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„Nicht mal Mindestlohn“: Twitch-Streamer sucht neuen Mitarbeiter – kassiert Shitstorm

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Von: Philipp Hansen

Streamer Chefstrobel zeigt sich wenig großzügig bei der Bezahlung eines neuen Mitarbeiters. Nach harter Kritik löscht er die Diskussion auf Twitter.

Hamburg – Der deutsche Twitch-Streamer Chefstrobel möchte im neuen Jahr wohl sein Team aufstocken. Für seinen TikTok-Account sucht er einen Social-Media-Manager, der Videos schneidet, Content hochlädt und Highlights seiner Streams bearbeitet. Dabei hat er wohl völlig unrealistische Gehaltsvorstellungen, denn er spottet über die Wünsche der Bewerber und entfacht so eine Diskussion über Mindestlohn auf Twitter. Am Ende versucht er das Thema zu begraben und unter den Tisch zu kehren, doch die User lassen nicht locker.

Vollständiger NameDomenic Strobel
Bekannt alsChefstrobel
Follower auf Twitch566.000 (Stand Januar 2023)
Abonnenten auf YouTube209.000 (Stand Januar 2023)

Chefstrobel macht sich über faireres Gehalt lustig – Twitter schimpft: „Das ist nicht mal Mindestlohn.“

So viel will Chefstrobel zahlen: Ende 2022 protzen viele Streamer und YouTuber damit, wie viel Kasse sie mit ihrem Content macht: MontanaBlack spricht über Vermögen. Ganz und gar nicht nach viel Cash hört es sich jetzt Anfang 2023 bei Chefstrobel an. Er will einem neuen Cutter/Social-Media Manager für TikTok nach eigener Aussage „nicht mehr als 5 € pro Video zahlen“.

Chefstrobel macht sich dann auf Twitter über eine Bewerbung lustig. Ungläubig schreibt der Streamer, dass die Person 55 € möchte (bei 3- 4 Videos die Woche), garniert wird die Aussage mit Fragezeichen, Ausrufezeichen, Lach-Smiley (via Twitter).

Twitter News von „spiegelbro“ zu Chefstrobel
Twitter News von „spiegelbro“ zu Chefstrobel © Twitter / spiegelbro

Spaß über Gehaltswunsch löst Debatte aus: Der Witz von Chefstrobel über die Gehaltsvorstellungen geht ordentlich nach hinten los. Der Tweet wird mit solchen Kommentaren geflutet:

Die Kritik ist nicht zu überhören und zu überlesen. Dem Twitch-Streamer wird vorgeworfen, die Arbeit nicht einschätzen zu können. Seit Oktober 2022 gilt in Deutschland der Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde. Dabei gilt jedoch, dass Freiberufler kein Anspruch auf den Mindestlohn haben (via Arbeitsrecht.de).

Chefstrobel sucht Mitarbeiter, will aber nicht mal Mindestlohn zahlen – löscht Post heimlich

Wie reagiert Chefstrobel? Der Content Creator erklärt zunächst, dass es sich bei der Betreuung um „wenig Arbeit“ handle. Da seine Mods die entsprechenden Clips im Stream timestampen. In den Mittagsstunden des 3. Januar 2023 löscht Chefstrobel dann aber jede Spur auf die Diskussion von seinem Twitter-Kanal.

Doch das Internet vergisst nicht. Unter seinem neusten Post, der nichts mit der Debatte um gerechte Bezahlung zu tun hat, sondern sich um den Shooter Warzone 2 dreht, kommentiert ein User direkt: „Nehme 55 € pro Runde“ (via Twitter) und spielt somit auf den Gehaltswunsch des Cutters an.

Zuletzt hatte der Streamer wortwörtlich eine auf den Deckel bekommen, und zwar im Boxring: Chefstrobel sucht nach Box-Niederlage neuen Gegner.

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