Wegen recyceltem Content

Ludwig: Das Ende von Twitch – Streamer sieht schwarz für Plattform

  • Michael Warczynski
    VonMichael Warczynski
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Twitch hat weiterhin steigende Zuschauerzahlen. Doch der bekannte Streamer Ludwig Ahgren sieht wegen eines Trends das Ende von Amazons Streaming-Plattform kommen.

San Francisco, USA – Anfang des Jahres 2021 wurde Streamer Ludwig mit seinem 30 Tage Livestream weltweit bekannt. Während seines Marathons brach er gleich mehrere Rekorde der Streaming-Plattform. In den Tagen seines Riesen-Streams reagierte er live auch auf viele YouTube-Videos, während seine Community zuschaute. Obwohl er also selbst immer wieder Reaction-Streams veranstaltet, spricht Ludwig nun eine Warnung aus. So sagt er, dass das Ende der Plattform Twitch immer näher rücken würde, wenn sich der Reaction-Trend fortsetzt. Die düstere Prophezeiung erläutert er in einem Livestream.

Name der PlattformTwitch
MuttergesellschaftAmazon
Gründung6. Juni 2011
Sprachen28
Web-Adressehttps://www.twitch.tv/
Nutzer pro Tagca. 17,5 Millionen (Stand Oktober 2020)

Gefährlicher Twitch-Trend: Reactions könnten das Ende bedeuten – Ludwig äußert schlimme Prognose

Auf Twitch gibt es seit geraumer Zeit einen großen Hype um Reactions-Streams. Fast jede:r Streamer:in der Plattform nimmt sich während der Livestreams die Zeit, um gemeinsam mit der Community auf Videos anderere Influencer:innen zu reagieren. Das scheint vielen Fans zu gefallen, da sie das Gefühl bekommen, Videos von anderen zusammen mit ihren Lieblings-Streamern zu schauen. Doch grade das löst ein großes Problem aus, das in den nächsten Jahren zum Verhängnis für Twitch werden könnte. Denn durch die Reaction-Streams vieler Internet-Stars wird kaum noch eigener Content produziert.

Viele große und weltbekannte Streamer verdienen mächtig Geld damit, nur auf Videos von anderen zu reagieren. Das nennt sich dann Reaction und gehört momentan zu den beliebtesten Inhalten auf Twitch. Fans schicken ihren Lieblingsstreamer:innen gern Links zu interessanten Videos, auf die ihre Idole dann wiederum reagieren sollen. Doch woher kommen die frischen Ideen, wenn Streamer:innen irgendwann nur noch mit Reaction-Content Erfolge feiern können?

Diese Frage stellt sich auch der 26-jährige Ludwig Ahgren – auf Twitch als „Ludwig“ bekannt. Der in San Francisco beheimatete Streamer machte im letzten Jahr vor allem mit einem kuriosen Rekord auf sich aufmerksam. 30 Tage am Stück streamte Ludwig im April – ohne die Kamera auch nur eine Sekunde auszuschalten. Nun wendet der ausdauernde Streamer sich mit einer besorgniserregenden Prognose an seine Zuschauer:innen und die Twitch-Gemeinschaft. Der Reaction-Trend sei Gift für die Plattform.

Gefährlicher Twitch-Trend: Streamer-Star prophezeit Tod der Plattform, wenn es so weiter geht

Gefährlicher Twitch-Trend: Ludwig zweifelt am Content vieler Streamer – das ist seine Wunschlösung

Im Statement von Ludwig heißt es ziemlich überraschend: „Das geht zu weit. Ich hab das Gefühl, Leute gehen live und alles, was sie machen, ist, sich die Inhalte von anderen anzuschauen. Das ist okay, das mach ich auch. Trotzdem ist es gerade zu viel. Eigentlich mag ich das, aber wenn das jeder macht, dann stirbt das ganze System, weil irgendwer muss ja Content machen, den man weiter klauen kann.“ Obwohl der weltbekannte Streamer auch selbst zu großen Teilen durch Reaction-Streams sein Geld verdient, zeigt er sich von dem Trend überhaupt nicht begeistert. So bezeichnet er das Reagieren auf Videos von anderen auch als „Diebstahl“, was seinen negativen Standpunkt direkt klarmacht.

Da sich Ludwig stark über die Reaction-Streams aufgeregt hat, äußert der Streamer auch seinen großen Wunsch, der Besserung bringen soll. Anscheinend möchte er selbst die Verantwortung übernehmen und eine Fortsetzung des Marathon-Streams auf Twitch stattfinden lassen. Mit der zweiten Ausgabe eines Mega-Livestreams möchte Ludwig dafür sorgen, dass wieder neuer Content entsteht. Sein neues Ziel ist es, so lange live auf Twitch zu bleiben, bis er alle Teile der „Dark Souls“-Reihe durchgespielt hat. Das könnte ziemlich viel Arbeit bedeuten, deshalb zeigt sich auch der bereits erfahrene Marathon-Streamer der kommenden Aufgabe respektvoll gegenüber. Er habe keine Ahnung, wie lange ihn das neue Projekt beschäftigt halten wird.

Rubriklistenbild: © imageBROKER/christophexvandercam / IMAGO / Instagram: ludwigahgren (Montage)

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