Nun ändert sich einiges...

MontanaBlack: Streamer wettert gegen Staat – „fühle mich einfach verarscht“

  • vonMichael Warczynski
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Braucht MontanaBlack bald eine Rundfunklizenz? Der Streamer äußert Kritik an den neuen Twitch-Regeln und am Staate – er fühlt sich „einfach verarscht“.

  • Viele Streamer, die ihre Zuschauer auf Twitch unterhalten, brauchten nun eine Rundfunklizenz. (Alle MontanaBlack News)
  • Vor allem die beiden größten Deutschen Twitch-Streamer MontanaBlack und Knossi trifft die neue Regelung hart.
  • Nun feuert Streamer MontanaBlack gegen den Deutschen Staate und macht klar: „fühle mich einfach verarscht“.

Update vom 16. November 2020: Da MontanaBlack von den neuen Regelungen der Rundfunklizenz betroffen ist, äußert sich der Streamer nun auf Twitch. Im Livestream stellte er klar: „Ich bin jetzt einzustufen, wie ein TV-Sender.“ Diese Entscheidung des Staates bringt für Streamer, wie Knossi und MontanaBlack viele Probleme mit sich. Ab sofort brauchen diese nicht nur eine Lizenz zum Streamen, sondern auch einen Jugendschutzbeauftragten. Das bringt einiges an Kosten mit sich, jedoch sei MontanaBlack nach eigenen Aussagen das Geld „egal“. Jährlich beläuft sich der gesamte Kostenaufwand laut dem Streamer auf ca. 10.000 Euro.

Vollständiger NameMarcel Thomas Andreas Eris
Bekannt alsMontanaBlack
Geburtstag02. März 1988
GeburtsortBuxtehude
Abonnenten auf YouTube2.690.000 (Stand: 9. November 2020)
Follower auf Twitch3.104.201 (Stand: 9. November 2020)

MontanaBlack: Streamer gegen die neuen Regelungen zur Rundfunklizenz in Deutschland

Da Streamer auf Twitch mit 19.000 Zuschauern keine Rundfunklizenz benötigen, aber jene mit 20.000 schon, sieht MontanaBlack dies als „Wettbewerbsverzerrung“. Dabei stellt sich Marcel Eris die Frage, inwiefern 1.000 Zuschauer „Verantwortungstechnisch“ einen anderen Einfluss auf Fans haben. Aus diesem Grund betitelte MontanaBlack die Regelungen des Rundfunkstaatsvertrages als „dämliche Lösung“. Ein großes Problem ist für MontanaBlack, dass er bei einer Vorbestrafung die Rundfunklizenz verlieren würde und nicht mehr streamen könnte.

MontanaBlack hat das Gefühl, dass „Leute die Gesetzte entwickeln, die überhaupt keine Ahnung von Twitch“ haben. Der Streamer betitelt die Gesetze im Anschluss als „sehr veraltet“ und fühlt sich deshalb „missverstanden“. Laut MontanaBlack wurde der veraltete Vertrag der Rundfunklizenz nur aktualisiert, da „die Landesmedienanstalt gemerkt hat, da ist Geld zu holen von den Leuten.“ Zum Schluss bedauert MontanaBlack, dass er denke, der Staat würde ihm „immer mehr Steine in den Weg legen, in der Selbstständigkeit.“

MontanaBlack: Neue Regelungen zur Rundfunklizenz beziehen sich auch auf Twitch-Streamer

Erstmeldung vom 09. November 2020: Buxtehude, Deutschland – Bereits im Januar 2018 musste sich der Deutsche Twitch-Streamer ‘Gronkh‘ nach Aufforderung der Landesmedienanstalt eine Rundfunklizenz zulegen. Jedoch mussten Streamer eine solche Lizenz bislang nur nach Verlangen der Medienanstalten erwerben, nun gibt es klare Gesetze. Die neuen Rundfunk-Regelungen sorgen bei MontanaBlack für Empörung – Deutschlands größter Streamer fühlt sich ungerecht behandelt.

