Wie in einem Film...

Drachenlord-Prozess: Zeuge besäuft sich mit „Pfeffi“ – Rainer Winkler frei

  • Josh Großmann
    VonJosh Großmann
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Drachenlord bleibt frei. Das Urteil beschäftigt die „Haider“ und nun machen sie einen Zeugen dafür verantwortlich – er hatte 1,76 Promille und wurde von der Polizei abgeführt.

Update vom 29.03.2022: Noch immer ist die Hater-Community auf der Suche nach Maximilian K., der beim Drachenlord-Prozess von der Polizei wegen tätlichem Angriff auf einen Vollstreckungsbeamten festgenommen wurde. Für die Hater ist er nicht nur der Grund, weswegen Rainer Winkler nun wieder auf freiem Fuß ist, sondern hat auch ein schlechtes Licht auf die Haider-Szene geworfen. Tatsächlich mehren sich in den Medien immer häufiger Berichte, die das Verhalten der Hater scharf verurteilen.

Vollständiger NameRainer Winkler
Bekannt alsDrachenlord
GeburtsortNeustadt an der Aisch
Geburtstag02. August 1989
Follower auf YouTube156.000
Follower auf TikTok109.700

Update vom 26.03.2022: Der Prozess gegen den Drachenlord Rainer Winkler sollte eigentlich das krönende Finale des „Drachengame“ für die Hater des YouTubers werden. Nun steht die Mobbing-Community vor einem Scherbenhaufen. Ihr eigener Zeuge war vermutlich ausschlaggebend für die milde Strafe, die Rainer Winkler vor dem Landgericht Fürth/Nürnberg erhielt.

Jetzt macht sich ein Großteil von ihnen auf die Suche nach Mamimilian K. oder auch den „Taschenlampenhaider“, wie er in der Szene heißt. Allerdings scheint dieser untergetaucht zu sein, denn bisher gibt es keine Informationen über seinen Aufenthaltsort. Maximilian K. tut gut daran, diesen auch nicht preiszugeben, denn er weiß nur zu gut, welche Reaktionen nach dem Prozess für ihn resultieren könnten.

Erstmeldung vom 24.03.2021: Nürnberg – Das Urteil steht. Rainer Winkler muss nicht ins Gefängnis. Am 23. März fand seine Revisionsverhandlung statt, bei der Drachenlord, wie er sich auf YouTube nennt, das Urteil erhielt. Einer der vorgeladenen Zeugen trug wohl zur milderen Strafe des YouTubers aus Altschauerberg bei. Dieser wurde sturzbetrunken und pöbelnd von Polizeibeamten abgeführt.

Drachenlord: YouTuber entgeht Gefängnisstrafe – Milderes Urteil bei neuer Verhandlung

Was ist passiert? Nachdem die Staatsanwaltschaft vorerst eine höhere Strafe für Rainer Winkler gefordert hatte, fällte der zuständige Richter Axel Dunavs am 23. März das Urteil – ein Jahr auf Bewährung. Bei der ersten Gerichtsverhandlung vom Drachenlord sollten es noch zwei Jahre ohne Bewährung werden. Drachenlord wurde von allen Anklagepunkten bezüglich Körperverletzung freigesprochen – nur Verleumdung und Beamtenbeleidigung werden ihm angerechnet. Damit gibt das Gericht dem Krawall-YouTuber recht und auch Rainer Winkler ist sich keiner Schuld bewusst.

Das ist der Grund: Der Richter sei der Auffassung gewesen, dass die „Haider“ selbst zur Eskalation beigetragen haben. Der Verteidiger des Drachenlords argumentierte: „Die wussten, jetzt gibts Haue, das war dann eine Einwilligungshandlung.“ Der psychiatrische Gutachter Michael Wörthmüller diagnostizierte eine verminderte Steuerungsfähigkeit bei Rainer Winkler – somit sei er besonders anfällig für die Provokation der Haider.

Drachenlord: Zeuge wird festgenommen – 1,76 Promille und verletzter Beamter

Der Zeuge: Nicht unerheblich für dieses Urteil wird einer der Zeugen gewesen sein. Während der ersten Zeugen-Vernehmung musste die Verhandlung unterbrochen werden. Der Zeuge gesteht vor dem Termin zwei Bier getrunken zu haben und muss auf die Toilette, so t-online.de. Der Zeuge meinte, selbst kein Haider zu sein und sich lediglich von einem Freund überreden lassen habe, mitzukommen. Bei einem seiner Besuche wurde er vom Drachenlord mit einer Taschenlampe an den Kopf geschlagen.

Drachenlord: Zeuge soll YouTuber in den Knast bringen – versagt spektakulär

Eskalation vor dem Gerichtsgebäude: Später am Tag musste der Zeuge abgeführt werden. Nach seiner Aussage fand man den jungen Herren vor dem Gerichtsgebäude pöbelnd und stark alkoholisiert. Nachdem der Zeuge den ausgesprochenen Platzverweis ignoriert hatte, sollte er von Beamten abgeführt werden. Dabei verletzte er einen der Beamten leicht und wurde festgenommen – 1,76 Promille hat der Zeuge zu diesem Zeitpunkt intus. Als Hauptbelastungszeuge für den schwersten Anklagepunkt spielte das in die Karten von Rainer Winkler.

Internet hetzt gegen Zeugen: Auf Twitter und Co. wird der Zeuge beschimpft. Es sei seine Schuld, dass Rainer Winkler weiterhin frei bleibt. Aussagen wie „Zeugenversager“ sind da noch das Mildeste. Einer seiner ehemaligen Ausbildungsbetriebe wird mit schlechten Bewertungen bombardiert, auch wenn der Zeuge seine Ausbildung dort schon in 2019 abgebrochen habe. Welche Pläne die Haider auf Telegram schmieden, ist nur schwer auszumalen. Dort wurde zuletzt eine Live-Hetzjagd auf Drachenlord ausgetragen.

Rubriklistenbild: © dpa: Christoph Schmidt/Daniel Karmann (Montage) (Symbolbild)

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