Endlich gebannt

Twitch: Donald Trump endgültig gebannt – aus Angst vor weiterer Gewalt

  • vonAdrienne Murawski
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Twitch macht Ernst und sperrt Donald Trump für immer, denn Trump ist nun wieder ein ganz normaler ziviler Bürger und nicht mehr Präsident der USA.

  • Am 6. Januar stürmten radikale Trump-Anhänger das Capitol in Washington D.C.
  • Zuvor hatte Donald Trump seine Anhänger bei einer Rede zu dieser Tat angestachelt.
  • Nun wurde er von mehreren Social Media Plattformen dauerhaft gebannt, darunter auch Twitch.

Update vom 21. Januar 2021: Nun ist es endlich offiziell, Donald Trump ist seit gestern nicht mehr der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Joe Biden hat offiziell seinen Posten eingenommen und einige Erlasse von Trump rückgängig gemacht. Kurz bevor Trump sein Amt an Biden weitergeben musste, hat er den Ansturm auf das Capitol angefeuert und wurde deshalb auf vielen Plattformen temporär gesperrt. So auch auf der Streaming-Plattform Twitch. Nun macht die Amazontochter ernst und sperrt Donald Trumps Account dauerhaft.

Name der PlattformTwitch
EigentümerAmazon
Gründung6. Juni 2011
Sprachen28
Web-Adressehttps://www.twitch.tv/

Twitch: Temporärer Bann von Donald Trump wird in Permabann umgewandelt

Zu lachen hat Donald Trump nichts mehr. Der ehemalige Präsident der USA hat kurz vor dem Ende seiner Legislatur Banns auf zahlreichen sozialen Plattformen erhalten, darunter auch Twitch. Dies geschah, da Trump immer wieder zu Gewalt aufrief. Nun hat sich die Streaming-Plattform dazu entschieden, den Unternehmer dauerhaft zu sperren. So sagte ein Sprecher von Twitch:

Die Erklärungen des Präsidenten werden weiterhin als Handlungsaufforderungen interpretiert, und wir ergreifen diese Maßnahmen, um das Potenzial für Schäden für unsere Gemeinschaft und die breite Öffentlichkeit zu beseitigen. Twitch hat klare Regeln, die hasserfülltes Verhalten, Belästigung oder Anstiftung zu Gewalt in unserem Dienst verbieten, und wir berücksichtigen Ereignisse außerhalb des Dienstes, wenn wir Durchsetzungsentscheidungen treffen. Die Ereignisse der letzten Wochen haben jedoch eine Lücke in Bezug auf Rhetorik aufgezeigt, die Gewalt fördert, unabhängig davon, ob sie direkt auf Twitch gestreamt wurde oder nicht. Wir werden unsere Richtlinien aufgrund unserer Berücksichtigung dieser Situation aktualisieren

Twitch-Sprecher zu The Verge

Damit bleibt Donald Trump wohl nichts anderes mehr zu tun als Golf zu spielen, denn der Permabann bedeutet, dass er Twitch‘s Entscheidung nicht anfechten kann. Auch wird er keinen anderen Account erstellen können, sofern sein Bann nicht aufgehoben wird. Damit heißt es jetzt auch auf Twitch ganz offiziell: Bye bye Trump!

Twitch: Donald Trump endgültig gebannt – aus Angst vor weiterer Gewalt

Erstmeldung vom 11. Januar 2021: San Francisco, USA – Viele Tage hat Donald Trump nicht mehr in seinem Amt, denn am 20. Januar um 12 Uhr wird traditionellerweise der neue Präsident eingeführt, Joe Biden. Doch eventuell kommt es sogar bereits vor dem 20. Januar zur Amtsenthebung Trumps aufgrund der Geschehnisse vom 6. Januar im Capitol. An diesem Tag stürmten Verschwörungstheoretiker und radikale Anhänger Donald Trumps das Capitol, nachdem sie zuvor bei einer Rede von ihm dazu nochmal angestachelt wurden. Doch die drohende Amtsenthebung ist nicht die einzige Konsequenz die Trump nun ausbaden muss, denn zahlreiche Social Media Plattformen haben ihn nun gesperrt, darunter auch Twitch.

