Einen Tag kein Entertainment

#ADayOffTwitch: Streamer wollen Twitch einen Tag boykottieren – Plattform reagiert

#ADayOffTwitch ist eine von Streamer:innen ins Leben gerufene Initiative. Sie soll Hate-Raids stoppen. Twitch selbst äußerte sich bereits zu dem Problem.

Kalifornien, USA - Eigentlich ist Twitch ein Ort, wo sich jeder verwirklichen kann. Die Streamingplattform bietet so gut wie jeden Streamer:inn eine Kategorie ausleben kann. Neben Gaming gibt es auch IRL oder sogar ASMR-Streams. Friedlich ist es auf Twitch jedoch nicht. Hate-Raids werden ein zunehmend größeres Problem auf der Plattform. Nun wollen mehrere Streamer:innen ein Zeichen setzen und die Plattform einen Tag lang boykottieren. Die Aktion hört auf den Namen #ADayOffTwitch.

Name der StreamingplattformTwitch
GründungsdatumJuni 2011
Täglich aktive Nutzerüber 15 Millionen
Aktive Streamsüber 2 Millionen
Beliebtestes Game weltweitLeague of Legends

Twitch: Hate-Raids gegen Streamer:innen – Mehrere Bots nur, um zu beleidigen

Raids haben innerhalb der Twitch-Community eigentlich einen positiv behafteten Ruf. Wenn ein Streamer:inn den Stream beendet, werden alle Zuschauer:innen zu einem anderen Twitch-Kanal weitergeleitet. Eine gute Möglichkeit, um seine Reichweite mit weniger bekannten oder befreundeten Streamer:innen zu teilen. Die Hate-Raids sorgen nun jedoch auf Twitch für Angst und Schrecken. Doch was sind Hate-Raids eigentlich?

Bei Hate-Raids handelt es sich um eine Horde an Bots, die ununterbrochen Beleidigungen in den Twitch-Chat schreiben. In den vergangenen Wochen nahmen die Hate-Raids auf Twitch Überhand. Traurigerweise wurden gezielt Streamer:innen der LGBTQ+-Bewegung Opfer solcher Hate-Raids auf Twitch.

Twitch: #ADayOffTwitch – Streamer wollen Plattform einen Tag boykottieren

Die Beleidigungen verstoßen selbstverständlich gegen die „Terms of Service“ von Twitch. Dennoch wurde das Problem noch nicht von der Plattform entfernt. Nun hat sich eine Gruppe aus Streamer:innen geformt, die eine Aktion gegen die Hate-Raids plant. Mit #ADayOffTwitch möchten die Twitch-Streamer:innen auf das Problem der Hate-Raids aufmerksam machen. Dabei werden alle Beteiligten Personen am 1. September ihren Twitch-Kanal ruhen lassen und nicht auf der Plattform streamen.

Die #ADayOffTwitch Aktion konnte in den vergangenen Tagen immer mehr Mitglieder sammeln. Diese belaufen sich jedoch vor allem auf die internationale Twitch-Szene. Ob hierzulande auch Szene-Größen wie MontanaBlack oder Knossi einen Tag lang die Stream-Kamera ausgeschaltet lassen, ist noch nicht klar. Hate-Raids sind innerhalb der deutschen Szene jedoch noch kein wirkliches Problem. Gut möglich also, dass #ADayOffTwitch ohne deutsche Beteiligung stattfinden wird. Twitch musste sich von Streamer:innen einiges an Kritik anhören, da sie die Abo-Preise für Zuschauer reduzierten.

Twitch: Streamingplattform hat bereits einen Plan gegen Haid-Raids – Reicht es aus?

Twitch selbst ist auf das Problem der Hate-Raids längst aufmerksam geworden. So arbeitet Twitch laut eigener Aussage bereits an einer Klärung des Anliegens. „Hate-Spam-Angriffe sind das Ergebnis hochmotivierter schlechter Personen und haben keine einfache Lösung“, schrieb Twitch auf Twitter. „Wir haben unsere Website-weiten Wortfilter ständig aktualisiert, um Variationen von hasserfüllten Beleidigungen zu verhindern und Bots zu entfernen, wenn sie identifiziert werden.“

Twitch gab einen näheren Einblick in ihren Lösungsweg für das Problem der Hate-Raids. „Wir haben seit Monaten eine Bannerkennung auf Kanalebene entwickelt, um dieses bösartige Verhalten zu bekämpfen“, fuhr Twitch fort. „Während wir jedoch an Lösungen arbeiten, arbeiten schlechte Personen parallel, um Wege zu finden, um sie zu umgehen – weshalb wir nicht immer Details teilen können.“ Bis zum 1. September, dem Start der #ADayOffTwitch Aktion, dürfte das Problem jedoch noch nicht behoben worden sein. Ein Problem hat auch die CDU. Diese wurde nun erneut von Rezo in einem Video angegangen.

Rubriklistenbild: © Twitch

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