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Trymacs zu „Kick auf Eis“ – Klage ist ein „Armutszeugnis“ der TV-Legende Stefan Raab

Erstellt:

Von: Janik Boeck

Trymacs hat vor kurzem seine Show „Kick auf Eis“ abblasen müssen, wegen einer Klage von der Produktionsfirma von Stefan Raab.

Hamburg – Maximilian „Trymacs“ Stemmler ist auf Twitch und YouTube für vieles bekannt. Unter anderem wird er von Fans für seine Live-Events gefeiert. Auch in diesem Dezember wollte er die Lanxess Arena in Köln unsicher machen, bis ihm Stefan Raab einen Strich durch die Rechnung machte. Die Fans halten das Verhalten der TV-Legende allerdings für mehr als unsympathisch.

Vollständiger NameMaximilian Stemmler
Bekannt alsTrymacs
Geburtstag19. August 1994
GeburtsortHamburg
Follower auf Twitch3,2 Millionen (Stand: November 2022)
Follower auf YouTube2,16 Millionen (Stand: November 2022)

Stefan Raab will 500.000 Euro von Trymacs – Anwalt steht Streamer bei

Was ist passiert? Trymacs hatte für den Dezember seinen „Kick auf Eis“ geplant. Beim Event sollten sämtliche Größen der deutschen Szene in der Lanxess Arena zusammenkommen und sich auf der Eisfläche das Leder um die Ohren pfeffern. TV-Legende Stefan Raab mahnte Trymacs auf 500.000 Euro ab und drohte an, gerichtlich gegen das Event vorzugehen. Der „Kick auf Eis“ sei dem „Eisfußball“ von Raab TV zu ähnlich.

Das sagt Christian Solmecke dazu: In dieser heiklen Angelegenheit ist YouTube-Anwalt Christian Solmecke natürlich ganz vorne mit dabei. Auf dem Kanal seiner Kanzlei erläuterte er, wer in diesem Fall denn nun Recht bekommen würde. Dem Anwalt zufolge hätte Trymacs sein Event ohne rechtliche Probleme durchführen können.

Trymacs und Stefan Raab vor dem Logo von Kick auf Eis
Trymacs: Kick auf Eis hätte stattfinden können – sagt zumindest Christian Solmecke © Unsplash / IMAGO: Sven Simon / YouTube: Trymacs / Trymacs (Montage)

Das einzige, was an Stefan Raabs „Deutscher Eisfußball Pokal“ markenrechtlich geschützt war, war das Logo. Dieses ähnelt in keinster Weise dem von Trymacs‘ „Kick auf Eis“. Eine Eintragung von Raabs Eisfußball in das Deutsche Patent- und Markenrecht-Register ist abgewiesen worden.

Auch in Sachen Urheberrecht hätte Stefan Raab laut Solmecke keine Chance gehabt, weil „eine Fernsehsendung vom Konzept her grundsätzlich kopiert werden darf. Also ein abstraktes Show-Konzept genießt keinen urheberrechtlichen Schutz. Das Urheberrecht spricht von Werken und schützt keine Idee.“ Das volle Video von Christian Solmecke samt Reaktion von Trymacs könnt ihr hier sehen.

Trymacs soll 500.000 Euro an Raab TV abdrücken – Streamer gibt sich nicht geschlagen

Deshalb ist Trymacs vorerst eingeknickt: Über den Verlauf seines Reaction-Videos auf Christian Solmecke wird das Grinsen in Trymacs‘ Gesicht immer breiter. Obwohl er wohl Recht bekommen hätte, ist er vorerst eingeknickt. „Man arbeitet jetzt ja viel mit Joyn zusammen. Joyn ist ja absolut geowned von Pro Sieben und Pro Sieben macht noch viel mit Raab […]. Und selbst wenn jetzt […] zehn verschiedene Gerichte sagen würden […] Raab hat da keine Rechte dran, […] er bräuchte ja nur ein Gericht, was ihm Recht gibt. Und das könnte gefährlich sein, da gibt‘s viel Vitamin B.

Weiter erklärt er „Wenn die ganze Show irgendwie […] 800.000 Euro kostet und wir haben alles fertig […] und 24 Stunden vorher kriegen wir ne einstweilige Verfügung, dass wir das nicht machen dürfen, dann müssen wir die Ticketeinnahmen zurückgeben, dann kriegen wir keine Gelder von den Sponsoren und dann gibts das Event nicht und wir haben Kosten von 800.000. […] Dann kann ich Insolvenz anmelden. […] Selbst wenn das Risiko nur klein ist, können wir da nicht machen.

Hinweis zur Abmahnung

Hinter der Abmahnung steht nicht Stefan Raab als Einzelperson, sondern seine Produktionsfirma Raab TV. Genauso ist Trymacs nicht der einzige Leidtragende unter der Abmahnung. Da die beiden aber die Personen des öffentlichen Lebens und damit die Gesichter ihrer jeweiligen Firmen sind, stehen ihre Namen stellvertretend für die Firmen im Hintergrund.

So reagieren die Fans: Für die Fans ist die Sache klar. Stefan Raab hat sich mit der Abmahnung ein Eigentor geschossen und viel Sympathie verloren. In den Kommentaren unter Trymacs Reaktion heißt es zum Beispiel von „Sploded“: „Das ganze ist wirklich ein Armutszeugnis von Raab“.

Für Trymacs steht aber fest, dass das Event nur vorerst auf Eis gelegt wurde. „Erstmal! Die Schlacht ist verloren aber der Krieg ist noch lange nicht vorbei. Ich möchte Eisfußball spielen. Punkt. Eines Tages wird Eisfußball gespielt.“ Einen ersten Vorgeschmack hat der Hamburger zumindest schon bekommen. Sein neues Format Nerd in the Dirt führte Trymacs durch sein eigenes 7 vs. Wild im eisigen Finnland.

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