Brief an Byron

Twitch-Streamer Reckful tot: Brief enthüllt schreckliches Geheimnis

  • Peer Schmidt
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Nach dem Tod des bekannten Twitch Streamers Byron Bernstein aka Reckful schreibt ein Freund einen offenen Brief mit schockierenden Informationen.

  • Byron Reckful Bernstein war ein erfolgreicher World of Warcraft Profi und Twitch-Streamer.
  • Reckful wurde am 2. Juli 2020 tot aufgefunden.
  • Freunde sprechen nun offen über die Ursache seines Todes.

Texas - Der Tod des bekannten World of Warcraft Profis und Twitch-Streamers Byron Reckful Bernstein hat die Internet-Community erschüttert. Viele seiner Streaming-Kollegen konnten die Nachricht kaum glauben, als sie selber im Live-Stream von der traurigen Nachricht hörten. Einige Streamer brachen ihren Live-Stream auf Twitch sofort ab, andere ließen ihren Tränen freien Lauf. Im Nachgang wurde jedoch schon schnell klar, dass Reckful vermutlich mit Depressionen zu Kämpfen hatte und seit längerem selbstmordgefährdet war.

Vollständiger NameByron Bernstein
Bekannt alsReckful
Geboren08. Mai 1989
Gestorben02. Juli 2020
GeburtsortLos Angeles
Follower auf Twitch931.602 (Stand: Juli 2020)
Abonnenten auf YouTube254.000 (Stand: Juli 2020)
SpieleWorld of Warcraft, Asheron's Call, Hearthstone: Heroes of Warcraft, Anarchy Online, Dark Age of Camelot

Twitch-Streamer Byron Reckful Bernstein tot: Guter Freund bricht das Schweigen

Nun meldet sich einer seiner besten Freunde und Mitbewohner und spricht in einem offenen Brief die Gründe für Byrons Tod an. Viele hatten spekuliert, ob der Twitch-Streamer Reckful vor seinem Tod Drogen genommen hatte oder es mit Liebeskummer zu seiner Ex-Freundin Becca zu tun haben könnte. Sein Mitbewohner und Freund "Merkx" klärt nun viele der offenen Fragen in seinem Brief. (Mehr zum Streaming)

Reckful (ganz links) und Merkx (ganz rechts) haben versucht viel gemeinsam mit Freunden zu unternehmen

Er schreibt: "Ich habe vier Jahre lang mit ihm in einem Appartement gewohnt, war davon ein Jahr sein Mitbewohner. Ich möchte Licht ins Dunkel bringen. Byron war krank. Seine Depressionen waren wie Krebs und im Vergleich war der letzte Monate wie eine Stufe-4 Diagnose. Nicht mal ein Wunder hätte ihn noch retten können." Viele seiner Streaming-Kollegen wie der bekannte Twitch-Streamer Asmongold waren gerade im Live-Stream als sie die traurige Nachricht erhielten.

Reckful litt an schweren Depressionen und Selbstmordgedanken: Mitbewohner erklärt Situation

In seinem Brief schreibt Merkx weiter, dass Byron schon sein ganzes Leben mit schweren Depressionen und Selbstmordgedanken zu kämpfen hatte. Schon in der Highschool soll er mehrere Selbstmordversuche unternommen haben - einen davon 2016. Er schildert, daß Byron eine Woche lang in einer Psychiatrie verbringen musste, worunter er sehr stark litt, da die Bedingungen dort sehr schlecht waren. Deutschlands sympathischster Veganer Unge spricht nun in einem YouTube-Video über einschneidende Kindheitserlebnisse, die er bis heute nicht vergessen konnte.

Durch Covid-19 und den heißen Sommer in Texas im März sorgte dafür, dass Byron immer isolierter war. Es kamen immer weniger Freunde vorbei und man konnte kaum mehr etwas unternehmen schreibt Merkx weiter. Sein mentaler Zustand verschlechterte sich von Tag zu Tag und sein Mitbewohner beschreibt wie es immer schwerer wurde ihn zu motivieren Dinge zu unternehmen oder das Haus zu verlassen. Er schreibt weiter: "Wenn ich lese, wie Leute in Social Media fragen, wo denn seine Freunde in der schweren Zeit waren, dann werde ich sauer." Weiter sagt er: "Das ist das erste Mal, dass ich jemanden durch eine psychische Krankheit verloren habe. Darauf war ich nicht vorbereitet, aber ich habe es versucht."

Twitch-Streamer Reckful versuchte sich schon vor 3 Wochen umzubringen

Sein Freund und Mitbewohner beschreibt in dem Brief weiter, wie der Twitch-Streamer Reckful sich versucht habe mit Schlaftabletten umzubringen, stattdessen aber 35 Stunden schlief. Auch soll er mit dem Gedanken gespielt haben sich vom Balkon zu stürzen. Nun alarmierter Merkx weitere Freunde von Reckful, damit er ständig unter Beobachtung ist. Die Idee war ihn in den nächsten Tagen in eine Klinik zu bringen, allerdings wollten er und seine Freunde noch abwarten, ob einige Termine Mit Investoren Geld für Reckfuls Projekt „Everland“ bringen würden, an dem er sehr hing. Am nächsten Morgen hatte Reckful sich dann umgebracht. Nach dem plötzlichen Tod der Twitch-Legende häufen sich nun Medienberichten zum tragischen Ende weiterer Streamer. Wie 24auto.de berichtet, ist nur einen Tag später GTA-Streamer Kenny „Blue622“ verstorben. Die Todesursache ist noch ungeklärt.

Merkx sagt zum Abschluss in dem Brief: "Es waren keine Drogen, es war nicht Becca (Seine Ex-Freundin Anm. d. Red.) und das alles kam nicht aus dem Nichts. Seine engsten Freunde haben ihn fast rund um die Uhr im Auge gehabt. Ich wünschte, ich hätte ihn schon früher dazu gebracht in eine Klinik zu gehen. Ich wünschte, er wäre noch am Leben."

Aktuell sammelt seine Familie Geld, um eine Bestattung neben seinem Bruder zu ermöglichen, der sich vor einigen Jahren umgebracht hatte. Seine Streaming-Kollegen wollen nun auch das Projekt Everland beenden.

Wichtiger Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite Krisendienst der Psychiatrie.

Rubriklistenbild: © Reckful/Twitter

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