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ApoRed: Nimmt WM in Katar in Schutz – macht sich damit wieder lächerlich

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Von: Peer Schmidt

ApoRed hat in einem seiner neusten Videos sich zum Thema WM in Katar geäußert. Wie immer wird es hierbei schnell unqualifiziert und lächerlich.

Hamburg - ApoRed, der „Main-Character, der Deutschland erhalten soll“, der Prinz Puma und Millionär, der gleichzeitig eine Privat-Insolvenz an der Backe hat, haut wieder ein Video raus. Doch es geht diesmal nicht um Belanglosigkeiten. Ahmad packt diesmal auf YouTube ein politisches Thema an und es geht um nichts Geringeres als die Menschenrechte.

ApoRed verlangt im YouTube-Video „mal den Kopf anzustrengen“

Im Unterhemd präsentiert sich ApoRed aus Hamburg seinen Zuschauern, um eine wichtige Botschaft zu vermitteln. Katar soll in Ruhe gelassen werden. Hier fragen sich gerade viele, wieso diese Aufforderung gerade jetzt kommt? Deutschland ist seit einer Woche nicht mehr bei der WM mit dabei. Die Fußball-WM ist für Deutschland praktisch erledigt und um es mal hart zu sagen: Kaum einer interessiert sich aktuell noch für Katar. Uns bleibt maximal den Kampfgeist der Marokkaner zu loben, oder zu warten, ob und wann Christiano Ronaldo den Rekord von Eusebio einstellt.

ApoRed hat in seinem neuen YouTube Video das Thema Menschenrechte am Wickel. Ahmad Nadim, dass Katar in Ruhe gelassen wird.
ApoRed hat in seinem neuen YouTube Video das Thema Menschenrechte am Wickel. Ahmad Nadim, dass Katar in Ruhe gelassen wird. © YouTube / ApoRed

Aber lassen wir Ahmad Nadim seine Aussage begründen. Es geht ihm darum, dass einige Leute - von ihm auch liebevoll Goofys genannt - Katar wegen seiner Menschenrechtsverletzungen verurteilen. In seinem Video skandiert er: „Der eine sagt, beim Bau [der Stadien, Anm. d. Red.] sind 3.000 gestorben, der andere sagt 6.000, whatever. Das ist aber jetzt gar nicht das Thema.“ und fügt hinzu: „Ihr müsst euer Gehirn jetzt erstmal einschalten.“ Nach knapp zwei Minuten ist der Zuschauer nun sicherlich gespannt, was denn das Thema ist.

YouTuber ApoRed: „Euch jucken Menschenrechte nicht“

ApoRed holt den Moral-Hammer raus und erklärt: „Euch jucken Menschenrechte nicht, euch jucken Menschen nicht und euch jucken Rechte nicht.“, denn „Wo wart ihr bei der China-Olympiade?“. Der YouTuber holt aus und erklärt, welche Menschenrechtsverletzungen China an der Ethnie der Uiguren begeht und nennt diverse Beispiele, die ihm besonders aufstoßen und unterstreicht: „Das ist Menschenrechtsverletzung des Todes auf einer internationalen Ebene. Das gabs wahrscheinlich seit Langem nicht mehr.“ ApoRed versteht nicht, warum man nun mit dem Finger auf Katar zeigt.

YouTuber ApoRed möchte nicht, dass mit dem Finger auf Katar gezeigt wird
YouTuber ApoRed möchte nicht, dass mit dem Finger auf Katar gezeigt wird © picture alliance/dpa/AP | Francisco Seco

Er sieht den Grund dafür, dass es Klicks bringt (warum macht ApoRed eigentlich nochmal Videos?) und Fame-Geierei. Das alles „unter dem Deckmantel der Moral“. Ahmad lässt es sich natürlich auch nicht nehmen, einen Seitenhieb an seine Kollegen auszuteilen: „Eure ganzen Lieblings-YouTuber, die leugnen das in China. Die zeigen dann mit dem Finger auf Katar. Katar ist wahrscheinlich hunderttausendmal besser als Deutschland.

Mesut Özil wird vom YouTuber ApoRed als leuchtendes Beispiel erwähnt

Extrem positiv fand ApoRed den damaligen Support von Mesut Özil für die Uiguren. Der ehemalige deutsche Nationalspieler wurde damals von seinem Verein FC Arsenal dafür kritisiert. Das Hin und Her der Nationalmannschaft in Katar mit den Armbinden und dem Foto der zugehaltenen Münder hat dem Hamburger gar nicht gefallen: „Ich als deutscher cleaner Bürger schäme mich für solche Goofy-Aktionen“. ApoRed sieht die Verhältnismäßigkeit der Kritik nicht gewahrt.

Streamer und YouTuber wie Trymacs hatten im Vorfeld der WM in Katar einen Boykott angekündigt. Diesen Leuten wirft ApoRed vor, mit den Gefühlen der User zu spielen und diese Aktion lediglich für Klicks zu nutzen. Er verlangt, dass man nicht nur ein Land oder eine Sache kritisieren darf, sondern alles gleichmäßig kritisieren soll. Bei der Menge an Menschenrechtsverletzung, Umweltsünden und Ungerechtigkeiten auf dieser Welt glauben wir, dass dies allerdings eine schwere Aufgabe werden könnte.

Der User Marco Zaun kann dem Video von ApoRed allerdings nichts abgewinnen und vermisst eine klare Aussage. Er schreibt: „Die Leute sollen Kritik in einer Verhältnismäßigkeit äußern, weil es ja angeblich keinen juckt. Würde es keinen jucken, wäre aber wohl die Thematik so nicht da, weil der Journalismus immer darauf setzt und darüber berichtet, was die Leute interessiert. Insgesamt kann ich keine genaue Meinung raushören, da er sich immer wieder selbst widerspricht.“ Wir sind sicher: ApoRed wäre vermutlich nicht Millionär und insolvent gleichzeitig, wenn der Widerspruch nicht seine Superkraft wäre (Achtung: Meinung des Redakteurs).

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