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Twitch: So oft musste die Polizei in 2020 zu Streamern ausrücken

  • vonMichael Warczynski
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Twitch hat eine sehr interessante Statistik veröffentlicht. Die Streaming-Plattform hat bekannt gegeben, wie oft es Polizeieinsätze in Live-Streams im Jahr 2020 gegeben hat. Die Zahl beeindruckt.

San Francisco, USA – In dem neusten Transparenzbericht von Twitch veröffentlichte der Streaming-Dienst eine Statistik, in der einige pikante Einzelheiten des letzten Jahres ans Tageslicht kamen. Zum Beispiel schreib der Amazon-Dienst, wann und wie oft im Jahr 2020 Kontakt zu Strafverfolgungsbehörden wegen Streamern aufgenommen wurde und wie genau diese Zusammenarbeit funktioniert.

Name der PlattformTwitch
EigentümerAmazon
Gründung6. Juni 2011
Sprachen28
Web-Adressehttps://www.twitch.tv/

Twitch: Streaming-Plattform veröffentlicht Bericht über Häufigkeit an Polizeieinsätze in Livestreams

Am 2. März veröffentlichte die Streaming-Plattform Twitch ihren ersten globalen Transparenzbericht von Januar bis Dezember 2020. In diesem Bericht wird detailliert dargestellt, welche Maßnahmen die Plattform von Amazon ergriffen hat, um Belästigungen und unangemessene Inhalte sofort an die örtlichen Strafverfolgungsbehörden weiterzugeben. Nicht häufig, aber dennoch präsent sind vor allem einige Vorfälle im IRL-Bereich. Hier kann es häufiger vorkommen, dass wegen verschiedener Verstöße die Polizei über Twitch verständigt wird.

Sogenannte IRL-Streams fangen dabei häufig die verrücktesten Geschehnisse während des Livestreams ein. Denn es kommt nicht selten vor, dass Streamer aus Zufall Schlägereien filmen oder sogar lebensbedrohliche Ereignisse auf der Kamera festhalten. Laut Twitch werden seit neustem Benutzerdaten proaktiv an örtliche Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet, sobald die Verantwortlichen der Streaming-Plattform glaubwürdige Bedrohungen durch Gewalt erkennen. Auch bei Twitch-Streamer MontanaBlack kommt es zu Polizeieinsätzen, jedoch bisher nur außerhalb seiner Livestreams.

Laut Twitch gab es im Jahr 2020 insgesamt 38 Fälle gab, in denen sich die Streaming-Plattform an die Strafverfolgungsbehörden wenden musste. Dabei fand die Mehrheit im ersten Halbjahr von 2020 statt. Die Amazon-Plattform vermutet, dass das der Covid-19-Pandemie zu verschulden ist: „Das Fehlen öffentlicher Versammlungen bedeutet, dass es weniger Orte und Ereignisse gibt, auf denen Menschen gewalttätige Bedrohungen verrichten können.

Twitch: Streaming-Plattform fokussiert sich auf Meldungen von Kindesmissbrauch im Livestream

Im weiteren Verlauf ihres Transparenzberichts gab Twitch an, dass vor allem auf Inhalte mit Ausbeutung von Pflegebedürftigen und Kindern geachtet wird. Diese Inhalte sollen von der Streaming-Plattform aus San Francisco sofort entfernt und direkt den Behörden gemeldet werden. Erst zuletzt drohte ein Twitch-Streamer seinem Baby mit den Worten: „Ich brech dir dein Genick“.

Des Weiteren soll auch das nationale Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder in Kenntnis gesetzt werden. Laut Twitch wurden im gesamten Jahr 2020 insgesamt rund 66 Prozent mehr solcher Fälle als im Jahr 2019 gemeldet. Das ist allem Anschein nach darauf zurückzuführen, dass Twitch an den Untersuchungsprozessen verschiedener Livestreams gearbeitet hat und so nun gezielt und besser auf Livestreams mit verbotenen Inhalten zugreifen kann.

Twitch: Alarm im Stream – so oft kam es auf der Plattform 2020 zu Polizeieinsätzen

Des Weiteren gab Twitch im Jahresbericht bekannt, dass sie Datenanfragen von Strafverfolgungsbehörden auf der ganzen Welt in Bezug auf Verbrechen preisgeben. Somit soll es den Justizbeamten leichter gemacht werden, ihrer Arbeit nachzugehen und Untersuchungen schneller und mithilfe von wichtigen Beweisen abzuschließen.

Laut den Verantwortlichen der Streaming-Plattform von Amazon, wird außerdem öffentlich gemacht, dass die Anzahl der bearbeiteten Vorladungen und Anträge auf Bewahrung verschiedenster Strafverfolgungsbehörden weltweit in der zweiten Jahreshälfte um 37 Prozent gestiegen ist. Mit diesem Anstieg soll Twitch jedoch bereits gerechnet haben, somit ist dies wohl keine größere Überraschung gewesen und lag innerhalb des erwarteten Volumens.

Rubriklistenbild: © dpa/Michael Nelson/Stefan Puchner (Montage)

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