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Dreiste Casino-Streamer reagieren auf Danny-Skandal – Sprechen von Doppelmoral

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Von: Janik Boeck

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Skandal um Danny ist in Deutschland das Gesprächsthema der Twitch-Szene. Gerade Casino-Streamer machen jetzt Vorwürfe zu Doppelmoral.

Funchal, Madeira – Die deutschsprachige Twitch-Szene ist gerade mit einem unschönen Thema beschäftigt. Nach der Verurteilung eines YouTubers wegen der Vergewaltigung seiner Ex-Freundin brach auf Twitter eine Welle der Beistandsbekundungen für das Opfer los. Einige Streamer, die durch Casino-Streams bekannt sind, mischten sich ein und bekamen heftige Kritik zu spüren.

Casino-Streamer äußern sich fragwürdig zu Danny-Skandal

Das ist passiert: Der YouTuber Danny wurde wegen zweifacher Vergewaltigung verurteilt. Infolgedessen zeigte sich der Großteil der deutschen Influencer*innen-Szene geschockt. Etliche Conten-Creator*innen aus dem Kreise des Verurteilten distanzierten sich von ihm. Auch enge Wegbegleiter wie Papaplatte und T-Low gaben emotionale Statements zu Danny ab.

Die Empörung über das Verbrechen klingt noch immer nach. Twitch-Bad-Boy MontanaBlack forderte im Danny-Skandal härtere Strafen für Vergewaltiger. Es gab Reaktionen der Empörung und der Solidaritätsbekundung für das Opfer, aber auch einige Casino-Streamer, die sich fragwürdig zur Thematik äußerten.

Der YouTuber Danny hinter dem Streamer OrangeMorange
Casino-Streamer OrangeMorange äußert sich zu Danny und erntet Kritik © YouTube: Danny / Twitter: OrangeMorange

Um welche Casino-Streamer handelt es sich? Bei den Casino-Streamern handelt es sich namentlich um OrangeMorange und Scurrows. Beide sind in der deutschsprachigen Twitch-Szene wegen ihrer Streams sehr umstritten. Scurrows kritisierte MontanaBlack wegen Glücksspiel, obwohl er es selbst streamt. OrangeMorange hatte hingegen Zoff mit xRohat, weil er im Stream Gott dankte, nachdem er beim Glücksspiel gewonnen hatte.

Casino-Streamer lösen Shitstorm aus – Twitter-Diskussion entgleist

Wieso lösen Casino-Streamer einen Shitstorm aus? Auslöser des Shitstorms gegen die Casino-Streamer OrangeMorange und Scurrows waren Tweets der beiden, kurz nachdem Dannys Verurteilung öffentlich bekannt wurde. Scurrows schrieb: „Stellt euch vor, es wären Leon Machere, ApoRed, orangemorange oder ich der Täter. Was glaubt ihr, wie Twitter dann aussehen würde? Und wenn ihr die Antwort kennt, dann wisst ihr, wer von denen alles ein Heuchler ist.“ OrangeMorange teilte diesen Beitrag.

Damit nahmen die beiden Streamer Bezug darauf, dass einige Influencer*innen sich nicht sofort von Danny distanzierten, als nachdem das Urteil öffentlich wurde. Ihr Vorwurf: Eine Doppel-Moral, weil schneller auf Casino-Streamer*innen rumgehackt würde, als auf einem Vergewaltiger.

OrangeMorange bekundete in einem inzwischen gelöschten Tweet außerdem sein Mitleid mit Danny: „Danny stand in seiner Prime vom Leben und ich hoffe, dass er sich nichts Schlimmes antut“.

Die Reaktionen sind eindeutig: Die getätigten Aussagen von Scurrows und OrangeMorange sorgten auf Twitter für einen ausgewachsenen Shitstorm. Viele werfen den beiden Casino-Streamern vor, die Vergewaltigung durch Danny zu nutzen, um sich und die eigenen Streams in ein besseres Licht rücken zu können.

Casino-Streamer OrangeMorange weist auf die Vorwürfe nur teilweise zurück

So reagiert OrangeMorange auf die Vorwürfe: Der YouTuber AlphaKevin griff den Shitstorm um OrangeMorange auf und veröffentlichte ein Video, in dem er die Vorwürfe gegen ihn zusammenfasste. OrangeMorange veröffentlichte daraufhin ein Reaktionsvideo, in dem er ebenfalls Stellung bezog. Zu den Vorwürfen, er wolle nur Aufmerksamkeit, äußerte der Casino-Streamer sich nicht.

OrangeMorange gestand jedoch den Fehler, zuerst sein Mitleid mit dem Täter zu bekunden, bevor er Solidarität mit dem Opfer zeigte. In seinem Video erklärte er dazu: „Für mich war es halt selbstverständlich, dass ich auf ihrer Seite bin. Also ich denke niemand auf der Welt ist auf der Seite eines Vergewaltigers.“ meint er und führt weiter aus „Ich wollte damit einfach nur sagen, dass […] er in seiner Prime gewesen ist – abgesehen von dieser ganzen Vergewaltigungs-Thematik – […] und dass ich hoffe, dass er sich selber nicht umbringt.

Trotz der massiven Kritik sind die Tweets von OrangeMorange noch allesamt online. Scurrows hingegen hat seine Tweets inzwischen für die breite Öffentlichkeit unzugänglich gemacht. Seine Beiträge kann nur sehen, wer bestätige*r Follower*in ist. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass jemand die Situation zu nutzen versuchte. Es kursierten schon Fake-Tweets von Rewinside und anderen zum Danny-Skandal.

Seid ihr selber Opfer sexueller Gewalt geworden oder habt ihr im Bekanntenkreis einen ähnlichen Fall? Beim Hilfetelefon des Bundesamts für Familie unter der 08000 116 016 werdet ihr kostenlos beraten und erhaltet rund um die Uhr eine Betreuung.

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