Twitch-Ikone

MontanaBlack packt aus: So dreist wollen Kritiker ihn in den Knast bringen

  • Christian Böttcher
    VonChristian Böttcher
    schließen

MontanaBlack im Visier – der Streamer spricht offen über die Schattenseiten seiner Twitch-Karriere. So dreist wollen Kritiker ihn hinter Gitter bringen.

Buxtehude – Laut, umstritten und gnadenlos erfolgreich – MontanaBlack gehört nicht nur in Deutschland zu den ganz Großen auf Twitch. Auch im internationalen Vergleich belegt der 34-Jährige Streamer regelmäßig die Spitzenplätze in bei Abonnent*innen- und Zuschauer*innenzahlen. Doch der Ruhm im Netz hat seine Schattenseiten. Wie Marcel „MontanaBlack“ Eris nun vor laufender Kamera preisgab, versuchen seine Kritiker ihn hartnäckig hinter Gitter zu bringen – und greifen dabei zu dreisten Tricks.

Vollständiger NameMarcel Thomas Andreas Eris
Bekannt alsMontanaBlack
Geburtstag02. März 1988
GeburtsortBuxtehude, Niedersachsen
Follower auf Twitch4 Millionen (Stand: August 2021)
Follower auf YouTube2,9 Millionen (Stand: August 2021)

MontanaBlack frustriert: Hassbotschaften auf Twitch und YouTube nur die Spitze des Eisbergs

Was hat MontanaBlack enthüllt? Mehr als vier Millionen Follower*innen kann MontanaBlack aktuell (04.02.2022) auf sich vereinen. Damit liegt er im internationalen Vergleich auf Platz 35. Doch an der Spitze der deutschen Twitch-Charts weht ein eisiger Wind – und das nicht nur, weil die öffentliche Auseinandersetzung zwischen MontanaBlack und Tanzverbot aktuell eskaliert. Wie der 34-Jährige, durch Fortnite bekannt gewordene, Streamer im Livestream vom 02. Februar 2022 preisgibt, meinen es bei Weitem nicht alle Zuschauer*innen gut mit dem umstrittenen Nordlicht aus dem beschaulichen Buxtehude.

Hassbotschaften im Chat, in den YouTube-Kommentaren, auf Instagram oder per Mail gehören für Marcel Eris, wie MontanaBlack bürgerlich heißt, inzwischen zum Alltag. Die Anfeindungen still ertragen kann der Twitch-Streamer nicht. Minutenlang lässt er sich über die im Netz herrschende Respektlosigkeit aus und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Er selbst habe sich mittlerweile ein dickes Fell zugelegt – doch räumt im gleichen Atemzug ein: „Worte verletzen mehr als ein Dislike“ und richtet sich damit gegen die Entscheidung von YouTube, das „Mag ich nicht“-Feature von der Plattform zu entfernen.

MontanaBlack für Drogendelikt angezeigt: Twitch-Streamer gibt dreiste Methoden seiner Kritiker*innen preis

Wie weit gehen seine Kritiker*innen? Häufig bleibt es jedoch nicht beim verbalen Schlag unter die Gürtellinie. Wie MontanaBlack angesäuert berichtet, gehen seine Kritiker*innen inzwischen so weit, dem 34-Jährigen regelmäßig die Staatsgewalt auf den Hals zu hetzen – und das mit geschmacklosen Tricks. Vor einigen Jahren sei bei der örtlichen Polizei in Buxtehude ein verhängnisvoller Anruf eingegangen. Ein Zuschauer habe sich als MontanaBlack ausgegeben und am Telefon gebeichtet, seine damalige Freundin Anna ermordet und im Keller versteckt zu haben.

MontanaBlack packt aus: So dreist wollen Kritiker ihn in den Knast bringen

Besuch der Beamt*innen ließ natürlich nicht lang auf sich warten – letztlich ohne Konsequenzen für den Streamer oder den*die anonyme Anrufer*in, doch für alle Beteiligten mit jeder Menge Stress verbunden. Der Twitch-Star könne sich nicht im Traum vorstellen, was seine Kritiker*inne zu solch dreisten und rufschädigenden Aktionen treibt. Doch für MontanaBlack sollte es noch schlimmer kommen. Wie er preisgab, schafften es seine Hater*innen sogar, dem Entertainer eine handfeste Anzeige reinzudrücken.

Im vergangenen Jahr bei MontanaBlack eine anonyme Warensendung aus dem Ausland eingegangen. So adressiert, dass sie ausschließlich zum Twitch-Streamer zurückzuverfolgen war. Problem: im Paket befanden sich eigener Aussage nach keine Fangeschenke, sondern 100g Marihuana. Die Anzeige der zuständigen Behörden wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz folgte auf dem Fuße. Auch hier wurde das Verfahren schließlich eingestellt, wenn man MontanaBlack Glauben schenken kann, doch auch dieser Fall zeigt: Wer im Licht der Netz-Öffentlichkeit steht, macht sich heutzutage mehr und mehr angreifbar.,

Welche Lösung fordert er? Der Streamer zieht klare Konsequenzen und sieht nur eine Lösung für das Problem. Anders als beispielsweise Twitch-Kollege Knossi lässt er sich Fanpost nicht direkt an die eigene Adresse, ohnehin ein gut gehütetes Geheimnis von MontanaBlack, schicken, sondern nutzt dafür ein externes Postfach. Um den Hassbotschaften Herr zu werden, fordert der 34-Jährige außerdem einen Internet-Führerschein. Wie dieser aussehen könnte, lässt MontanaBlack jedoch offen. Trauriger Fakt bleibt jedoch: um giftige Fanpost wird er trotz lautstarker Kritik auch in Zukunft nicht herumkommen.

Rubriklistenbild: © Philipp Schulze/dpa/Pixabay

Mehr zum Thema

Kommentare