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Stray Blade greift Souls-Games an – und macht sie endlich zugänglicher

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Von: Janik Boeck

Stray Blade ist ein Highlight auf der Gamescom 2022. Das Game stammt aus einer deutschen Spieleschmiede und es hat mächtig Potenzial.

Köln – Auf der Gamescom 2022 wird eines wieder ganz deutlich: Es gibt eine Menge Videospiele, die erschienen sind oder noch erscheinen sollen. Jährlich wird der Markt mit neuen Games geflutet und damit die Sinne überflutet. Wer zockt, wird das Problem kennen. Es gibt einfach viel zu viele Spiele, die man noch spielen will aber allein der Umfang einiger Titel sorgt dafür, dass man sie ewig aufschiebt. So kann es schon mal sein, dass die Liste der Spiele, die man spielen will länger wird als die mit Spielen, die man schon gespielt hat. Stray Blade hat das Potenzial sich an der Liste vorbeizumogeln.

Name des SpielsStray Blade
Release (Datum der Erstveröffentlichung)2023
EntwicklerPoint Blank Games
Publisher505 Games
PlattformPS5, Xbox Series X/S, PC
GenreAction-Adventure, Rollenspiel

Stray Blade könnte Souls-Games umkrempeln – und es scheint gar nicht schwer zu sein

Das Spiel solltet ihr auf dem Schirm haben: Kurz umrissen: Stray Blade ist ein Action-Adventure-Rollenspiel aus der deutschen Spieleschmiede Point Blank Games. Das Action-Adventure-Rollenspiel wirft uns in eine Fantasy-Welt, voll mit Menschen und Monstern, die uns an den Kragen wollen. Wir sind aber alles andere als wehrlos. Mit einem riesigen Arsenal an Waffen und einem knackigen Kampfsystem, das auf Präzision und Geschick setzt, stellen wir uns jedem Gegner in den Weg.

Schon der erste Blick aufs Spiel hat mich neugierig gemacht. Der spezielle Artstyle war eine willkommene Abwechslung zu immer realistischer werdender Grafik in immer mehr Spielen. Dazu kam dann das Gameplay und die Story, die gleichermaßen einfach und Komplex zu sein schienen. Nach einem ersten Anspielen haben sich diese Eindrücke noch weiter gefestigt.

Der Held aus Stray Blade kämpft gegen ein Monster
Stray Blade: Fantasy © 505 Games

Souls-Game trifft auf Storytelling: Anders als in Souls-Games wird die Story in Stray Blade tatsächlich erzählt. Spieler*innen müssen sich also nicht alles aus Item-Beschreibungen zusammensuchen. Damit dürfte das Spiel sehr viel zugänglicher werden, als beispielsweise Elden Ring.

Stichwort Elden Ring: Wo andere Spiele in schieren Größenwahn eskalieren, scheint Stray Blade eher kompakt zu bleiben, ohne sich dabei kleinzumachen. Das fängt schon beim Artstyle an – detailliert, aber nicht realitätsnah. Im Gespräch verrieten uns Nicholas Zamo und Vincent Klose (Brand Manager und Public Relation), dass der Stil rein aus der Vision des Art Directors stammt. Er habe das im Kopf und richte sich allein nach seiner Fantasie.

Stray Blade holt Fantasy zurück auf den Boden

Ein Segen in der Spieleflut? Fantasie ist auch das Stichwort. Stray Blade wirkt wie pure Fantasy – zum Anfassen, aber ohne, dass sie einen erschlägt. Die Story bleibt dabei bodenständig. Wir erkunden zusammen mit unserem Begleiter Boji das von Krieg zerrüttete Tal Acrea und streifen dabei durch verlassene Ruinen von vergangenen Zivilisationen. Wir müssen uns dabei aber nicht durch endlose Weiten einer Open World kämpfen, sondern erkunden drei Areale, die sich nach und nach weiter öffnen, je weiter wir gespielt haben.

Die Spielwelt von Stray Blade
Stray Blade: Spielwelt © 505 Games

Sterben mit einem Twist: Sterben wir, werden wir in Souls-Manier an einen Schrein zurückversetzt und müssen uns erneut durch das Level kämpfen. Anstatt das Level aber wie in Souls-Spielen komplett zurückzusetzen, verändert sich in Stray Blade die Welt. Boji belebt uns wieder und weil das etwas dauert, vergeht in der Spielwelt Zeit. Das heißt, dass wir beim zweiten Mal völlig neue Gegner in einem Level vorfinden können. Ein interessanter Twist, der die Immersion des Spiels stärkt. Je nachdem wie oft man stirbt, sollen auch kleine Unterschiede in den Dialogen bemerkbar sein. Die Spielzeit liegt zwischen 20 und 30 Stunden.

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Die Erwartungen sind hoch: Im ersten Moment klingt all das vielleicht nach einem normalen Souls-Abklatsch. Beim Spielen merkt man aber sofort, dass normale Souls-Spiele und Stray Blade gar keine so große Schnittmenge haben. Das liegt vor allem daran, dass Stray Blade durch Artstyle und Storytelling zugänglicher ist. Bodenständige Fantasy, eine frei erkundbare, aber nicht endlos ausufernde Welt, eine packende Geschichte und ein knackiges Kampfsystem. Ein Release steht zwar noch nicht fest, Stray Blade ist aber für 2023 angepeilt. Wie es aussieht, wird 2023 also ein gutes Gaming-Jahr.

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