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Drachenlord: Revision steht an – Rainer Winkler darf noch nicht feiern

Im Drachenlord-Prozess hat Rainer Winkler lediglich ein Jahr auf Bewährung aufgebrummt bekommen. Der YouTuber darf jedoch noch nicht feiern, denn die Staatsanwaltschaft geht in Revision.

Update vom 25.03.2022: Im Drachenlord-Prozess ist Rainer Winkler vom Landgericht Fürth/Nürnberg auf ein Jahr mit Bewährung verurteilt worden. Damit fiel das Urteil für den YouTube deutlich geringer aus, als von vielen Experten angenommen. Einen Anteil am positiven Ausgang für den Drachenlord könnte der betrunkene „Kronzeuge“ gewesen sein, der am Prozesstag unter anderem wegen tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte festgenommen wurde. Dem dabei stark alkoholisiertem Maximilian K. drohen nun selber bis zu drei Monate Gefängnis.

Vollständiger NameRainer Winkler
Bekannt alsDrachenlord
GeburtsortNeustadt an der Aisch
Geburtstag02. August 1989
Follower auf YouTube156.000
Follower auf TikTok109.700

Die Staatsanwaltschaft geht nun jedoch beim Bayrischen Obersten Landesgericht in München in Revision. Dabei wird das Berufungsverfahren von Rainer Winkler auf Rechtsfehler überprüft. Der Drachenlord muss also mit dem Feiern seiner Freiheit noch warten.

Erstmeldung vom 10.02.2022: Nürnberg – Rainer „Drachenlord“ Winkler musste sich vor Gericht wegen Körperverletzung, Verleumdung und Beleidigung verantworten. Doch die Eskalation hat noch lange nicht ihr Ende gefunden. In einer weiteren Verhandlung vor dem Landgericht Führt/Nürnberg wird sich das Schicksal des 32-Jährigen entscheiden. In seinem Livestream auf YouTube erklärt er seinen Zuschauer*innen, dass er nicht aufgeben will.

Drachenlord: Livestream zur Nintendo Direct endet in Realtalk – Nächste Verhandlung steht bevor

Das ist passiert: Im Oktober 2021 musste der Krawall-YouTuber Drachenlord vor Gericht. Immer wieder belagern Hater*innen sein Haus und provozieren die grauenvollsten Reaktionen von Rainer Winkler. Nachdem er zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde, ging die Staatsanwaltschaft in Revision, um die Haftstrafe zu verlängern.

Drachenlord „spätestens zu Weihnachten eingesperrt“ – YouTuber will nicht aufgeben

Das ist neu: In einem Livestream auf YouTube wollte Drachenlord eigentlich nur über die Nintendo Direct sprechen und mit seinen Zuschauer*innen über neu angekündigte Spiele sprechen. Doch mit einem leichten seufzen stellt er fest: „Ich weiß gar nicht, ob ich sowieso die nächsten Monate […] groß zum Zocken komme.“ Denn Drachenlord und sein Anwalt gehen Berufung und die nächste Verhandlung findet am 23. März 2022 statt. Dabei will Rainer Winkler dafür sorgen, dass er gar nicht erst ins Gefängnis muss.

Drachenlord: Bis Weihnachten im Gefängnis – Das will sich der YouTuber nicht gefallen lassen

Schlechte Aussichten: Es kann schon sein, dass ich dann spätestens zu Weihnachten wirklich eingesperrt werden würde“, bangt der YouTuber um seine Freiheit. Doch er plant, mit allen Mitteln gegen eine Haftstrafe vorzugehen. „Wenn die mich wirklich einsperren wollen, gehe ich noch mal in Revision“, verkündet Drachenlord und bezeichnet seine Situation als „Präzedenzfall“. Damit könnte Winkler wirklich die Chance haben, ein weiteres Urteil zu seinen Gunsten herauszuholen.

„Ich lass mir das auf jeden Fall nicht gefallen, weil – wie ich schon immer gesagt habe – ich bin meiner Meinung nach nur in der Verteidigungsposition und ich verteidige mich gegen diese ganzen Spastis vor meiner Haustür, die hier Scheiße bauen.“

Drachenlord auf YouTube

So stehen seine Chancen: Während ein Berufungsverfahren nur einmalig stattfinden kann, könnte Drachenlord mehrfach Revision fordern. Dabei wird aber lediglich die vorherige Verhandlungsinstanz auf Rechtsfehler überprüft. Ob es sich bei gefährlicher Körperverletzung, Verleumdung und Beleidigung wirklich um einen Präzedenzfall handelt, ist aber fraglich.

Bis zum 23. März werden sich alle Interessierten noch gedulden müssen, denn erst dann steht fest, wie Drachenlord weiter vorgehen muss. Wer sich von seinen Aussagen überzeugen will, sollte in seinem aufgezeichneten Livestream auf YouTube vorbeischauen. Vermutlich wird Rainer Winkler auch in Zukunft seine Zuschauer*innen über seine Kanäle informieren.

Rubriklistenbild: © dpa: Daniel Karmann/Pixabay (Montage)

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