilte. Auch ein iranisches Newsportal fiel auf den „Scherz“ der Internettrolle rein.

Kojima Productions will gegen Fake-News vorgehen

Der französische Politiker Rieu hat den Tweet mittlerweile gelöscht und eine Entschuldigung veröffentlicht, wie VGC berichtet. Außerdem wolle Kojima Productions sich vorbehalten, gegen einige Fälle von Fake News rechtliche Schritte einzuleiten:

Kojima Productions protestiert nachdrücklich gegen die Verbreitung von Fake News und Hoaxes, die falsche Informationen vermitteln, und bedauert, dass solche Aktionen die Würde des Einzelnen verletzen.

Kojima Productions via Twitter

Gegen wen Kojima Productions nun rechtlich vorgehen möchte, ist noch nicht bekannt. Die Verwechslung führte jedoch dazu, dass Hideo Kojima am Samstag, dem 9. Juli, auf Twitter trendete. Bleibt nur zu hoffen, dass der geniale Entwickler und sein Ruf davon keine bleibenden Schäden davontragen. Aktuell kooperiert Kojima mit Xbox und produziert ein brandneues Spiel für die Konsole. Auch zu einem anderen Spiel von Kojima gibt es Neuigkeiten: Mega-Leak zu Silent Hill.

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