Nichts für die Öffentlichkeit

MontanaBlack: Fans verstehen Geheimnistuerei bei Spenden des Streamers nicht

  • Laura Gabbert
    VonLaura Gabbert
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MontanaBlack spendet gerne für Tiere. Als der Twitch-Streamer gefragt wird, ob er auch für die Hochwasser-Opfer gespendet hat, macht er seinen Fans eine klare Ansage, welche viele nicht verstehen.

Buxtehude – Auf der Videoplattform Twitch hat MontanaBlack sich mit der Zeit eine sehr große Community aufgebaut. Während seiner Streams geht er auf die Nachrichten der Zuschauer:innen ein. Vor einigen Tagen schien eine Frage einen Nerv beim gut verdienenden Streamer getroffen zu haben. Auf die Frage hin, ob er denn auch Geld für die Hochwasserkatastrophe spende oder Partnerschaften für verarmte Familien hätte, holte MontanaBlack etwas weiter aus.

Vollständiger NameMarcel Thomas Andreas Eris
Bekannt alsMontanaBlack
Geburtstag02. März 1988
GeburtsortBuxtehude, Niedersachsen
Follower:innen auf YouTube2.890.000 (Stand 29.07.2021)
Follower:innen auf Twitch4.000.000 (Stand 29.07.2021)

MontanaBlack: Spenden für Hochwasserkatastrophe – Die Spenden des Streamers gehen niemanden etwas an

Marcel Eris ist dafür bekannt, stark zu polarisieren. So mit Sicherheit auch bei der recht neutralen Frage, ob er denn gerne Geld spende. Ein:e Zuschauer:in hakte während des Streams nach. Es scheint, als sei der Streamer aus Buxtehude schon öfter darauf angesprochen worden zu sein. Für seine Antwort ließ MontanaBlack sich Zeit, um es den Zuschauer:innen deutlich zu machen: Seine Spenden gehen niemanden etwas an.

Laut MontanaBlack sei Spenden eine „feine Sache“. Allerdings gehe es niemanden etwas an, ob er spende, was und für wen er spende. Ihm sei gerade in der letzten Zeit vermehrt aufgefallen, wie sehr von den Leuten erwartet wird, dass sie spenden und es öffentlich machen. Der Streamer scheint sich davon distanzieren zu wollen. Er hält Spenden für wichtig, allerdings, um Gutes zu tun und nicht, um sich zu profilieren. Der Instagram-Account monte.knossi zeigt den Ausschnitt des Streams, der inzwischen auf Twitch nicht mehr verfügbar ist. Unter dem Post äußerten sich User:innen mit geteilter Meinung zum Statement des Streamers.

  • zekooya sagt: „Absolut richtig“
  • KilianIIII meint: „Sagt er nur so weil er nicht spendet... Würde er spenden wüssten wir es schon“
  • hh_fcsp schreibt: „Wow seine Community geht das nichts an, schließlich lebt er ja von ihnen“

Die letzte Aussage scheint die Meinung vieler Kommentator:innen zu treffen. Einige äußerten sich dazu, dass der Streamer genau genommen ja auch nur von den Spenden der Follower:innen lebt, die sein Einkommen über die Plattform Twitch generieren. Zudem ließen viele ihr Unverständnis darüber aus, dass der Streamer viele Dinge seines Lebens öffentlich macht, Spenden jedoch nicht dazu zählen.

Montanablack: Ob er für die Hochwasserkatastrophe spendet, wird wohl unbekannt bleiben

Die verheerende Hochwasserkatastrophe in Deutschland hat in den letzten Wochen ihren Tribut gefordert. Menschen haben ihre Häuser und ihr gesamtes Hab und Gut verloren, sind verletzt oder sogar gestorben. Zahlreiche Spendenaktionen wurden ins Leben gerufen, um die Menschen vor Ort zu unterstützen. So hat sich auch eine Gruppe von Streamer:innen für ein Charity-Event mit Bezug auf das Hochwasser in Deutschland zusammengeschlossen. Sie wollten ihre Reichweite nutzen und über Twitch-Spenden für Betroffene der Katastrophe sammeln.

MontanaBlack: Spenden für die Hochwasserkatastrophe – Streamer sagt „geht euch nichts an!“

Auch MontanaBlack hat eine riesige Reichweite. Ob er für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe gespendet hat oder es tun wird, bleibt allerdings offen. Seinen Angaben im Videoausschnitt zufolge wird er jedoch nichts öffentlich machen, ob er nun spendet oder nicht. Erst Anfang des Jahres hatte MontanaBlack durch einen Spenden-Aufruf Kritik geerntet.

Mithilfe einer Umfrage erkundigte sich der Streamer bei seinen Follower:innen, ob er eine Spenden-Aktion für einen obdachlosen Kollegen machen solle. Mit dreißig Prozent stimmte eine große Zahl an Leuten dagegen, vor allem vermutlich in Anbetracht seiner mehr als guten finanziellen Situation. Möglicherweise hatten solche Reaktionen dazu geführt, dass er sich mit dem Thema Spenden in der Öffentlichkeit nun zurückhält.

Rubriklistenbild: © dpa/Philipp Schulze/ IMAGO/Klaus W. Schmidt (Montage)

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