Meddl Loide

Drachenlord: „weinende Kinder im Bett, die Angst haben“ – Statement der Nachbarn

Die Causa Drachenlord scheint selbst mit dem Gerichtsurteil noch immer nicht beendet zu sein. Nun gaben seine Nachbarn ein emotionales Statement ab.

Update vom 18.11.2021: „Chronologie einer Eskalation“ – so fasst SternTV in einer aktuellen Dokumentation die Situation rund um Rainer „Drachenlord“ Winkler zusammen. Am 18. November erschien der Beitrag über den offiziellen YouTuber-Kanal des Magazins und konnte innerhalb weniger Stunden knapp 80.000 Aufrufe auf sich vereinen. Und das wohl nicht ohne Grund. Denn die Reporter:innen von SternTV konnten neue Erkenntnisse zum Prozess gewinnen. Erstmals verraten die Nachbarn von Rainer Winkler, wie sie die letzten Jahre erlebt haben.

Vollständiger NameRainer Winkler
Bekannt alsDrachenlord
GeburtsortNeustadt an der Aisch
Geburtstag02. August 1989
Follower auf YouTube156.000
Follower auf TikTok109.700

Drachenlord: Eskalation am Gartenzaun – Nachbarn sprechen erstmals Klartext

SternTV befragte eine Nachbarin, die lieber anonym bleiben möchte. Sie habe Angst, ebenfalls von den Drachenlord-Hatern verfolgt zu werden, heißt es. Die Frau beschreibt Scharen von Menschen, die sich nachts auf dem Grundstück des 32-jährigen YouTubers tummeln. Besonders belastend seien jedoch die Schreie von Rainer Winkler, der sich bekanntermaßen lautstark gegen die anrückenden Hater zur Wehr setzt. Doch sie ist nicht die einzige Anwohnerin der 38-Seelen-Gemeinde, die von der Eskalation am Gartenzaun berichtet.

„Wir haben ganz oft weinende Kinder hier im Bett, die Angst haben.“ So lautet das schockierende Fazit eines weiteren Nachbarn, der den andauernden Kleinkrieg zwischen Rainer Winkler und seinen Kritikern als echte Nervenprobe für das ganze Dorf charakterisiert. Die eigenen Kinder allein draußen spielen zu lassen, sei inzwischen ein Ding der Unmöglichkeit, heißt es – und das ausgerechnet in einem winzigen Dorf in Bayern. Auch zu den Hatern selbst äußert sich der Nachbar im Interview mit SternTV.

Diese stammen seiner Einschätzung nach aus allen Schichten der Bevölkerung, gemeinsam hätten sie nur eins: sie alle seien „sozial völlig verkümmert“ und ließen nicht mit sich reden. im Drachengame gibt es eben nur Verlierer. Nachdem die Staatsanwaltschaft in Revision gegangen war, um die volle zweijährige Gefängnisstrafe, die Rainer Winkler droht, durchzusetzen, ist es still geworden um den Prozess, der im Oktober medialen Wellen schlug.

Zuletzt war Drachenlord in einem Livestream zu sehen, in dem er sein 10-jähriges YouTube-Jubiläum feierte.. Zur Gerichtsverhandlung oder seiner aktuellen Situation äußerte sich der 32-Jährige am 11. November jedoch nicht.

Update vom 26.10.2021: Drachenlord wendet sich am Montag erneut an seine Community und sendet über YouTube einen Livestream an seine Fans. Eigentlich hatte Rainer Winkler mit seinem Anwalt geplant, nach dem Urteil der zweijährigen Haftstrafe in Berufung zu gehen. Nun kommt ihm die Staatsanwaltschaft zuvor und geht in Revision.

Drachenlord: YouTuber vor Gericht – Staatsanwaltschaft will saftiges Strafmaß durchsetzen

Damit bekräftigt die Staatsanwaltschaft ihren Wunsch, das Strafmaß auf die geforderten zweieinhalb Jahre hochzuschrauben. Drachenlord sagt im Livestream: „Ich weiß nicht, wo das Problem ist. Nur weil die Staatsanwaltschaft es fordert, heißt es nicht, dass wir nicht besser davonkommen können. Ich bin zuversichtlich, was die Sache angeht. Ob ich zwei Jahre oder zweieinhalb Jahre absitze, das ist mir am Ende auch Latte.

