Steam: Klage gegen Valve erhoben

  • INGAME Redaktion
    VonINGAME Redaktion
    schließen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband erhebt Klage gegen den Half Life-Entwickler Valve. Grund ist ein von Dem Entwickler nicht umgesetztes Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg des letzten Jahres. Dieses besagt, dass gebrauchte Software grundsätzlich weiterverkauft werden darf, also auch über Valve’s Plattform Steam. Der Verbraucherzentrale Bundesverband, kurz vzbv, forderte Steam daraufhin auf eine entsprechende Unterlassungserklärung abzugeben. Jedoch kam Valve dieser Aufforderung mit dem Stichtag Ende September 2012 nicht nach.

Daher erhob der Verbraucherzentrale Bundesverband Klage gegen den Entwickler und Vertreiber von Spielen und Software. Der Verband sieht durch die Account-Bindung gekaufter Spiele und dem damit einhergehenden, kaum möglichen Wiederverkauf (außer, man verkauft den ganzen Spiele-Account, was zumindest laut Steam-AGB aber nicht erlaubt ist) die Rechte der Konsumenten verletzt.

»Nach Auffassung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes hat der Europäische Gerichtshof mit seinem Urteil vom 03.07.2012 auch eine Grundlage zur Stärkung der Rechte der Verbraucher im Online-Spielebereich geschaffen, in dem er den Weiterverkauf gebrauchter Software klar bejaht hat. Die Überlegungen des EuGH lassen sich aber nach Ansicht des vzbv auch auf den Weiterverkauf von Spieleraccounts übertragen, so dass der vzbv Klage gegen Valve vor dem Landgericht Berlin erhoben hat.« schreibt die Verbraucherzentrale Bundesverband auf ihrer offiziellen Seite. Zwar hatte sich Valve zuvor dazu verpflichtet, die Nutzung (oder eben nicht mögliche Nutzung) von Steam nicht von einer Zustimmung zu einer abgeänderten AGB abhängig zu machen, der vzbv wertet dies allerdings natürlich lediglich als Teilerfolg.

»Als Eigentümer eines Brettspiels kann es [der Verbraucher] ohne weiteres verschenken, verkaufen oder anderen ein Nutzungsrecht einräumen. Diese Möglichkeiten bleiben ihm bei einer Spiele-Software oft verwehrt. Technische Hürden und das Verbot der Weitergabe und des Verkaufs hindern den Käufer einer Spiele-Software daran, mit seinem Eigentum zu verfahren wie er möchte.«

Wir sind gespannt, wie Valve auf diese Klage reagiert und ob der vzbv am Ende Erfolg mit ihrer Klage haben wird. Wir als Kunden und Nutzer würden davon sehr profitieren, Valve aller Wahrscheinlichkeit großen Schaden erleiden. Ob der vzbv auch Klage gegen andere Plattformen mit Account-Bindung wie EA’s Origin erheben wird bleibt abzuwarten. Hier könnt ihr euch den ganzen Text der vzbv durchlesen.

Soll Valve eurer Meinung nach den Weiterverkauf von Spielen erlauben?

Quelle: gamestar.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare