Mehr Geld durch Streams

Twitch: Amazon kürzt Zahlungen – Streamer frustriert über günstigere Abos

  • Elena Mehrlich
    VonElena Mehrlich
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Bei Twitch sinken dank Amazon künftig die Kosten für Abos. Das geht vor allem auf Kosten der Streamer:innen. Denn dank der 50%-Regel verdienen sie nun weniger.

San Francisco, USA – Die hauptsächlichen Einnahmen von Twitch-Streamer:innen kommen durch Abos. Wer den Affiliate erfolgreich abschließt, kann Subs für den eigenen Channel erhalten und ein bisschen Kleingeld dazu verdienen. Allerdings wurden erst vor kurzem die Kosten für das Twitch-Abo geändert. Dennoch blieb der prozentuale Anteil, den sich Twitch bei jedem Sub abzweigt, gleich. Zum Ärger einiger Streamer:innen, die jetzt fordern, dass diese 50 Prozent-Regel abgeschafft wird.

Name der PlattformTwitch
EigentümerAmazon
Gründung06. Juni 2011
Sprache28
Web-Adressehttps://www.twitch.tv/

Twitch: Ganze 50 Prozent werden von den Sub-Einnahmen abgezweigt

Erst vor kurzem senkte Twitch die Kosten für Subs. Das Abo auf Twitch wurde einen Euro günstiger und bedeutet für die Streamer:innen im Endeffekt weniger Umsatz. Um ganze 20 Prozent ist der Preis für ein Stufe 1-Abo in Deutschland gesunken. Zwar will Twitch damit versuchen, dass die Zuschauer:innen schneller und eher zum Abo greifen, aber dafür müsste eine größere Zahl an Fans den Subscribe-Button klicken, um den geringeren Umsatz auszugleichen.

Was sich allerdings nicht geändert hat ist, dass Twitch immer noch 50 Prozent von den Kosten für das Twitch-Abo selbst einstreicht. Im Vergleich zu anderen Streaming-Plattformen heimst das Unternehmen aus San Francisco deutlich mehr Geld durch Subs ein. YouTube nimmt 30 Prozent der Einnahmen durch Subscribes und die Social-Media-Seite Facebook hat ganz darauf verzichtet, sich Geld durch ein solches Abo abzugreifen.

Twitch: Streamer:innen fordern ein Ende der 50 Prozent-Regel

Am 09. August 2021 löste ein Tweet des Twitch-Streamer Sorrey eine Diskussion über die 50 Prozent aus, die sich Twitch mit jedem Sub abzweigt. Der Tweet verbreitete sich rasch und es fanden sich einige andere Personen zusammen, die der gleichen Ansicht waren. Der Twitter-Userin Notwhatuexepected zufolge sollte Twitch keine 50 Prozent der Einnahmen durch die Subs nehmen, wenn diese nur eine Plattform für das Streaming bietet. Allerdings waren nicht alle der Meinung und es wurden auch Gegenstimmen laut.

Twitch: Streamer gehen an die Decke – fordern Schluss mit der „50%-Regel“.

In der hitzigen Diskussion traten Stimmen auf, die kein Problem damit sehen, dass Twitch die Hälfte der Einnahmen durch das Abo für sich beansprucht und in die eigene Tasche steckt. Ein ehemaliger Angestellter von Twitch, Chris Blume, versucht zu erklären, warum die Streamer:innen nicht mehr Geld durch Subs bekommen. Blume zufolge hätten die Zuschauer:innen keine Ahnung wie teuer es eigentlich ist, die Server ständig am Laufen zu halten. Dazu kommen noch die Kosten der Angestellten und für das Marketing.

Kleinere Streamer:innen werden mit den gesunkenen Kosten für Subs schon mehr Schwierigkeiten haben, mit den Livestreams auf Twitch einen soliden Geldbetrag zu verdienen. Auch bei den größeren Streamer:innen wird sich die Umstellung im Einkommen bemerkbar machen. In unserer Top 10 der Streamer:innen-Einkommen belegte Knossi mit seinem Einkommen im letzten Jahr den ersten Platz. 2020 erwirtschaftete der Streamer ca. 633.077,50 Euro und mit den neuen Preisen für das Twitch-Abo wäre es „nur“ eine halbe Million Euro gewesen.

Rubriklistenbild: © Twitch/Pixabay (Montage)

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