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Twitch: Livestream eskaliert – Vater droht Kleinkind mit Genickbruch

  • Joost Rademacher
    vonJoost Rademacher
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Weil er im Shooter Escape from Tarkov während eines Livestreams gestorben war, ließ ein Streamer seine Wut verbal aus, scheinbar an einem Kleinkind.

Trigger-Warnung: In diesem Artikel kommen Inhalte vor, die als beunruhigend oder verstörend wahrgenommen werden könnten.

Hamburg, Deutschland – Jedem kann mal schnell ein Schimpfwort beim Zocken rausrutschen. Gerade bei Online-Spielen ist das eine Sache, die in der Hitze des Gefechts einfach mal passieren kann. Für manche ist die Frustrationsschwelle aber gering genug, dass die Dinge drohen, in größere Ausfälle auszuarten. Für einen Streamer bei Twitch hat die Sache besonders unschön geendet, als er wegen Escape from Tarkov in Rage geriet. Ein Video zeigt, wie er einen Wutanfall scheinbar gegen sein eigenes Kind richtet.

Release (Datum der Erstveröffentlichung)27. Juli 2017
Publisher (Herausgeber)Battlestate Games
Serie-
PlattformPC (Microsoft Windows, Mac OS)
EntwicklerBattlestate Games
GenreFirst-Person-Shooter, Taktik-Shooter

Escape from Tarkov: Wutanfall von Streamer gegen Kleinkind in Clip festgehalten

Escape from Tarkov ist in seinem Spielprinzip alleine natürlich schon ein nervenaufreibendes Spiel. Jeder Tod und jedes überschrittene Zeitlimit bedeutet, dass hart erarbeitete Ausrüstung und Waffen eines Charakters sofort verloren gehen. Das kann gerade bei länger bestehenden Charakteren teilweise ganz schön herbe Verluste bedeuten. Da kann man schon mal aus Frust vom Balkon springen. Das ist dem Twitch-Streamer KillaMfCam zwar nicht passiert, aber ein anderer Spieler namens Frizzable hatte den Streamer in Escape from Tarkov auf‘s Korn genommen, während dieser das Spiel über Twitch live spielte.

Als Frizzable kurz nach dem Abschuss in KillaMfCam reinschaute, spielten sich unschöne Szenen ab. Das Nachspiel vom Abschuss gegen KillaMfCam wurde auf von Frizzable auf Video festgehalten und auf Twitter hochgeladen. Kurz nach dem Tod seines Charakters in Escape from Tarkov wurde es laut. Der Streamer schmiss mit Schimpfwörtern um sich und geriet unmissverständlich in Rage. Soweit nichts neues, aber nach kurzer Zeit viel auf, dass das dreijährige Kind des Streamers offenbar auch im Raum war und angesichts der Situation zu weinen begann. Schließlich verlor der Familienvater die Beherrschung.

Hör auf, dich einzusch***en alter. Wie schwer kann das sein? Jesus Christus, man. Verdammt, du blöder motherf***er. Ich hasse dich, alter. Verpiss dich aus meinem Zimmer, Bro. Raus jetzt. Verpiss dich aus meinem Zimmer, hau ab. Ich brech‘ dir das verdammte Genick.

KillaMfCam (Twitch)

Auf Twitter und Reddit hat sich das Video in kürzester Zeit verbreitet und für Entrüstung in der Community wie auch bei Twitch selbst gesorgt. Die Plattform ergriff daraufhin die Initiative und verpasste dem Streamer einen permanenten Ban. Außerdem wurde die Polizei über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.

Escape from Tarkov: Streamer will sich über Wutanfall rechtfertigen

Zuletzt hat KillaMfCam sich auf Twitter zu der Situation in seinem Escape from Tarkov-Stream geäußert und rechtfertigen wollen. Seine Behauptung war, dass der veröffentlichte Clip aus dem Kontext gerissen geworden und dass sein Hund zur Zeit der Aufnahme auch im Raum gewesen sei. Ihm würde es leid tun, dass er so überreagiert habe, aber er habe nicht sein Kind angeschrien sondern eben den Hund. Genaue Schlüsse kann man dazu aus dem Video nicht ziehen. So oder so ist dieses Verhalten aber absolut inakzeptabel, egal ob gegen ein Tier oder ein Kind.

Escape from Tarkov: Twitch-Streamer droht Baby im Livestream – „Ich brech dein Genick“

Mittlerweile wurde auch der Twitter-Account von KillaMfCam gelöscht, nachdem der Streamer auch unter seinen Tweets einen mittelgroßen Shitstorm erfahren hat. Einen anderen Shitstorm hat kürzlich eine Dating-Show auf Twitch erfahren, die eine Art Internet-Version von „Der Bachelor“ werden sollte. Nach einigem Gegenwind von Streamern und Zuschauern wurde die Sendung prompt eingestellt.

Rubriklistenbild: © KillaMfCam/Twitch (Montage)

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