Was hat Monte damit zu tun?

MontanaBlack: ZDF missbraucht Streamer-Zitat – Shitstorm um Beitrag bricht aus

  • vonMichael Warczynski
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MontanaBlack ist vor kurzem regelrecht zum Opfer des ZDFs in einem Beitrag geworden. Plötzlich tauchte ein Zitat vom ihm in einer Nazi-Reportage auf.

  • Eine frontal21 Reportage vom ZDF erntet derzeit viel Kritik in der Gaming-Szene und wird scharf kritisiert (Alle MontanaBlack News)
  • Das ZDF versuchte mithilfe einer Reportage zu zeigen, wie Rechtsextreme die Gaming-Szene für sich ausnutzen können.
  • Auch Deutschlands erfolgreichster Twitch-Streamer namens MontanaBlack kommt in der Reportage vor – was hat er damit Zutun?

Buxtehude, Deutschland – In einer Reportage von frontal21, die auf YouTube veröffentlicht wurde, untersuchte das Magazin, ob Rechte die Gaming-Szene beeinflussen. Während der Reportage sprachen die Journalisten mit einer Streamerin, ihre Aussagen sollen jedoch aus dem Kontext geschnitten sein. Aufgrund der Reportage erntete das ZDF jede Menge Kritik, vor allem aus der Gaming und Twitch-Szene. Auch Fans von MontanaBlack konnten nicht verstehen, warum der Streamer in dem Report von frontal21 vorkommt.

Vollständiger NameMarcel Thomas Andreas Eris
Bekannt alsMontanaBlack
Geburtstag02. März 1988
GeburtsortBuxtehude
Follower auf YouTube2.690.000 (Stand: 9. November 2020)
Follower auf Twitch3.104.201 (Stand: 9. November 2020)

MontanaBlack: Eine ZDF-Reportage sorgt bei Gamern erneut für Verwirrung

In der Reportage von frontal21 wird direkt zu Beginn klargemacht, dass Gamer und Medien bereits seit Jahren ein schwieriges Verhältnis zueinander haben. Denn im Vorfeld gab es bereits Probleme wegen einer unsachlichen Darstellung der Medien gegenüber Gamern. Das Magazin beleuchtet Rechtsradikale und Terroristen innerhalb der Gaming-Szene. Gaming-Experte Christian Huberts räumt jedoch direkt zu Beginn ein: „Die Gaming-Kultur hat kein Nazi-Problem, aber einzelne Subkulturen der Gaming-Kultur haben sicherlich ein Problem damit, dass dort einerseits Codes aus dem Rechtsradikalismus Verwendung finden oder eben auch Spiele produziert werden, die ganz klare rechtsextreme Agenda verfolgen.“

Da das frontal21-Magazin Parallelen zwischen der Gaming- und Rechten-Szene sucht, wird ein Spiel mit rechtsextremem Hintergrund in den Fokus gestellt. Dieses Spiel hört auf den Namen „Heimat Defender“ und macht es möglich, mit Figuren wie Björn Höcke, einem führenden AfD-Mitglied oder Alex Malenki, der Mitglied der rechtsextremen Identitären-Bewegung ist, gegen verschiedene Endgegner, wie Jan Böhmermann oder das ZDF – also im Grunde Mainstreammedien – anzutreten. Diesen Vergleich findet YouTuber KuchenTV zum Beispiel unsinnig, seiner Meinung nach dient das Game als „Troll Game“, das nur Aufmerksamkeit generieren will. Ähnliches denkt er von rassistischen und antisemitischen Usernamen auf Steam. Das ZDF entgegnete auf die Vorwürfe entschieden:

Übrigens lassen Namen wie „kebabremover“ und „jewkiller“ keinen Raum für Spekulationen: Das ist menschenverachtend und genauso benennen wir das auch. Ebenso haltlos sind die Vergleiche, dass Mörder, die ihre Taten gamifiziert haben, ja „auch Brot essen”. Die Attentäter haben nicht nur zufällig auch Videospiele gespielt, sondern gamifizierte Elemente in ihre Anschläge eingebaut. Das ist eine super kleine Zahl von Menschen - die sehr großes Leid verursacht haben. Wir finden es wichtig, das zu thematisieren.

ZDFheute Nachrichten
MontanaBlack: Twitch-Streamer wird vom ZDF angegangen

MontanaBlack: Was hat Deutschlands größter Twitch-Streamer in der Reportage verloren?

Neben der Streamerin Sissor kam in der ZDF-Reportage auch Deutschlands größter Streamer MontanaBlack vor. Nachdem die Streamerin bereits bestätigt hatte, dass ihre Aussagen in dem frontal-Report zugeschnitten wurden und ihrer Meinung nach aus dem Kontext gerissen sind, ist nun auch der 32-Jährige Twitch-Star auf dem Kriegspfad. Solch einen Anspruch auf den Vorwurf der Verzerrung könnte auch MontanaBlack vorbringen.

Die Streamerin Sissor äußerte sich in der Reportage unter anderem zu hasserfüllten Kommentaren, welche Sie erhielt und noch erhält. Kurz danach wird eine Szene aus einem Livestream von MontanaBlack verwendet. Im Clip hört man den Streamer auf Twitch sagen: „Wenn ich eins gelernt habe, dann ist es Folgendes: Frauen sind wie Hunde und das meine ich nicht abwertend.“ Seiner Meinung nach werde die Aussage von MontanaBlack, dass „Frauen wie Hunde seien“ erneut aus dem Kontext gerissen und in der Reportage platziert. Dennoch sollte auch erwähnt werden, dass MontanaBlack erst vor Kurzem wegen frauenverachtender Kommentare auf der Urlaubsinsel Malta für 33-Tage auf Twitch gebannt wurde.

Es bleibt vorerst abzuwarten, ob sich MontanaBlack zu dem Ausschnitt in der Reportage des ZDFs äußern wird. Bislang hat der Streamer aus Buxtehude noch keine Reaktion auf den frontal21-Report abgegeben. Jedoch ist klar, dass die Szene, die das ZDF verwendete, an einer sehr ungünstigen Stelle gewählt wurde.

Rubriklistenbild: © wikipedia / Instagram: MontanaBlack (Montage)

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