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Shooter verkauft neue Waffe für 100 Euro – Profi schimpft: „ist pay2lose“

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Von: Philipp Hansen

In Destiny 2 können sich Ungeduldige eine neue Waffe erkaufen, doch leider überzeugt die Shooter-Profis gar nicht: „bezahlen, um zu verlieren“, heißt es.

Seattle – Im größten Action-MMO Destiny 2 können ungeduldige Spieler sich eine neue Waffe holen, die regulär noch nicht im Spiel ist. Das ganze kostet aber 99,99 Euro und ist an die Vorbestellungen des neuen DLCs „Lightfall“ gekoppelt. Das neue Exotic vereint Automatikgewehr, Raketenwerfer und Granatwerfer – klingt stark, doch spielt sich leider nicht wirklich so. PvP-Profis und Streamer schimpfen jetzt über die teure Waffe, die in einem Monat schon 2 Mal kaputt war.

Destiny 2: Lightfall-Exotic schon jetzt bekommen, kostet nur 99,99 Euro – lohnt sich das?

Warum ist die Waffe so teuer? Eigentlich ist das neuste Waffen-Exotic von Destiny 2 noch gar nicht im Spiel. Die Waffe „Quecksilbersturm“ kommt erst am 28. Februar 2022 mit der Erweiterung Lightfall ins Game. Doch wer jetzt für 99,99 Euro vorbestellt, erhält die Waffe gut ein halbes Jahr früher.

Die normale DLC-Version von Lightfall für 49,99 Euro reicht übrigens nicht für die Knarre, es muss die gut 100-€-Version sein, wenn man die neue Waffe aus Destiny 2 nutzen möchte. Zusätzlich gibt es dann aber auch noch ein paar Cosmetics und spätere Season-Passes obendrauf. Der vom Destiny-Entwickler verklagte Streamer wird sich das kaum leisten können.

Destiny 2: Lightfall im PS-Store vorbestellen für 99,99 Euro
Im PS-Store könnt ihr Destiny 2: Lightfall + Jahrespass für 99 99 Euro vorbestellen © Bungie / Sony

Klingt stark: Während viele YouTuber die exklusive Waffe in ihren Videos mit „pay2win“ bewerben oder wie krass Quecksilbersturm doch in Destiny 2 sei, spricht ein Profi aus, was alle anderen später in ihren Videos auch erwähnen: Die Waffe ist leider nicht gut so gut. Dabei klingt die Waffe auf dem Papier richtig stark:

Destiny 2 – Streamer schimpft: „Quecksilbersturm lässt euch bezahlen, um zu verlieren“

Deswegen ist Quecksilbersturm pay2lose: SirDimetrious ist ein Urgestein in der Dentin-Szene und ein richtiges Ass, dem man im PvP nicht über den Weg laufen möchte. In seinem Test zur Waffe auf YouTube meint er frech, aber ehrlich: „Quecksilbersturm lässt euch dafür bezahlen, dass ihr verliert“.

Der Profi führt dabei aus, dass die neue Waffe im PvP (dem Multiplayer) leider so wirklich gar nichts Besonderes kann, und eher enttäuscht. Die zielsuchenden Raketen treffen Feinde oft nicht. Der Extra-Schaden einer Rakete liegt bei nur 5, ein normaler Gewehrschuss verursacht schon 21 Schaden.

Destiny 2: Lightfall vorbestellen, um Quecksilbersturm Exotic und weitere Cosmetics zu erhalten
Das neue Destiny-2-Exotic Quecksilbersturm ist exklusiv für Vorbesteller der fast 100 Euro teuren Edition © Bungie

Hat man dann doch genug Raketen gelandet und alle drei exotischen Granaten aufgeladen, wird man erneut enttäuscht: Man bräuchte alle 3 Granaten, um einen Feind im PvP zu killen – in der Zeit hat man ihn aber schon locker 3-Mal regulär erschossen, da man nach jeder Granate kurz nachladen muss. Wichtig ist noch zu erwähnen, dass der Explosionsradius lächerlich klein ist.

Auch andere Pros wie Aztecross lachen auf YouTube: in ihren Tests „Oh Gott, wie schwach ist das“ und gucken entsetzt in die Kamera. Wichtig ist aber, dass die Waffe nur so schlecht im PvP abschneidet, im Kampf gegen KI-Feinde ballern die Granaten heftig rein und die zielsuchenden Raketen runden das exotische Gewehr ab.

Lohnt sich es sich vorzubestellen? Ein wirklicher Grund Vorzubestellen ist Quecksilbersturm aber nicht, in der Meta ist derzeit kein Platz dafür. Wer aber die neue Dentiny-Erweiterung eh kaufen wollte, freut sich über sein neues Exotic, wenn Entwickler Bungie es nicht gerade sperrt. Einerseits aber auch gut, denn so ist Destiny 2 sicher kein pay2win.

Neues Destiny-Exotic ist schon 2-Mal kaputt: Kurios ist, dass Quecksilbersturm in seiner kurzen Lebenszeit von nicht mal einem Monat schon zwei mal gesperrt und deaktiviert wurde. Direkt zwei Tage nachdem die ersten Spieler Quecksilbersturm für fast 100 Euro geholt hatten, wurde die Knarre deaktiviert. Kurze Zeit später folgte nach einer ersten Reparatur die zweite Zwangspause. Die Destiny-2-Spieler schimpften verständlicherweise, dass sie sich betrogen fühlten.

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