Für lange Zeit war die Situation bezüglich Rundfunklizenzen für Streamer auf Twitch und YouTube unklar, doch nun wurden klare Gesetze eingeführt. Das liegt vor allem daran, dass der bisherige Rundfunkstaatsvertrag aus dem Jahr 1991 stammt und in Bezug auf neue Medien, wie YouTube und Twitch nicht angepasst war. In einem Tweet von @DraconTV sieht man die wichtigsten Einzelheiten des neuen Staatsvertrags, in Bezug auf Streamer. Diese Regelungen sind bereits am 7. November 2020 in Kraft getreten und zwingen die beiden größten Deutschen Streamer MontanaBlack und Knossi nun dazu, eine Rundfunklizenz zu erwerben.

Die neuen Regelungen im Rundfunkstaatsvertrag sehen vor, dass betroffene Streamer keine Rundfunklizenz benötigen, wenn sie „im Durchschnitt von sechs Monaten weniger als 20.000 gleichzeitige Nutzer erreichen oder in ihrer prognostizierten Entwicklung erreichen werden.“ Jedoch ist dies bei den Streamern MontanaBlack und Knossi nicht der Fall und wirft bei vielen Fans auf Twitter derzeit noch einige Fragen auf. Dennoch kann diese Regelung mithilfe von Wiederholungen auf Twitch einfach umgangen werden, da viele Fans zu den Wiederholungen der Livestreams meist nicht einschalten und so niedrigere Viewer-Zahlen zustande kommen.

Für die meisten kleinen Twitch-Streamer ist das ein sehr gutes Zeichen, da diese ihren Content weiterhin ungestört und ohne weitere Kosten auf Twitch oder YouTube schalten können. Für die beiden Streamer MontanaBlack und Knossi sieht das jedoch anders aus. Müssen sie sich nun eine Rundfunklizenz zulegen und was bedeutet das für ihre Streams.

Schuld soll vor allem das hohe durchschnittliche Zuschaueraufkommen der Streamer auf Twitch sein – beide kommen in den vergangenen sechs Monaten als einzige Streamer in Deutschland auf über 20.000 durchschnittliche Zuschauer. Bei Knossi verschulden vor allem das Angelcamp und das Horrorcamp die enormen Aufrufzahlen. Was eine Rundfunklizenz für die beiden Twitch-Stars in Bezug zu jugendgerechtem Content bedeutet, ist bislang nicht eindeutig geklärt.

MontanaBlack: Regelungen zur Rundfunklizenz – Twitch-Streamer betroffen

MontanaBlack: Twitch-Streamer angefressen wegen neuen Regelungen zur Rundfunklizenz

Die neuen Regelungen der Rundfunklizenz führt beim Streamer MontanaBlack zu großem Frust und lässt ihn auf Twitter auch gegen seine Fans wüten. In einem Screenshot des Twitter-Users @sech28 sieht man, was MontanaBlack von den neuen Regelungen der Rundfunklizenz hält.

Auf Twitter lässt sich Streamer MontanaBlack über die neuen Regelungen an der Rundfunklizenz aus, so schreibt Deutschlands größter Streamer: „Wie immer bin ich der gefickte, weil ich im Durchschnitt mehr Zuschauer habe als andere, darf ich zahlen und muss viele Auflagen erfüllen. Super Lösung.

Als Antwort an den Twitter-Post schickte der User @spidermood MontanaBlack ein Bild von einer Taschentuchverpackung. Daraufhin hatte der Streamer aus Buxtehude die Antwort parat: „Deine Mutter holt mir erst später einen runter. Aber danke, leg ich mir schon mal auf meinen Nachtschrank du huan.“ Anhand dieser Antwort konnte man den Frust des größten Streamers aufgrund der neuen Rundfunklizenz-Regelungen klar erkennen.

Rubriklistenbild: © Instagram: montanablack / dpa / Sina Schuldt (Montage)

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