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Sony auf Shopping-Tour – Was ist der nächste große Kauf nach Bungie?

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Von: Oliver Schmitz

In der letzten Woche gab es viel Wirbel um die Übernahme von Bungie durch Sony. Doch scheinbar ist die Shopping Tour des Unternehmens noch nicht am Ende.

San Mateo, Kalifornien – Die Gaming-Branche kommt derzeit nicht zur Ruhe. Eine große Übernahme reiht sich an die andere. Zuerst durch Microsoft und nun Sony. Doch laut eigenen Angaben hat der PS5-Entwickler noch nicht genug und plant bereits weitere Zukäufe. Womöglich als Antwort auf den gigantischen Activision-Deal der Xbox-Konkurrenz? Auf jeden Fall stehen derzeit einige große Namen im Raum. Doch der größte könnte noch unbekannt sein.

Name des UnternehmensSony Interactive Entertainment
HauptsitzSan Mateo, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Gründung16. November 1993, Minato, Präfektur Tokio, Japan
CEOJim Ryan (seit 1. Apr. 2019)
GründerKen Kutaragi, Norio Ōga
Mitarbeiterzahlca. 1400
Umsatzca. 24,6 Milliarden US-Dollar (Geschäftsjahr 2020/21)

Sony will weitere Studios übernehmen – PlayStation-Chef kündigt Großes an

Was hat Sony genau angekündigt? Mit der Übernahme durch Halo-Erfinder Bungie hat es Sony geschafft, die Aufmerksamkeit der Gaming-Branche wieder mehr auf sich zu richten. Zuvor war überall über den Activision-Kauf von Microsoft und dessen womöglich großen Auswirkungen diskutiert worden. Dieses Momentum hat nun PlayStation-Boss Jim Ryan genutzt, um die nächste Big News zu verkünden: Sony möchte seine Shopping-Tour fortsetzen.

„Wir sollten unbedingt mehr erwarten. Wir sind noch lange nicht fertig“, sagte der 53-Jährige im Interview mit GamesIndustry bezüglich zukünftiger PS-Übernahmen. Anschließend ergänzte er: „Wir wollen noch viele weitere Schritte [moves] unternehmen.“

Laut Jim Ryan hätte man schon oft darüber gesprochen, die PlayStation-Community zu vergrößern und über das „historische Konsolen-Kerngeschäft hinaus zu expandieren“. Dies könnte „viele Formen annehmen“. So beginnt man bei Sony nun mehr auf „Multiplattform“ zu setzen. Dafür hätte man eine „aggressive Roadmap“ mit Live-Diensten angefertigt. Womöglich spielt der PlayStation-Boss damit sogar auf das neue PS Plus Super-Abo „Spartacus“ an, welches dem Xbox Game Pass für die Xbox Series X Konkurrenz machen könnte.

Angriff auf Microsoft: Sony will Shopping-Tour fortsetzen – Mögliche Unternehmen im Überblick

Welche Gaming-Unternehmen könnte Sony noch kaufen? Nun steht die Frage im Raum, wo die Reise für Sony und PlayStation konkret hingehen wird. Da klar ist, dass weitere Einkäufe passieren sollen, sind auch bereits einige Gerüchte im Umlauf. Allen voran Capcom wurde dabei öfter genannt. Unter anderem Branchen-Insider Shinobi602 deutete in einem Tweet auf eine mögliche Übernahme hin. Doch auch weitere große Namen fielen in der Debatte. So brachte das News-Portal Screenrant noch die beiden Gaming-Größen Ubisofrt und Square Enix auf den Tisch. So oder so müsste Sony wohl viel Geld in die Hand nehmen.

Sony: Einkäufe eine Reaktion auf Microsofts Activision-Deal? Nächster Knaller in Planung

Reagiert Sony mit den Übernahmen auf den Activision-Deal? Die Bungie-Übernahme von Sony wirkt auf den ersten Blick klar wie eine direkte Antwort an den Konkurrenten Microsoft. Einerseits aufgrund des Timings, da der Kauf nur zwei Wochen nach dem Activision-Deal veröffentlicht wurde. Andererseits, da Bungie als Halo-Erfinder jahrelang ein großes Aushängeschild von Microsoft war.

Doch zumindest nach eigenen Angaben gibt es keinen direkten Zusammenhang. „Der Deal war in den letzten 5 bis 6 Monaten in Arbeit. Es ist keine Reaktion auf die Geschäfte von Take-Two/Zynga oder Microsoft/Activision“, erklärte der Spiele-Journalist Christopher Dring nach dem Interview mit PlayStation-Chef Jim Ryan.

Gegendarstellung: Links ein PlayStation-Logo und rechts ein Xbox-Logo.
Nach Bungie-Deal: Sony plant weitere Übernahmen – Diese Studios kommen infrage (Montage) © Sony/Microsoft

Ob das tatsächlich der Wahrheit entspricht, wissen wohl nur die Beteiligten selbst. Natürlich wird Sony den Bungie-Kauf nicht auf zwei Wochen abgewickelt haben, jedoch könnte der PlayStation-Erfinder auch viel früher von der Activision-Übernahme durch Microsoft gewusst haben. So oder so dürfte das Wettrüsten zwischen den beiden Gaming-Giganten noch lange nicht beendet sein.

Unter anderem hat ein weiter Branchen-Insider Jeff Grubb im GamesBeat-Podcast erklärt, dass in Bezug auf die Einkäufe von Activision und Bungie ein noch größerer oder zumindest ähnlich großer Deal „am Horizont“ liege. Damit das gelänge, müssten Sony oder Microsoft fast schon eine Größe wie Electronic Arts (EA) kaufen, was derzeit wohl eher unwahrscheinlich erscheint. Man darf also gespannt sein, was als nächstes passiert.

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