Mehr Zuschauer:innen als das Original

Squid Game: Netflix-Hit nachgestellt – Plagiats-Affäre um Youtube-Remake

  • Noah Struthoff
    VonNoah Struthoff
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Der YouTuber MrBeast hat die Netflix-Erfolgsserie Squid Game detailgetreu nachgebaut und damit Millionen von Fans begeistert. Doch nun hagelt es Vorwürfe.

Kansas, USA – Der amerikanische YouTuber MrBeast ist aktuell in aller Munde. Er baute originalgetreu die Netflix-Serie Squid Game nach und ließ 456 Fans um 456.000 Dollar spielen. Das YouTube-Video dazu ist schon jetzt ein riesiger Hit. Über 120 Millionen Menschen schauten sich die Aktion an. Nun gibt es aber auch Kritik am Video – es gibt Plagiatsvorwürfe und schlechte Stimmung gegen den YouTuber. Was ist das Problem?

Vollständiger NameJames Steven Donaldson
Bekannt alsMrBeast
Geburtstag7. Mai 1998
GeburtsortKansas, USA
Follower auf YouTube81,9 Millionen (Stand: November 2021)
Kanalaufrufe13,6 Milliarden (Stand: November 2021)

Squid Game nachgestellt: YouTube-Star MrBeast erntet scharfe Kritik

Um dieses Video geht es: Am 24. November lud MrBeast ein Video rund um Squid Game auf seinem Kanal hoch. Für etwa drei Millionen Dollar soll das Team von MrBeast eine detailgetreue Nachbildung der Netflix-Serie Squid Game gebaut haben. Mit dabei sind die bekannten Spiele aus Squid Game, darunter „Rotes Licht, Grünes Licht“ und das Tauziehen über dem Abgrund. Am Ende gewann die Nummer 079 das Preisgeld von 456.000 Dollar und setzte sich gegen 455 andere Teilnehmer:innen durch.

Das Video schoss innerhalb von wenigen Stunden in die YouTube-Trends und mittlerweile hat der Clip über 120 Millionen Aufrufe generiert. Zehn Millionen Daumen nach oben bekam das Video und wurde schon jetzt zu einem der erfolgreichsten Projekte von MrBeast. Allerdings gibt es auch zahlreiche weitere Videos von MrBeast, die über 100 Millionen Aufrufe bekommen haben. MrBeast spendet aber auch Einnahmen aus seinen Videos für den guten Zweck.

Squid Game von MrBeast extrem erfolgreich – Doch jetzt hagelt es Vorwürfe.

Diese Vorwürfe gibt es nun: Auf Twitter häufen sich negative Kommentare rund um das Projekt von MrBeast. So heißt es in einem mittlerweile gelöschtem Tweet beispielsweise: „MrBeasts Squid Game Video: 103 Millionen Aufrufe in vier Tagen. Es dauerte sieben Wochen für den Bau. Squid Game Serie auf Netflix: 111 Millionen Aufrufe in 30 Tagen. Es dauerte zehn Jahre für den Bau.

Damit kritisiert der Tweet-Schreiber, dass der Aufwand für MrBeast deutlich geringer und der Ertrag dennoch größer war. Allerdings klaute der YouTuber die Idee und entwickelte kein eigenes Konzept. Genau diesen Punkt bemängeln zahlreiche User:innen.

Squid Game von MrBeast: Fans wünschen sich mehr Kreativität vom YouTuber

Diese Diskussion gibt es nun: Momentan gibt es vor allem zwei Seiten in der Diskussion rund um das Video von MrBeast:

  • Auf der einen Seite gibt es Plagiatsvorwürfe gegen MrBeast. Er hat die Serie 1 zu 1 kopiert und keine eigenen Konzepte reingebracht. Die Seite findet es unfair, dass MrBeast mit einem kopierten Konzept mehr Erfolg hat, als die eigentliche Serie.
  • Die andere Seite argumentiert, dass die Serie ja trotzdem extrem erfolgreich ist und eben aus mehreren Folgen besteht, während das Squid Game von MrBeast nur ein YouTube-Video lang ist. Außerdem sei es bemerkenswert, wie schnell MrBeast ein solches Projekt auf die Beine gestellt hat.

Könnte es nun zu einer Klage kommen? Viele Zuschauer:innen fragen sich, ob Netflix nicht gegen das Video von MrBeast vorgehen könnte. Immerhin wurde dort die Idee der Serie kopiert. Allerdings sind die Rahmenbedingungen dahinter unklar. So weiß man nicht, ob MrBeast vorher die Produzent:innen der Netflix-Serie um Erlaubnis gefragt hat. Außerdem ist unklar, ob Netflix selbst ein Problem mit dem Video von MrBeast hat.

Der YouTuber könnte nach diesem Erfolg sicherlich an einem zweiten Teil der Squid Games sitzen. Dort müsste er dann aber selbst auf Spielideen kommen. Es bleibt abzuwarten, wie es mit Squid Game weitergehen wird. Für den Netflix-Hit wurde bereits eine zweite Staffel angekündigt.

Rubriklistenbild: © Instagram: mrbeast/dpa: Rolf Vennenbernd/Netflix (Montage)

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