Weitertrollen nach Ban?

Twitch: Streamer und Mods hassen dieses einfache Feature für gebannte User – Echt jetzt

  • Joost Rademacher
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Streamer und Moderatoren haben das Recht ungebetene User in ihren Twitch-Channels bannen. Ein neues Feature der Streaming-Plattform raubt Mods jetzt aber ihren Schlaf.

  • Auf Twitch sind Trolle und beleidigendes Verhalten häufig an der Tagesordnung (Alle Streaming News).
  • Ein neues Feature für Moderatoren soll dafür sorgen, dass fälschliche Bans rückgängig gemacht werden.
  • Es gibt Trollen aber die Möglichkeit, auch nach einem Ban weiter zu nerven.

San Francisco, USA – Auf der Streamingplattform Twitch ist es nichts Neues, dass in den Chats von Livestreamern wie Unge oder MontanaBlack regelmäßig getrollt und beleidigt wird. Natürlich ist es eine alteingesessene Lösung, als Moderator solchen Leuten einen Ban zu verpassen, damit sie sich nicht mehr im Chat beteiligen können. Es passiert aber immer wieder, dass Zuschauer unverdienterweise gebannt werden und für solche Fälle hat Twitch ein neues Feature für Moderatoren hinzugefügt. Das passt aber nicht allen Twitch-Nutzern.

Name der PlattformTwitch
EigentümerAmazon
Gründung06. Juni 2011
Sprachen28
Web-Adressehttps://www.twitch.tv/

Twitch: Neues Feature soll ungerechtfertigte Bans aufheben – Streamer bleiben skeptisch

Die meisten Bans, die auf Twitch verteilt werden, sind mit Sicherheit gerechtfertigt – wie bei diesen kuriosen Morddrohungen gegen einen Streamer. Sollte es aber vorkommen, dass ein Zuschauer bei Twitch zu Unrecht gebannt wird, können diese das neue Unban Request-Feature nutzen, um nach einer zweiten Chance bei den Moderatoren zu bitten.

Über dieses Feature können gebannte Zuschauer sich direkt an die Moderatoren wenden, um entweder darstellen zu können, warum der Ban nicht gerechtfertigt ist oder um sich für unangemessenes Verhalten zu entschuldigen. Damit sollten die Mods nicht mehr in ihren Privatnachrichten von gebannten Nutzern belästigt werden müssen, das Feature ist aber nicht frei von Problemen.

Twitch-Nutzer befürchten nun, dass viele Trolle diese Möglichkeit nutzen werden, um sich in diesen Anfragen weiter toxisch gegenüber den Moderatoren zu verhalten. Schließlich würde ihnen hier eine Plattform gegeben, um trotz eines Bans weiter eine gewisse Beteiligung am Stream zu haben. Twitch hat auf Twitter aber bereits angegeben, dass jeder Nutzer nur eine einzige Möglichkeit hätte, eine Nachricht an die Moderatoren zu schreiben, andauernde Belästigung sei also nicht möglich.

Außerdem hätten die Mods die Möglichkeit, einen Ban auch nach einer versehentlich abgelehnten Anfrage noch rückgängig zu machen. Dennoch gibt es im Moment noch keine Möglichkeit für Streamer, dieses Feature zu deaktivieren, Trolle haben also freie Bahn, ein letztes Mal eine Beleidigung abzulassen.

Twitch: Die Erfolgsplattform bekommt ein neues Feature

Twitch: Neues Feature spaltet Community – Streamer fordern mehr Konsequenz

Unter dem von Twitch abgesetzten Tweet zur Ankündigung der Unban Requests macht sich nun mehr Unmut als Freude breit. Viele Nutzer sorgen sich, in den Unban Requests weiter belästigt zu werden. Nati Casanova (@TheZombiUnicorn) schreibt beispielsweise: „Bitte sorgt dafür, dass wir das abschalten können. Das hier ist ein einfacher Weg für Belästiger, eine schlimme letzte Nachricht zu schicken, wenn sie schon gebannt wurden.“ Andere argumentieren weiter, dass Leute aus gutem Grund gebannt werden und eine zweite Chance bei diesen Leuten nicht angebracht sei.

Es gibt aber auch Stimmen, die das Feature positiv aufnehmen und willkommen heißen, anders als Nati Casanova. Einige Streamer freuen sich, dass sie sich für solche Unban Requests nicht durch vollgespammte Privatnachrichten wühlen müssen. Manche glauben auch einfach an das Gute im Menschen und meinen, dass eine weitere Chance für manche Zuschauer gar nicht schlecht sei. Nick Eh 30 (@NickEh30) schreibt dazu: „Das ist ziemlich cool! Wir alle verändern uns und ich glaube nachdem einige Zeit vergangen ist, könnte eine zweite Chance bei einigen Leuten nicht wehtun.“

Die Unban Requests sind ab sofort bei Twitch verfügbar und werden laut dem Unternehmen aus San Francisco, Kalifornien zu einem späteren Zeitpunkt auch auf mobilen Geräten nachgereicht. Für manche Leute sind Livestreams mittlerweile schon fester Bestandteil des Lebens und sie übertragen dort ihren kompletten Alltag. So auch Twitch-Weltrekordhalter GPHustla, der seit über 1000 Stunden am Stück online ist.

Rubriklistenbild: © Twitch

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