1. ingame
  2. Gaming News
  3. Streaming

Lebenslange Sperre: Speedrunner betrügt bei Games Done Quick

Erstellt:

Von: Aileen Udowenko

Kommentare

Beim Charity-Event von Games Done Quick sammelten mehrere Speedrunner Spenden für einen guten Zweck. Doch ein Teilnehmer betrog bei seinem Weltrekord.

Bloomington, Minnesota – Bei dem Summer Games Done Quick 2022 (SGDQ) Charity-Event stellten mehrere Speedrunner ihr Können unter Beweis. Mit beeindruckenden Geschwindigkeiten durchspielten die Gamer verschiedene Videospiele und setzten dabei sogar neue Weltrekorde auf. Unter anderem auch der Speedrunner Mekarazium, er erreichte einen neuen Weltrekord im Black Wolf DLC von Metal Gear. Doch nach dem Event teilte er seinen Fans mit, dass sein Run von 6 Minuten und 55 Sekunden gefaked war.

Betrug beim Charity-Event – Speedrunner stellt angeblich Weltrekord auf

Das ist passiert: Der Speedrunner Mekarazium hatte an dem Charity-Event der SGDQ 2022 teilgenommen. Dort sollte er für einen guten Zweck Spenden sammeln, in dem er Metal Gear Rising: Revengeance und den dazugehörigen DLC: Black Wolf so schnell wie möglich durchspielt. Gerade seine Zeit im DLC war dabei äußerst beeindruckend und er überbot mit dem Run sogar seinen vorherigen Weltrekord um ganze 25 Sekunden. Doch das war wohl zu schnell, um wahr zu sein. Denn wie sich im Nachhinein herausstellte, hatte Mekarazium seinen Weltrekord-Run gar nicht live-performt.

Summer Games Done Qucik 2022 Logo
Speedrunner betrügt dreist bei Charity-Event – Veranstalter zieht Konzequenzen © Games Done Quick

So hat der Speedrunner betrogen: Mekarazium hatte seinen Run im Metal Gear DLC gefälscht. Hierzu hatte er vorab Szenen aus verschiedenen Runs zusammengeschnitten und bei seinem Auftritt einfach abgespielt. Möglich war dies, da er nicht persönlich bei dem Charity-Event anwesend war, sondern von zu Hause aus seinen Speedrun gestreamt hatte. Die Zuschauer des Events hatten vorab bereits 25.000 Dollar gespendet, damit Mekarazium seinen Run überhaupt antreten konnte.

So flog er auf: Nach dem Event meldete sich der Speedrunner selber beim Veranstalter und gestand seine Tat. In einer Nachricht erklärte er, dass er sich für den Fake entschieden habe, da er seinen aktuellen Weltrekord noch toppen wollte.

Veranstalter des Charity-Events zieht Konsequenzen – Speedrunner wird gebannt

Diese Konsequenzen gibt es für Mekarazium: Nachdem der Veranstalter Games Done Quick von dem gefälschten Speedrun erfahren hatte, distanzierte sich dieser direkt von Mekarazium. Die Videos seiner beiden Speedruns wurden von YouTube entfernt, allerdings sind seine Runs noch bei Twitch zu sehen. Außerdem wurde der Speedrunner für alle zukünftigen Events des Veranstalters gesperrt.

Das sagt der Speedrunner: Er selber gab die Tat nach dem Event zu und entschuldigte sich bei der gesamten Speedrunner-Community. Mekarazium bedauert seine Entscheidung, den Run zu fälschen sehr und hofft, dass sich dies nicht auf die Glaubwürdigkeit anderer Speedrunner auswirkt.

Charity-Event war trotzdem ein Erfolg: Seit zehn Jahren sammelt GDQ Spenden durch die Unterstützung von Speedrunnern. Das diesjährige Charity-Event, Summer Games Done Quick, konnte trotz des gefälschten Weltrekordes ganze drei Millionen Dollar an Spenden einnehmen und hatte einige beeindruckende Speedruns vorzuweisen. Die Spenden gehen dieses Jahr an Ärzte ohne Grenzen.

Auch interessant

Kommentare