Twitch: Streaming-Plattform bannt Noch-Präsidenten Donald Trump

Der mögliche Ansturm auf das Capitol wurde vom Noch-Präsidenten nicht nur billigend hingenommen, – es trugen bereits bei seiner Rede Menschen Pullover und andere Merchandise-Artikel mit dem Datum des geplanten Ansturms – sondern noch befeuert, da Trump wiederholt die Wahl-Ergebnisse nicht anerkannte und von Wahlbetrug sprach. Zudem stachelte er seine Anhänger dazu an, sich den „Diebstahl“ nicht gefallen zu lassen und zum Capitol zu ziehen. Dort fand sich am 6. Januar der Kongress und der Senat zusammen, um den offiziellen Sieger der Wahl, Joe Biden, zu verkünden.

Der wütende Mob vor dem Capitol protestierte jedoch nicht friedlich, sondern verschaffte sich gewaltsam Zugang zum Regierungsgebäude, sodass die Sitzung unterbrochen werden musste. Die Lage war stundenlang unübersichtlich, die Polizei hatte sichtliche Probleme den Mob zurückzudrängen und beim Ansturm kam es auch zu einigen Todesopfern. Die Ereignisse werden allgemein als Angriff auf die Demokratie in den USA verurteilt und könnten nun noch zur vorzeitigen Amtsenthebung Trumps führen. Der Präsident, der insbesondere für seine Social Media Nutzung bekannt ist, muss aber nicht nur seine vorzeitige Enthebung fürchten, sondern kann sich darüber nun nicht einmal mehr über seine Accounts echauffieren, denn fast jede Plattform hat ihn mittlerweile gesperrt.

Twitch: Kam der Bann von Donald Trump zu spät?

So sagt ein Twitch-Sprecher auf Nachfrage des Magazins Kotaku: „Angesichts des schockierenden Angriffs von gestern auf das Kapitol haben wir den Twitch-Kanal von Präsident Trump deaktiviert. Aufgrund der gegenwärtigen außergewöhnlichen Umstände und der Brandrhetorik des Präsidenten glauben wir, dass dies ein notwendiger Schritt ist, um unsere Gemeinschaft zu schützen und zu verhindern, dass Twitch dazu verwendet wird, weitere Gewalt anzuregen.“ Dieser Bann des Twitch-Kanals ist vorerst für unbestimmte Zeit und könnte womöglich dauerhaft sein. Zumindest haben mittlerweile auch Facebook und Twitter die Accounts von Donald Trump dauerhaft gesperrt, um seinen verleumderischen und unwahren Aussagen einen Riegel vorzuschieben.

Twitch: Account von Donald Trump gesperrt – Neue Gewalt soll vermieden werden

Dass die Streaming-Plattform hart durchgreift, wenn Streamer und User sich falsch verhalten, ist bekannt. Aufgrund des Angriffs auf das Capitol entfernte Twitch auch das PogChamp Emote, da das Gesicht dahinter, Ryan „gootecks“ Gutierrez, ebenfalls Aussagen twitterte, die zu noch mehr Gewalt aufriefen. Auch für drei bestimmte Wörter kann man auf Twitch gebannt werden, zumindest wenn man sie in einem negativen Kontext verwendet. Obwohl Twitch nie so wichtig für Donald Trumps Rhetorik war, wie beispielsweise Twitter oder Facebook, zeigt die Plattform mit dem Permabann zwar gute Grenzen auf, tendenziell aber – genau wie die anderen sozialen Medien – leider etwas zu spät. Hätte man den scheidenden Präsidenten früher gebannt, hätten die Ereignisse im Capitol vielleicht verhindert werden können.

Rubriklistenbild: © Twitch / pixabay (Montage) / (Erstmeldung vom 11.01.2021)

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