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Unge: Streamer kauft sich NFT-Bildchen – Harte Kritik von seinen Fans

Erstellt:

Von: Josh Großmann

Fans werfen dem Streamer unge gerade Geldverschwendung vor. Mit dem Kauf von einem 40.000 Euro teueren NFT macht er sich aktuell unbeliebt.

Madeira, Portugal – Mit dem stetig steigenden Hype um NFTs springen immer mehr Content-Creator:innen und Prominente auf den Zug der exklusiven Käufer-Clubs. Mit dem Erwerb eines „Azuki“ NFTs für 41.033,20 Euro ist Unge nun ein „Garden Member“. Doch nur kurze Zeit nach seiner Investition trifft ihn schwere Kritik auf Twitter und das NFT verschwindet aus den sozialen Netzwerken des Twitch-Streamers. Macht Unge etwa einen Rückzieher?

Vollständiger NameSimon Wiefels
Bekannt alsUnge
Geburtstag31. August 1990
WohnortMadeira, Portugal
Follower auf YouTube3,2 Millionen (Stand: Januar 2020)
Follower auf Twitch1,2 Millionen (Stand: Februar 2022)

Unge: NFT für 40.000 Euro – „Einfach für mein Social Media als Avatar“

Was ist passiert? Am 31. Januar hat Simon „Unge“ Wiefels seine neuste Errungenschaft präsentiert. Nicht alle seine Fans sind begeistert von seinem Azuki NFT, das einen Charakter zeigt, der an Naruto erinnert. Mit orangen Haaren, einer Frosch-Maske, verbundenen Augen und einer großen Perlenkette im Anime-Stil will Unge das Projekt unterstützen, hinter dem ein Unternehmen steckt, das sich selbst nur als „eine Marke“ beschreibt. Auch MontanaBlack hat ein BoredApe NFT für über 250.000 Euro gekauft.

Streamer Unge neben seinem Azuki NFT
Unge wirft 40.000 Euro zum Fenster raus – Nutzt gekauftes NFT nun doch nicht © Instagram/Twitter: unge (Montage)

Der Backlash: Auf Twitter wurde Unge sofort für seinen Kauf kritisiert, da NFTs und ihr Verkauf schädlich für die Umwelt seien – und das, obwohl Unge sich sonst so für das Wohl des Planeten einsetzt. Ihm wird vorgeworfen das NFT nur für einen Werbedeal gekauft zu haben und das Unge „abgehoben“ sei. Sogar Tanzverbot merkt seine Enttäuschung in den Kommentaren an. Derzeit haben MontanaBlack und Tanzverbot Beef um NFTs. Doch Unge reagiert auf viele der Kritiken und verteidigt sich in den Kommentaren unter seinem Tweet:

In den Kommentaren beschweren sich auch viele über Unges plötzlichen Sinneswandel. Zuvor hatte er in einem Video auf YouTube über NFTs gesprochen. Dabei kritisiert er selbst „dieses overhypte NFT-Avatar-Gedöns“ und wollte nun wohl doch genau einen solchen Avatar benutzen. „NFTs sind einfach zum Flexen“, erklärt Unge im gleichen YouTube-Video.

Unge: Absurder NFT-Kauf – 40.000 Euro für die Katz

Das Absurde: Nachdem Unge sich mit dutzenden Hate-Kommentaren auseinandersetzen musste, hat er sein Profilbild gleich wieder geändert. Auf Twitter, Twitch und Instagram hat der Streamer direkt ein neues Profilbild gewählt, das ihn selbst und nicht sein NFT zeigt. Warum er absurderweise ein NFT kauft, um es als Profilbild zu nutzen und es dann doch lieber lässt, beantwortete er nicht in seinen Twitter-Diskussionen.

Rausgeschmissenes Geld? Wenn Unge sein NFT nicht als Avatar für soziale Netzwerke nutzt, bleibt ihm eigentlich nur ein Nutzen: der Weiterverkauf. Falls Unge das NFT gewinnbringend weiterverkaufen kann, ist es tatsächlich eine funktionierende Wertanlage – jedoch hat er sich eigentlich gegen den Wiederverkauf ausgesprochen. Die Firma hinter den NFTs erklärt auf der Website nicht einmal zwischen den Zeilen, welchen Nutzen die Illustrationen in der echten Welt oder im Metaverse haben sollen. Deshalb ist es schwer einzuschätzen, welche Vorteile Unge an diesem NFT so gut findet.

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