Drachenlord schaut aber mit seinen Fans auch in die Zukunft und plant Deutschland zu bereisen und eine Zeitlang als Vagabund zu leben. Auch eine Reise ins Ausland schließt Rainer Winkler nicht aus. Er will die Welt sehen. Von seiner Reise aus, will Drachenlord dann seine Streams auf YouTube stellen.

Drachenlord erzählt vom Ziel des Berufungsverfahrens. Gleichzeitig befinden sich wieder Hater vor dem Grundstück von Rainer Winkler.

Update vom 22.10.2021 - 14:00 Uhr: In einem weiteren Livestream auf YouTube, der aktuell auch zu sehen ist, erklärt Drachenlord die weitere Vorgehensweise im Verfahren. Durch die Berufung besteht für ihn die Möglichkeit, die zweijährige Haftstrafe noch zu reduzieren, aber auch die Gefahr, dass die Strafe auf 2 Jahre und 6 Monate erhöht wird. Auch jetzt befinden sich die „Hater“ schon wieder vor seinem Grundstück, welches extreme Vernachlässigungsspuren zeigt. „Die Hater besiegen mich erst, wenn ich sterbe. Wenn sie mich umbringen, dann bin ich ein Märtyrer.

Update vom 22.10.2021: Drachenlord wurde vom Gericht in Nürnberg zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Die „Hater“ von Rainer Winkler feiern die Entscheidung, während er sich selber vor wenigen Stunden auf YouTube mit einem Livestream zum Urteil gemeldet hat. Darin sagt Drachenlord: „Das Urteil hat mich nicht wirklich überrascht, wenn ich ehrlich bin. Es ist ungerecht meiner Meinung nach, weil ich mich verteidige. Nichts anderes. Es ist nicht so, dass ich durch die Gegend laufe und den Leuten aufs Maul haue.“ Drachenlord nennt die beiden Medizinstudenten, die als Zeugen ausgesagt haben „Witzfiguren“ und erklärt weiter, dass er sich Meldungen zum Verfahren und dem Urteil nicht anschaut. „Ich war ja dabei“, sagt er knapp.

Rainer Winkler erklärt nochmals, warum er das Urteil ungerecht findet: „Ich bin es, der unter psychischem Druck steht. Ich bin es der ständig verbal, körperlich und psychisch angegriffen wird. Ich wurde mit Messern und Schlagstöcken angegriffen und verletzt. Ich stehe jetzt vor Gericht und muss mich verteidigen.“ Drachenlord erklärt in seinem YouTube-Video weiter, dass er die Wortwahl des Gerichts und der Staatsanwaltschaft beleidigend fand. Das Wort „Bewährungsversager“ hält er für unwahr. Seiner Meinung nach hatte er keine Chance, die 50 Sozialstunden des vorherigen Urteils abzuleisten, da kein Arbeitgeber bereit war, ihn dafür einzustellen. Auch hätte er alle Auflagen und Anregungen seines Bewährungshelfers seiner Meinung nach befolgt.

YouTuber Rainer Winkler bekannt als Drachenlord, gibt seine Meinung zum Gefängnisurteil in Nürnberg ab.

Drachenlord kündigt ebenfalls an mit seinem Anwalt in Revision zu gehen, da er sich als Opfer in der Sache sieht. Dann schildert Rainer Winkler seine Gefühle, die er hat, wenn er von den „Hatern“ angegriffen und terrorisiert wird: „Es ist frustrierend. Wie soll ich mich wehren? Ich darf mich nicht aufregen, ich darf nicht schlagen, ich darf mich nicht verteidigen. Was soll ich tun, wenn die Polizeibeamten nichts machen?“ Wann sein Anwalt die in Revision gehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Erstmeldung vom 21.10.2021: Nürnberg, Deutschland – Für viele sind das gute Neuigkeiten. Rainer „Drachenlord“ Winkler muss vor Gericht. Ihm wird unter anderem gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Nachdem er seine Adresse öffentlich gemacht hatte, wird sein Haus immer wieder von Hater:innen belagert, die ihre Wut am 32-Jährigen auslassen. Aber Drachenlord kann auch austeilen und so nahm das Drama immer weiter seinen Lauf. Nun steht der YouTuber vor Gericht, doch für ihn steht das Ergebnis fest: „Ich gehe heute nicht in den Knast.“

