Stöpsel gezogen

Amouranth: Lösung für Hub-Tub-Kontroverse – Eigene Kategorie eingeführt

  • Janik Boeck
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Auf Twitch haben Hot-Tub Stream für eine echte Kontroverse gesorgt. Nun präsentiert Twitch seine Lösung die nicht weniger umstritten ist.

Update vom 27.05.2021: Twitch hat sich auf ihrer Webseite nochmals zu dem Thema der neuen Kategorie mit Hot-Tub-Streams geäußert. Amazons Streaming-Plattform sagt in dem Beitrag, dass es während der Diskussion zu dem Thema Hot-Tub-Streams sehr stark um die Motivation und Absichten der jeweiligen Streamerinnen ging. Sie wollen jedoch klarmachen, dass es niemand verdient hat wegen des Inhalts, den er streamt, wie er aussieht oder wer er ist schikaniert zu werden. Twitch wird gegen solche Belästigungen durch Zuschauer jederzeit vorgehen. Damit stellt sich Twitch vor die Hot-Tub-Streams. Weiterhin schreiben sie: „Wir haben Regeln was anzügliche Inhalte angeht. Wenn ein Streamer oder eine Streamerin als zu reizvoll von den Zuschauern empfunden wird, verstößt dies nicht gegen die Regeln und Twitch wird keine Maßnahmen ergreifen nur, weil jemand als sehr attraktiv wahrgenommen wird.

Name der PlattformTwitch
MuttergesellschaftAmazon
Gründung6. Juni 2011
Sprachen28
Web-Adressehttps://www.twitch.tv/
Nutzer pro Tagca. 17,5 Millionen (Stand Oktober 2020)

Update vom 22. Mai 2021: Wochenlang wurde das Thema „Hot-Tub-Streams“ diskutiert und viele Zuschauer auf Twitch können nicht verstehen, warum die Streaming-Plattform derartige Inhalte zulässt. Jetzt hat sich Twitch in einem Blog-Post an die Öffentlichikeit gewendet und eine neue Kategorie vorgestellt, in der diese Streams in Zukunft ihren Platz finden sollen. Twitch nennt die neue Kategorie: „Pools, Hot-Tubs and Beaches“ (Schwimmbecken, Whirlpools und Strände). Unserer Meinung nach zeigt dies sehr deutlich, dass Twitch diesem Segment einen Raum geben möchte und die Zuschauerzahlen für das Unternehmen so wichtig sind, dass sie auf diese Inhalte in Zukunft nicht verzichten möchten.

San Francisco, USA – Die Streaming-Plattform Twitch hält seine Streamer:innen und deren Fans weiter in Atem. Am 18. Mai 2021 entschloss sich der zu Amazon gehörige Anbieter dazu, Schritte gegen die viel kritisierte Hot-Tub-Meta zu unternehmen. Namentlich traf es die Streamerin Kaitlyn „Amouranth“ Siragusa. Die hatte, wie viele andere auch, durch Streams im Planschbecken für eine Kontroverse gesorgt. Twitch streicht ihr deswegen die Werbeinnahmen. Jetzt springen ihr auch Kritiker der Hot-Tub-Streams zur Seite.

Amouranth: Twitch löst mit Skandal-Lösung einen Skandal aus

Die Ära der Hot-Tub-Streams könnte sich dem Ende neigen. Dass Twitch Amouranth die Werbung auf ihrem Kanal streicht spricht zumindest dafür. Aber der Reihe nach. Am 18. Mai twitterte Kaitlyn „Amouranth“ Siragusa, dass Twitch ihr die Werbung ohne Ankündigung von ihrem Kanal gestrichen hätte. Laut einer später getroffenen Aussage ihrerseits seien das über 1.000 USD pro Tag. Man muss wahrlich kein Mathe-Genie sein, um zu merken, dass das eine Menge Geld ist.

Viele Teile der Community auf Twitch hatten diesen Schritt begrüßt. Amouranth war vor allem durch ihre Hot-Tub-Streams bekannt geworden. Über diese beschwerten sich die User:innen der Plattform bereits seit längerer Zeit beim Anbieter. Mit dem eingeleiteten Schritt gegen die viel kritisierte Amouranth zeigt Twitch eine erste Reaktion. Einige Streamer:innen, die Siragusas Inhalte kritisierten, halten das aber für fragwürdig.

Einer der Twitch-Streamer, der sich immer wieder zur Kontroverse der Hot-Tub-Streams äußerte ist Asmongold. Der World of Warcraft-Content Creator ist bekannt dafür mit seiner Meinung nicht hinterm Berg zu halten. In einem seiner Streams reagierte er auf Amouranths Tweet und pflichtete ihr bei. „Warum sind sie nicht einfach auf sie zugekommen und haben ihr gesagt ‚hör auf das zu machen oder wir demonetarisieren dich.‘ Wieso ist das keine Strategie?“.

Amouranth: Twitch erntet viel Kritik für den Werbebann der Skandal-Streamerin

Asmongold stellt in seinem Stream klar, dass seine Aussagen auf der Annahme basieren, Amouranth sage die Wahrheit. Seiner Meinung nach habe Twitch mit der Art und Weise der Problemlösung einen Fehler gemacht. Während sein Chat den Bann feierte sagte er „Schaut, alle feiern. [...] Aber was passiert, wenn mir das passiert?

Amouranth: Twitch stellt Hot Tub Streamerin kalt

Neben Asmongold äußerten sich auch zwei weitere namhafte Streamer. Einer der beiden ist Destiny, der in dem Bann eine Vertragsverletzung seitens Twitch sieht. Er sei sich sehr sicher, dass die Plattform nicht einfach ohne Ankündigung einen Vertrag auflösen dürfe. Es sei seiner Meinung nach vertraglich festgehalten, dass für einen Bann eine schriftliche Begründung vorliegen müsse. Twitch hätte Amouranths Werbeeinnahmen nicht einfach unangekündigt streichen dürfen.

Der dritte Streamer im Bunde ist xQc, der die Situation als beängstigend bezeichnet. Was genau er damit meint ist unklar. Es liegt allerdings die Vermutung nahe, dass er sich darauf bezieht, dass Twitch seinen Streamer:innen scheinbar willkürlich die Finanzgrundlage entziehen kann. Später sagte er jedoch „Ich will nicht lügen. Das ist meine wahre Meinung. Das könnte uns alle vor dem Verlust unserer Werbung gerettet haben. Sie könnte ein Sündenbock für uns alle sein“. Amouranth selbst hat inzwischen zwar Verständnis für den Schritt von Twitch gezeigt, ist aber mit der Durchführung nach wie vor nicht einverstanden.

Die Plattform begründete ihre Taten übrigens damit, dass nicht alle zugelassenen Inhalte für Werbetreibende geeignet seien. Mit dem Ansatz der Problemlösung hat Twitch allerdings ein neues altes Problem geschaffen. In der Kommunikation im Zusammenhang mit Banns zeigte sich der Anbieter schon des Öfteren nur wenig transparent. Der Schritt gegen Amouranth scheint daher nur ein weiteres Kapitel im undurchsichtigen Verhaltenskodex von Twitch zu sein. Was darin steht, darüber scheint sich auch der Streaming-Dienst nicht ganz im Klaren zu sein.

Rubriklistenbild: © Twitter: Amouranth (Montage)

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