Bye bye Mixer...

Mixer: Streaming-Dienst wird geschlossen - Microsoft geht neue Wege

  • vonJanina Baldermann
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Microsoft hat den Kampf der Streaming-Plattformen gegen Twitch verloren. Der Streaming-Dienst wird geschlossen und das Unternehmen geht neue Wege.

  • Mixer ist eine Livestreaming-Plattform von Microsoft.
  • Gegen die Konkurrenz hatte Mixer keine Chance und steht daher vor dem Aus.
  • Top-Streamer wie Ninja und Shroud müssen mit den Folgen zurechtkommen.

Seattle, USA – Lange hat der Kampf um die meisten Klickzahlen und die höchste Nutzungsdauer angehalten, doch nun gibt sich Mixer geschlagen. Die von Matthew Salsamendi und James Boehm im Jahre 2016 ins Leben gerufene Livestreaming-Plattform erhielt bei Gründung den Namen Beam, welcher bereits ein Jahr später in Mixer umgeändert wurde. Microsoftgab alles, holte sich sogar Top-Streamer wie Ninja und Shroud mit ins Boot, doch es reichte nicht und nun geht alles den Bach hinunter. Der Xbox-Chef Phil Spencer kündigte vor Kurzem an, dass es nicht gut um Mixer steht und die Streaming-Plattform daher geschlossen werden muss. Was bedeutet das nun für die Zuschauer, Streamer und Partner und was hat Facebook Gaming mit all dem zu tun?

Name der PlattformMixer
Gründung5. Januar 2016
UrheberMatthew Salsamendi, James Boehm
EigentümerMicrosoft
Web-Adressehttps://mixer.com/

Mixer: Microsoft schließt Streaming-Plattform und lässt Top-Streamer Ninja und Shroud im Regen stehen

Microsoft kämpfte vier Jahre lang für Mixer um möglichst hohe Klickzahlen und eine lange Nutzungsdauer zu bekommen. Das alles trotz großer Konkurrenten wie Twitch, dem beliebtesten Live-Streaming-Dienst Weltweit, welcher auch No-Name Streamer mit Exklusivverträgen ausstatteten. Oder z.B. YouTube, die auch als großer Streaming-Konkurrent gelten. Trotz dieser Konkurrenz mussten sie sich auf dem Markt behaupten, nun hisst das Unternehmen aus den USA die weiße Fahne. Überraschend verkündete der Xbox-Chef Phil Spencer vor Kurzem das baldige Aus von Mixer und brach der Mixer-Community damit das Herz. 

Ab dem 22. Juli 2020 wird Mixer nicht mehr fortgeführt und dieses plötzliche Ende lässt Top-Streamer wie Ninja und Shroud zurück, stattdessen sollen alle auf der Seite ausgeführten Interaktionen zu Facebook Gaming weiterleiten. Microsoft kooperiert nämlich von nun an mit Facebook, bedeutet, dass Mixer mit Facebook Gaming fusioniert. So möchte Microsoft noch einen Versuch in der Livestreaming-Branche wagen und nicht nur durch die Next-Gen-Konsole Xbox Series X Gewinn machen. Die Partnerschaft hat aber auch ganz andere strategische Gründe. Ebenfalls am Ende ist die Skyrim-Oma auf YouTube, deren Fans sie ans Limit bringen.

Mixer verkündete eine traurige Nachricht: das Aus der Plattform. Demnach müssen sich Top-Streamer wie Ninja und Shroud etwas Neues suchen.

Mixer läuft nicht mehr. Das musste sich Microsoft in den vergangenen Monaten eingestehen und sich entscheiden, wie es mit der Streaming-Plattform weitergehen soll. Anstatt sie zu verkaufen oder ganz offline zu nehmen und vergessen zu lassen, kündigte der Xbox-Chef Phil Spencer nun eine Kooperation mit Facebook an. Demnach sollen sich die Zuschauer, Streamer und Partner von Mixer an Facebook Gaming gewöhnen, denn Ziel ist ein Umzug dorthin. Facebook Gaming soll wachsen und ein ernsthafter Konkurrent zu Twitch und Co. werden.

Phil Spencer äußert sich dazu wie folgt: "Ich denke, die Mixer-Community wird wirklich von dem breiten Publikum profitieren, das Facebook durch seine Eigenschaften hat, und von den Fähigkeiten, Spieler auf nahtlose Weise über die soziale Plattform von Facebook zu erreichen." Doch was ist mit Top-Streamern wie Ninja und Shroud? Einer der in Deutschland bekanntesten Streamer, Unge, muss sich darum keine Sorgen machen, da er hauptsächlich auf YouTube streamt. Und auch MontanaBlack bleibt ein Umzug erspart, weil er hauptsächlich auf Twitch zu Hause ist. Außerdem erzählt MontanaBlack, dass er gerne ein Burger-Restaurant eröffnen würde.

Mixer: Aus durch Microsoft hat strategischen Hintergrund, der nicht nur Streamer involviert

Erst Ende 2019 wechselten die bekannten Streamer Ninja und Shroud von Twitch zu Mixer. Diesem Wechsel lag ein Millionen-Deal zugrunde, doch nun kam alles anders und Mixer muss seine Pforten schließen. Laut Microsoft steht es den Streamern frei, auf welche Plattform sie nun wechseln möchten. Phil Spencer meint zu diesem Entschluss: "Wir sind ziemlich weit zurückgefallen, was den Vergleich der monatlichen aktiven Zuschauer von Mixer mit einigen der großen Konkurrenten da draußen betrifft". Bei Ninja könnte es gut sein, dass dieser zu YouTube Gaming wechselt. Allerdings hat er sich nun auch zu der neuen Plattform Brime geäußert.

Bestehende Mixer-Partner sollen von Mixer unkompliziert zu Facebook Gaming transferiert werden, wobei sie ihren Partner-Status behalten. Eine Berechtigung für das Level-Upgrade-Programm auf Facebook Gaming erhalten außerdem alle Streamer, die aktuell auf Mixer das Monetarisierungsprogramm nutzen. Allen Mixer-Zuschauern, die noch Guthaben oder ein laufendes Abonnement haben, sollen Guthaben im Sinne einer Xbox-Geschenkgutschrift erhalten.

Obwohl Streamer wie Ninja und Shroud nun nicht mehr indirekt für Microsoft arbeiten, blickt Microsoft jedoch nicht nur mit einem weinenden Auge auf das Aus von Mixer. Denn das Unternehmen aus den USA ging die Kooperation mit Facebook auch aus dem Grund ein, da das hauseigene Cloud-Gaming-Projekt xCloud auf Facebook Gaming eine große Reichweite und Audienz erwarten könnte. So soll es bald möglich sein, Spiele direkt zu starten, die gerade von Streamern live gestreamt werden. Die beiden Tech-Firmen wollen sich in Zukunft auf diesen Bereich fokussieren und eine neue Art des Gamings bereitstellen. Laut Microsoft könnte xCloud schon dieses Jahr als Teil eines Xbox-Game-Pass-Angebots eingeführt werden. Nun melden sich auch einige Streamer zu dem Ende von Mixer. Dr. Disrespect zählt zu den Top 10 bestverdienenden Streamern auf Twitch. Dennoch wurde der Doc nun permanent gebannt. Der US-Präsident Donald Trump ist bekannt für seine Provokationen auf Twitter, doch Reddit und Twitch haben genug und ergreifen harte Maßnahmen.

Rubriklistenbild: © Mixer/Facebook

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