Drachenlord: YouTuber muss sich vor Gericht verantworten – Das ist passiert

Warum muss Drachenlord vor Gericht? Der YouTuber Drachenlord wurde wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt und muss sich vor dem Amtsgericht Nürnberg-Fürth verantworten. Aber auch andere Delikte werden dem 32-jährigen Rainer Winkler von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen. Das sind einige der Anklagepunkte gegen Drachenlord:

  • Gefährliche Körperverletzung
  • Verleumdung
  • Beamtenbeleidigung

Das ist passiert: Drachenlord hat einen Hater mit einer Taschenlampe geschlagen und verletzt. Außerdem bewarf er einen anderen mit einem Backstein. Aber es soll noch weitere Fälle gegeben haben, in denen der YouTuber andere Menschen verletzt hat. Bei diversen Einsätzen an seinem Haus soll Rainer Winkler auch einige Polizisten beleidigt haben. Auch MontanaBlack wurde wegen Beamtenbeleidigung angezeigt, jedoch musste der sich nicht vor einem Gericht verantworten.

Drachenlord vor Gericht: YouTuber gesteht – Muss er doch ins Gefängnis?

Das Geständnis des YouTubers: Drachenlord hat gestanden. In einer Erklärung, die sein Verteidiger verlas, wurden viele der Anklagepunkte – wie die Taschenlampen-Attacke – eingeräumt. Er soll auch einen seiner Hater in den Schwitzkasten genommen und geschlagen haben. Auch viele seiner Hater:innen waren bei der Verhandlung dabei und vor dem Gerichtsgebäude gab es ein riesiges Polizeiaufgebot

Drachenlord: YouTuber vor Gericht – Gibt Geständnis ab

Das will Drachenlord ändern: Rainer Winkler sagte dem Amtsgericht, dass er sich ändern wolle und seinen YouTube-Auftritt so gestalten wird, dass er nicht mehr so viele Hater:innen bekommt. Außerdem habe er bereits sein Haus verkauft und wird an einen neuen Wohnort ziehen. Ob er damit wirklich die Hater:innen abschütteln kann, ist fraglich und hoffentlich lässt er sich nicht wieder von seinen Gegner:innen aufspüren.

Wie lautet das Urteil? Bisher steht das Urteil noch nicht fest und es wird am 28. Oktober erwartet. Die Staatsanwältin lehnte es bei Prozessauftakt ab, sich im Falle eines Geständnisses auf eine Bewährungsstrafe zu einigen. Es könnte also schlimm für Drachenlord ausgehen. Hoffentlich hat er sich mit anderen Streamern gut gestellt, denn MontanaBlack hat einen Kumpel aus dem Gefängnis freigekauft und hilft vielleicht auch dem YouTuber.

Drachenlord: Krawall-YouTuber vor Gericht – So konnte es so weit kommen

Wer ist überhaupt Drachenlord? Der 32-jährige Rainer Winkler ist seit Jahren im Internet unter dem Namen Drachenlord aktiv. Regelmäßig muss er sich mit seinen Hater:innen herumschlagen und ist bekannt dafür auch einmal auszuteilen. Bereits im September 2019 wurde er zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten verurteilt. Vor der neuen Verhandlung schrieben ihm dutzende Menschen, dass sie sich darauf freuen, dass er am 21. Oktober ins Gefängnis muss. Doch der 32-Jährige war vom „Narzissmus“ seiner Hater:innen so genervt, dass er in einem Stream auf YouTube ein Statement abgab:

„Egal was passiert, es spielt keine Rolle, denn morgen gehe ich nicht in den Knast und selbst wenn ich verurteilt werden würde und nicht in Berufung gehen würde, würd‘ ich auch nicht morgen in Knast gehen, sondern in ein paar Wochen erst.“

Drachenlord auf YouTube

Nachdem er in einem Video seine Adresse preisgegeben hatte, um den Hater:innen persönlich gegenübertreten zu können, wurde sein Haus immer wieder belagert. Hunderte Hater:innen pilgerten regelmäßig zum Drachenlord, um dort gegen den YouTuber zu protestieren oder ihn zu beleidigen. Bei vielen der Auseinandersetzung wurde auch Rainer Winkler handgreiflich, wie sein Geständnis ergab. Auf seiner offiziellen Website hat Drachenlord seine gesamte Geschichte verschriftlicht.

Rubriklistenbild: © dpa: Monique Wüstenhagen/Daniel Karmann (Montage)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare