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MontanaBlack: Empörung um Hakenkreuz NFT – Streamer zieht die Reißleine

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Joost Rademacher

MontanaBlack hat mit einem NFT-Affen samt Hakenkreuz-Symbol für Empörung bei seinen Fans gesorgt. Nun findet der Streamer deutliche Worte.

Update vom 21.02.2022: Für MontanaBlack läuft es aktuell scheinbar weder beruflich noch privat ganz rund. Gestern hat der Twitch-Streamer aus Buxtehude via Twitter verlauten lassen, dass er sich eine Auszeit vom Streamen nimmt, um wieder „der Alte zu werden“. Inwiefern der Skandal um das Nazi-NTF und der Gewinnspiel-Betrug eine Rolle gespielt haben, bleibt unklar. Viele Fans spekulieren, dass es eine Krise in der Beziehung zu seiner Freundin gegeben hat. Viele seiner Streaming-Kollegen wie unge, oder auch Mcky wünschen ihm das Beste in den Kommentaren.

Vollständiger NameMarcel Thomas Andreas Eris
Bekannt alsMontanaBlack
Geburtstag02. März 1988
GeburtsortBuxtehude, Niedersachsen
Follower auf Twitch4 Millionen (Stand August 2021)
Follower auf YouTube2,9 Millionen (Stand August 2021)

Update vom 20.01.2022: Nachdem es auf Twitter und anderen Social-Media-Kanälen viel Aufregung über das Nazi-Symbol eines NFT-Anbieters gegeben hatte, den MontanaBlack als Partner bewirbt, reagiert der Twitch-Streamer nun in seinem Twitch-Stream mit einer Entschuldigung. In seinem Live-Stream sagt er: „Das soll jetzt keine billige Ausrede sein, aber gestern das Give-away, was ich gepostet habe, habe ich nicht selber gepostet, sondern jemand aus meinem engeren Umkreis. Das Management kann man auch sagen. Und hat dabei etwas übersehen.

Weiter sagt Marcel Eris: „Danach hat Twitter gebrannt. Kann man darüber diskutieren und zu Recht gab es da auch Kritik. [...] Ich habe das Thema dann für mich abgehakt und das Post auch gelöscht. Danach habe ich dann noch versucht etwas zu sagen, das mir eher noch ein Bein gestellt hat, weil ich da einige wirre Aussagen gemacht habe, um irgendetwas zu sagen.

MontanaBlack: Entschuldigungsbotschaft wird auf Twitter kritsich gesehen

Der Twitch-Streamer fügt im zweiten Teil der Videobotschaft dann noch hinzu: „Rückgängig machen kann ichs nicht, ich kann nur sagen und das ist mir wichtig. Was die Twitter-Leute von mir halten war, mir schon immer scheißegal. Am Ende ist es mir sowieso egal, was die gesamte Öffentlichkeit von mir hält. Wichtig ist mir, was die Freunde, Familie von mir halten und dass die mich lieben. [...] Ich kann nur eines sagen, es tut mir sehr leid, auch wenn es kein originales Hakenkreuz war, was da zu sehen war.

MontanaBlack wendet sich nach dem Drama um eine Hakenkreuzabbildung auf einer Grafik seines NFT-Werbepartners an seine Community und veröffentlicht das Statement auf Twitter.
MontanaBlack wendet sich nach dem Drama um eine Hakenkreuzabbildung auf einer Grafik seines NFT-Werbepartners auf seinem Twitter-Kanal an seine Community im Twitch-Stream und veröffentlicht das Statement. © Twitter/MontanaBlack

Viele der Zuschauer und User auf Twitter finden das Statement von MontanaBlack zu der Thematik allerdings sehr schwach. ChuckiZ schreibt: „Das ist ein Teil unserer Geschichte digga und das ist ja kein Hakenkreuz, sondern ein indisches Symbol digga. Danke für das Statement Kuss. So sieht natürlich die Distanz zum Rechtsextremismus aus.“ Auch andere User vermissen hier eine deutlichere Auseinandersetzung mit dem Thema und sehen die Aussagen von Marcel Eris in den Clips als halbgar an, zumal die Entschuldigungen immer mit einer Art Ausrede verbunden sind.

