Endlich gebannt

Twitch: Donald Trump‘s Account gebannt — Statement zu den Gründen

  • vonAdrienne Murawski
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Aus und vorbei – Der Twitch-Account von Donald Trump wurde von der Livestream-Plattform gebannt. Es gibt es Statement zu den Gründen.

  • Am 6. Januar stürmten radikale Trump-Anhänger das Capitol in Washington D.C.
  • Zuvor hatte Donald Trump seine Anhänger bei einer Rede zu dieser Tat angestachelt.
  • Nun wurde er von mehreren Social Media Plattformen dauerhaft gebannt, darunter auch Twitch.

San Francisco, USA – Viele Tage hat Donald Trump nicht mehr in seinem Amt, denn am 20. Januar um 12 Uhr wird traditionellerweise der neue Präsident eingeführt, Joe Biden. Doch eventuell kommt es sogar bereits vor dem 20. Januar zur Amtsenthebung Trumps aufgrund der Geschehnisse vom 6. Januar im Capitol. An diesem Tag stürmten Verschwörungstheoretiker und radikale Anhänger Donald Trumps das Capitol, nachdem sie zuvor bei einer Rede von ihm dazu nochmal angestachelt wurden. Doch die drohende Amtsenthebung ist nicht die einzige Konsequenz die Trump nun ausbaden muss, denn zahlreiche Social Media Plattformen haben ihn nun gesperrt, darunter auch Twitch.

Name der PlattformTwitch
EigentümerAmazon
Gründung6. Juni 2011
Sprachen28
Web-Adressehttps://www.twitch.tv/

Twitch: Streaming-Plattform bannt Noch-Präsidenten Donald Trump

Der mögliche Ansturm auf das Capitol wurde vom Noch-Präsidenten nicht nur billigend hingenommen, – es trugen bereits bei seiner Rede Menschen Pullover und andere Merchandise-Artikel mit dem Datum des geplanten Ansturms – sondern noch befeuert, da Trump wiederholt die Wahl-Ergebnisse nicht anerkannte und von Wahlbetrug sprach. Zudem stachelte er seine Anhänger dazu an, sich den „Diebstahl“ nicht gefallen zu lassen und zum Capitol zu ziehen. Dort fand sich am 6. Januar der Kongress und der Senat zusammen, um den offiziellen Sieger der Wahl, Joe Biden, zu verkünden.

Der wütende Mob vor dem Capitol protestierte jedoch nicht friedlich, sondern verschaffte sich gewaltsam Zugang zum Regierungsgebäude, sodass die Sitzung unterbrochen werden musste. Die Lage war stundenlang unübersichtlich, die Polizei hatte sichtliche Probleme den Mob zurückzudrängen und beim Ansturm kam es auch zu einigen Todesopfern. Die Ereignisse werden allgemein als Angriff auf die Demokratie in den USA verurteilt und könnten nun noch zur vorzeitigen Amtsenthebung Trumps führen. Der Präsident, der insbesondere für seine Social Media Nutzung bekannt ist, muss aber nicht nur seine vorzeitige Enthebung fürchten, sondern kann sich darüber nun nicht einmal mehr über seine Accounts echauffieren, denn fast jede Plattform hat ihn mittlerweile gesperrt.

Twitch: Account von Donald Trump gesperrt – Neue Gewalt soll vermieden werden

Twitch: Kam der Bann von Donald Trump zu spät?

So sagt ein Twitch-Sprecher auf Nachfrage des Magazins Kotaku: „Angesichts des schockierenden Angriffs von gestern auf das Kapitol haben wir den Twitch-Kanal von Präsident Trump deaktiviert. Aufgrund der gegenwärtigen außergewöhnlichen Umstände und der Brandrhetorik des Präsidenten glauben wir, dass dies ein notwendiger Schritt ist, um unsere Gemeinschaft zu schützen und zu verhindern, dass Twitch dazu verwendet wird, weitere Gewalt anzuregen.“ Dieser Bann des Twitch-Kanals ist vorerst für unbestimmte Zeit und könnte womöglich dauerhaft sein. Zumindest haben mittlerweile auch Facebook und Twitter die Accounts von Donald Trump dauerhaft gesperrt, um seinen verleumderischen und unwahren Aussagen einen Riegel vorzuschieben.

Dass die Streaming-Plattform hart durchgreift, wenn Streamer und User sich falsch verhalten, ist bekannt. Aufgrund des Angriffs auf das Capitol entfernte Twitch auch das PogChamp Emote, da das Gesicht dahinter, Ryan „gootecks“ Gutierrez, ebenfalls Aussagen twitterte, die zu noch mehr Gewalt aufriefen. Auch für drei bestimmte Wörter kann man auf Twitch gebannt werden, zumindest wenn man sie in einem negativen Kontext verwendet. Obwohl Twitch nie so wichtig für Donald Trumps Rhetorik war, wie beispielsweise Twitter oder Facebook, zeigt die Plattform mit dem Permabann zwar gute Grenzen auf, tendenziell aber – genau wie die anderen sozialen Medien – leider etwas zu spät. Hätte man den scheidenden Präsidenten früher gebannt, hätten die Ereignisse im Capitol vielleicht verhindert werden können.

Rubriklistenbild: © Twitch / pixabay (Montage) / (Erstmeldung vom 11.01.2021)

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