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Twitch: Burger King verärgert die Streaming-Community mit dieser Aktion

  • Michael Warczynski
    vonMichael Warczynski
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Die Fast-Food-Kette Burger King hat es sich nun mit der Twitch-Community verdorben. Das Unternehmen verärgerte die User der Streaming-Plattform mit dieser Marketing-Aktion.

  • Twitch ist die beliebteste Streaming-Plattform weltweit – im März 2020 hatte die Plattform 3,58 Millionen Unique-User.
  • Auch Werbeplatzierungen sind auf der Plattform beliebt und bieten den Streamern enorme Einnahmen.
  • Nun findet Burger King eine günstige Lösung ihre Werbung bei Twitch-Partnern zu platzieren – doch die gefällt nicht allen.

San Francisco, USATwitch gehört seit Jahren zu den größten Streaming-Plattformen der Welt. Es ist nur logisch, dass deshalb immer wieder millionenschwere Marketing-Deals über die Bühne gehen. Doch die Fastfood-Kette Burger King macht sich das Leben nun etwas einfacher und schlägt auch mit einem kleinen Budget große Wellen – und das sowohl im positiven als auch negativen Sinne.

Name der PlattformTwitch
EigentümerAmazon
Gründung6. Juni 2011
Sprachen28
Web-Adressehttps://www.twitch.tv/
Sitz inSan Francisco

Twitch: Burger King kassiert Shitstorm für neue Marketing-Masche auf Twitch

In Amerika ist die Fastfood-Kette Burger King nicht nur für ihre Burger bekannt, sondern überzeugt auch immer wieder mit kreativen und überraschenden Marketing-Aktionen. So ärgern Sie nicht nur Unternehmen wie Google oder McDonalds, sondern gaben beim Super Bowl 2019 mehr als 10 Millionen Dollar für einen 60-sekündigen Werbespot aus. In Amerika kennen die meisten Marketing-Abteilungen also kaum eine Grenze. Doch Grenzen gibt es dennoch und Burger King scheint diese beim Streaming-Dienst Twitch aus San Francisco nun überschritten zu haben. (Alles zu Streaming)

So nutzte das Unternehmen aus Amerika die Twitch-Donation-Funktion vieler Streamer aus, indem sie für kleines Geld ihre Produkte promoteten. Das Twitch-Addon Streamlabs, welches aktuelle Spendennachrichten laut im Stream vorliest, hat diesen Marketing-Trick erst möglich gemacht. Denn Burger King schrieb Texte, wie „Ich habe fünf Dollar gespendet, um dir zu sagen, dass du in der Burger King-App dafür einen Whopper, kleine Pommes und ein kleines Getränk kaufen kannst.“ Diese Nachrichten werden über Streamlabs automatisch im Stream vorgelesen und somit kriegt auch die ganze Zuschauerschaft davon mit.

Und so spendete Burger King an unzählige Streamer immer wieder einen bis fünf Dollar. Damit schafften sie es, mit vergleichsweise wenig Geld viele Leute zu erreichen. Und das, obwohl dies laut Richtlinien von Streamlabs strengstens untersagt ist. Später wurden die Reaktionen der Twitch-Streamer in einem separaten Video festgehalten.

Es bleibt abzuwarten, ob die Entwickler des Twitch-Addons nun rechtliche Schritte gegen das Unternehmen eingehen wird. Denn die Nutzungsbedingungen von Streamlabs besagen ganz klar, dass „der Dienst nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden darf".

Twitch: Burger King verärgert tausende Fans mit cleverem Marketing-Trick

Twitch: Das sagten die Streamer und Fans zur illegalen Marketing-Masche von Burger King

Die meisten großen Streamer fühlten sich durch den „dreckigenMarketing-Versuch von Burger King benutzt. Doch es waren auch kleine Streamer unter den Werbefiguren dabei. Diese freuten sich eher und bedankten sich für die Spende des Riesen-Konzerns. Doch beim größeren Twitch-Streamer namens „Rubberninja“ kam diese Aktion gar nicht gut an, und so reagierte er mit einem Post über Twitter. Dieser warnt den Konzern aus Amerika, eine solche Aktion nicht nochmal zu versuchen:

Anders als zum Beispiel die Macher von Fall Guys, die durch eine kluge Marketing-Aktion zu überzeugen wussten, stellt sich nun Burger King dar. Deshalb reagieren viele Streamer auf Twitch sehr wütend auf die Spenden des Mega-Konzerns. So äußert sich auch der Twitch-Streamer H2Olympian passend dazu: „Stell dir vor, du bist Darsteller in einer Werbung und bekommst nur einen Dollar dafür. Und dann nutzen sie auch noch deinen Kanal, um sie zu senden.“ Auch Adam Kelly hat noch einige Worte übrig und bemängelt, dass es enorm „beleidigend“ sei „nur ein paar armselige Dollar von einem Mega-Konzern zu bekommen, der deinen Stream übernimmt. Das sollte illegal sein und BK sollte für schmutzige Werbepraktiken angezeigt werden.“

Ob in dieser Aktion, wie bei ApoRed und einer vermutlichen sexuellen Straftat, nun auch rechtliche Schritte eingeleitet werden, bleibt abzuwarten. Dennoch scheint es sehr unwahrscheinlich zu sein, dass Burger King sich nochmal einem solchen Hate aussetzt und diese Marketing-Strategie auf Twitch wiederholt. Der umstrittene Streamer Dr Disrespect hält sich nicht zurück. Nun hetzt er gewaltig gegen Mobile Gamer.

Rubriklistenbild: © DPA: Karl-Josef Hildenbrand / Pixabay (Montage)

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