Erstmeldung vom 19.01.2022: Buxtehude – Täglich grüßt der Monte-Skandal. Twitch-Star MontanaBlack hat sich mal wieder ordentlich in die Nesseln gesetzt und den Zorn des Internets auf sich gezogen. Der Streamer kündigte erst vor kurzem eine Kooperation mit einem Anbieter von NFTs an, bei der ein großes Giveaway stattfinden sollte. In der Promotion dieser Verlosung ist aber ein unmissverständliches Nazi-Symbol ziemlich prominent aufgefallen. Jetzt muss Marcel „MontanaBlack“ Eris sich erneut der Community gegenüber verantworten.

MontanaBlack: Nazi-Symbol in Giveaway aufgetaucht, Internet dreht durch

Das ist passiert: Immer wieder macht Marcel Eris mit seinen, teilweise fragwürdigen, Businessentscheidungen Schlagzeilen. Zuletzt ist MontanaBlack in die NFT-Szene eingestiegen – ein Zug, der seine Community arg gespalten hat. Davon lässt der Streamer sich bisher aber nicht beirren und teilt auf Twitter praktisch täglich neue Kooperationen, Giveaways und NFT-Einkäufe. Mit einem seiner Giveaways sind die Dinge aber ordentlich nach hinten losgegangen.

In Kooperation mit MontanaBlack wollte der NFT-Anbieter Kongdo Club am 18. Januar 2022 ein weiteres Giveaway an den Start bringen. Verlost werden sollten 500 WL Tokens (eine neue Kryptowährung) und 5 NFT aus dem Angebot von Kongdo Club. Stolz präsentierten beide Accounts das Giveaway mit einem Bild auf Twitter. Im Bildhintergrund aber eine Unmöglichkeit: prominent prangt ein rotes Armband mit Hakenkreuz auf dem Bild. Das offensichtliche Nazi-Symbol sorgte in kurzer Zeit für Empörung auf Twitter und in den Weiten des Internets.

MontanaBlack NFT Giveaway Twitter
MontanaBlack: Skandal um Nazi-Symbol – Twitch-Star in Erklärungsnot © dpa/MontanaBlack/Kongdo Club (Montage)

So reagiert das Internet: Besonders in den Kommentaren unter dem Tweet mit dem Giveaway staut sich der Unglaube und die Wut über den Faux-Pas von Kongdo Club und MontanaBlack. „Junge du kannst es dir nicht ausdenken. Einfach Werbung für nen Affen mit Hakenkreuzbinde“ heißt es zum Beispiel in einer Antwort von @ezpzlmnsqz__. – es ist nur einer von vielen Tweets mit so einer Aussage, selbst Tanzverbot war sich für einen Seitenhieb nicht zu schade.

Doch nicht nur in Deutschland erregt der Fehltritt Aufsehen. Selbst internationale News-Seiten wie Dexerto haben über das durchgeschlüpfte Hakenkreuz im NFT-Giveaway berichtet. Kongdo Club hat inzwischen den Tweet gelöscht und auch MontanaBlack hat seinen Post zur Verlosung gelöscht.

MontanaBlack: NFT-Anbieter nimmt Streamer die Schuld – doch dieser reitet sich tiefer rein

Das sagt Monte zu den Vorwürfen: Nachdem Kongdo Club den Post gelöscht hatte, nahm der NFT-Anbieter die Schuld für das Nazi-Symbol auf sich: MontanaBlack selbst wäre in keiner Weise in der Entstehung des Bildes involviert gewesen. Gleichzeitig merkten die Betreiber:innen an, dass es nicht die Absicht gewesen sei, Hassrede zu verbreiten. Der Streamer selbst hat sich ebenfalls noch am selben Tag in seinem Twitch-Stream über das Giveaway geäußert. Er selbst hätte aber anders mit dem Giveaway und dem Nazi-Symbol verfahren.

Ich für mich ganz persönlich hätte es vermutlich nicht gelöscht, weil letztendlich gehört das zur Historie dazu und nur weil irgendwo mal ein Hakenkreuz zu sehen ist, macht nicht jeder gleich salutiert, steht stramm und grüßt Adolf. Das ist Schwachsinn, digga.

MontanaBlack

Seine Aussage begründet MontanaBlack weiter damit, dass diese „Nazi-Schei*e“ nunmal leider zu dem, was damals passierte, dazugehöre. Auf dem Twitteraccount von Monte häufen sich seitdem weitere Vorwürfe gegen seine Aussagen, nur wenige seiner Fans verteidigen den Streamer für seine Aussagen. Ähnlich gespalten ist seine Community auch wegen MontanaBlacks kürzlicher Ansage an Impfverweigerer. Auf der offiziellen Website von Kongdo Club taucht die Abbildung des Affen mit Hakenkreuz währenddessen weiterhin auf.

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